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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Februar 2012

29. Februar 2012 (HL-Red-RB) „Arbeitsmarkt trotzt Wintereinbruch.“(Margit Haupt-Koopmann) • Aktuell 110.600 Arbeitslose; niedrigster Stand in einem Februar seit 1993 • Vorjahresvergleich: Rückgang der Arbeitslosenzahl um 5.900 oder 5,1 Prozent • Im Vergleich zum Vormonat Januar leichter Anstieg: 800 Arbeitslose mehr • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter an: 21.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse im Vorjahresvergleich • Auch Zuwachs bei den gemeldeten Stellen: Seit Jahresbeginn 800 oder 8,0
Prozent mehr als 2011 • Erwähnenswert: Im Vorjahresvergleich Rückgang bei arbeitslosen Menschen mit Behinderung um 200 oder 3,6 Prozent auf 5.400:

„Obwohl wir Anfang Februar eine Kältewelle hatten, fällt der Anstieg der Arbeitslosigkeit
gegenüber dem Vormonat Januar moderat aus. Mit einem leichten Plus von 800
Arbeitslosen trotzt der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein dem Wintereinbruch“, sagte
Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit,
heute (29.02.2012) in Kiel. „In Schleswig-Holstein liegt die Zahl der Arbeitslosen nun bei
110.600. Das ist der niedrigste Februar-Wert seit 1993."
Im Vergleich zum Februar des Vorjahres ist ihre Zahl um 5.900 oder 5,1 Prozent gesunken.
Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,7 Prozent, im Vorjahr lag sie noch bei 8,1 Prozent.
Die leichte Zunahme um 800 oder 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat Januar sei kein
Grund zur Beunruhigung. „Ein Anstieg im Februar ist saisonal typisch. Dass er - angesichts
der schlechten Witterungslage Anfang des Monats - so gering ausfiel, ist erfreulich.“
Auch eine Strukturanalyse der Arbeitslosenzahlen stimme sie optimistisch. „Von den aktuell
110.600 Arbeitslosen sind in Schleswig-Holstein 39.300 oder 35,5 Prozent bei den
Arbeitsagenturen - diese Gruppe ist normalerweise weniger als ein Jahr ohne Job -
gemeldet. Ihre Zahl ist im Vergleich zum Februar 2011 um 2.800 oder 6,7 Prozent gesunken.“
Bemerkenswert sei, dass auch die Zahl der Arbeitslosen, die von den Jobcentern
betreuten werden, deutlich zurückgegangen sei. „Sie sank um 3.100 oder 4,1 Prozent auf
71.300. Das ist der niedrigste Stand in einem Februar seit der Einführung von ‚Hartz IV‘.
Hier zeigt sich, dass es zunehmend auch Menschen in der Grundsicherung gelingt, ihre
Arbeitslosigkeit zu beenden“, so Haupt-Koopmann weiter.
Wie robust der Arbeitsmarkt sei, dokumentiere darüber hinaus die Zunahme der
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sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. „Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Zahl um
21.000 oder 2,5 Prozent gestiegen*. Mit 850.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
erreichen wir den höchsten Stand im Vergleichsmonat seit 1999.“
Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.300), im Bereich der unternehmensnahen
Dienstleistungen (+4.000) sowie im Handel (+3.500) sind zusätzliche Arbeitsplätze
entstanden. Lediglich in der öffentlichen Verwaltung (- 200) wurde Beschäftigung abgebaut.
Auch die Entwicklung bei den Stellenmeldungen sei ermutigend „Seit Jahresbeginn wurden
uns 10.100 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 8 Prozent oder 800
mehr als im Vorjahreszeitraum." Sie appelliert an alle Personalverantwortlichen: „Nutzen Sie
den Arbeitgeberservice Ihrer regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter. Melden Sie dort
weitere freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze.“**
Haupt-Koopmann nutzte die Chance, besonders auf arbeitslose Menschen mit Handicap
einzugehen. „„Angesichts des Themas Fachkräftesicherung ist es dringend nötig, auch das
Potential dieser Gruppe zu sehen. Zwar können wir in Schleswig-Holstein im Vorjahresvergleich
einen Rückgang der arbeitslosen Menschen mit Behinderung um 200 oder 3,6 Prozent
auf 5.400 melden, doch diese Zahlen sind trotzdem inakzeptabel. Vielmehr müssen wir
massiv falsche ‚Bilder‘ und ‚Vorurteile‘ über diese Gruppe korrigieren. So haben in Schleswig-
Holstein 60 Prozent der arbeitslosen Menschen mit Behinderung eine Ausbildung. Nur
wenn wir gemeinsam, und hier meine ich alle Arbeitsmarktpartner, unsere häufig an ‚Defiziten‘
orientierte Wahrnehmung verändern, können wir die Ressourcen dieser Gruppe nutzen.“
Abschließend betont sie: “Ich gehe davon aus, das wir im März einen Abbau der
Arbeitslosigkeit nicht nur gegenüber dem Vorjahr, sondern auch gegenüber dem Vormonat
melden können.“
Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Die niedrigste Quote unter den Kreisen findet man in Stormarn mit 4,3 Prozent, die höchste
in Nordfriesland mit 9,5 Prozent. Unter den Städten hat Kiel mit 10,8 Prozent die niedrigste
Quote, Flensburg mit 12,1 Prozent die höchste.
* Es liegen die Dezember-Daten 2011 vor.
** Freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze können dem Arbeitgeberservice der regionalen Arbeitsagentur unter der bundesweiten
Service-Nummer für Arbeitgeber - 01801-66 44 66 - gemeldet werden. Festnetzpreis 3,9 ct/min: Mobilfunkpreise höchstens 42
ct/min.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de

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