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BfL: Nordtangente ist überlastet

17. Februar 2012 (HL-Red-RB) Die Lübecker Bürgerschaftsfraktion der Bürger für Lübeck übermittelte folgenden Beitrag: "Was die Verkehrsteilnehmer am Straßenzug Nordtangente / An der Lohmühle täglich live erleben, wird, wie könnte es anders sein, nun durch ein Gutachten bestätigt. Nicht erfasst sind dabei die Unfälle, die sich durch die unübersichtlichen Situationen ereignen. Dieses Dilemma hätte eigentlich schon bei der Planung erkannt werden müssen. Es kann grundsätzlich nicht richtig sein, eine Straße, die für eine Vielzahl von kundenorientierten Gewerbebetrieben konzipiert wurde, auch als Durchgangsstraße für den Fernverkehr zu nutzen. Die Schließung der Friedenstraße und die Tunnelmaut verstärken diesen Verkehr. Alle jetzt vorgeschlagenen Maßnahmen mögen leichte Verbesserungen bringen, sie lösen aber nicht das Problem.

Die Fraktion der Bürger für Lübeck (BfL) hatte seinerzeit einen Antrag eingebracht, das im städtischen Besitz befindliche, still gelegte Eisenbahngleis (St. Lorenz-Gleis) in die Planung als Umgehungsstraße hereinzunehmen. Zumindest sollten die Flächen für eine spätere Nutzung unverbaut bleiben, selbst wenn zurzeit die Haushaltsmittel fehlen. Diese Trasse führt hinten herum, direkt von der Einsiedelstraße bis zum Autobahnanschluss Lübeck Mitte.

Die politische Mehrheit hat das abgelehnt, weil hiervon Grundstücksflächen für die Erweiterung der Schulen an der Kerschensteiner Straße eingeplant wurden und die restliche Strecke als Radweg fungieren soll. Zwischenzeitlich sind Tatsachen geschaffen worden, die keine Zukunftsperspektiven mehr zulassen. Stau und Unübersichtlichkeit mit z. T. gefährlichen Situationen wird es folglich weiterhin geben.

Mit Blick auf andere Städte gibt es Lösungen für Durchgangsstraßen mit hohem Anteil von Gewerbebetrieben: Für bestimmte Streckenabschnitte ist ein Linksabbiegen nicht möglich. An den jeweiligen Enden wird eine Wendestelle eingerichtet. Ampelanlagen (Kreisverkehre) gibt es nur noch an den Enden und evtl. zwischendurch für Fußgänger. Der gefährliche Querverkehr wird unterbunden und für den Durchgangsverkehr stünde eine Spur komplett zur Verfügung. Hierüber sollte durchaus auch einmal nachgedacht werden.

Autor: Uwe-Jens Iwers, stellv. Mitglied im Bauausschuss (Foto)

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