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BfL: Willkür bei der Quandt-Platz Umbenennung

17. Februar 2012 (HL-Red-RB) Die Lübecker Bürgerschaftsfraktion der Bürger für Lübeck übermittelte folgenden Beitrag: "
Bekanntermaßen wurde der „Günther-Quandt-Platz“ in „Wilhelm-Krohn-Platz“ umbenannt. Dieser Akt ist ein einseitiger Beschluss von Rot-Rot-Grün, federführend durch einzelne SPD-Mitglieder. Die Bürger aber und erst recht die Anwohner hat man dabei außen vor gelassen. Nur zu gut ist der Unmut und Protest der Schlutuper Bürger zu verstehen. Fast 70 Jahre heißt der Platz „Günther-Quandt-Platz“, nach dem Inhaber eines Firmenimperiums mit Werken in Schlutup, die auch heute noch sichtbares Zeichen für Industrie und Arbeitsplätze sind. Mit Bezug auf die unwürdige und lebensbedrohliche Beschäftigung und Unterbringung von Zwangsarbeitern während des Krieges soll jetzt urplötzlich der Name nicht mehr tragbar sein? In der Geschichtswerkstatt in Herrenwyk kann man auch nachlesen, welche anderen namhaften Lübecker Firmen ebenfalls Zwangsarbeiter unter teilweise unwürdigen Bedingungen beschäftigt hatten. Nun gut, haben die Anwohner gesagt, wenn die Person Günther Quandt an Untaten während des Krieges erinnert, so gibt es doch viele ehrenwerte und aufrichtige Bürger hier in Lübeck, die den Namen Quandt tragen. Logischerweise könnte der Platz einfach Quandt-Platz heißen. Stattdessen ist für die Straßenbenennung ein völlig unbekannter neuer Name aus dem Hut gezaubert worden, dessen Biografie mit Leiden in der NS-Zeit begründet werden. Ein glaubhafter Nachweis für die Eignung der Person Wilhelm Krohn ist noch offen. Zweifel seien angebracht, ob Herr Krohn überhaupt als Namensgeber einer Straße geeignet ist. Mit der rot-rot-grünen Mehrheit wurde nun der Name über die Köpfe der Bürger hinweg bestimmt. Eine reelle Bürgerbeteiligung an der Namensgebung hat indes nicht statt gefunden. Eine SPD-Pseudo-Info Veranstaltung ist keine Bürgerbefragung! Eine Petition gegen die einseitig beschlossene Vorlage wurde nur formal nachgebessert. Alle Einwände, Gegenvorschläge, Proteste, Appelle an die Vernunft, Kompromissbekundungen und eine umfangreiche Unterschriftslisten wurden rigoros ignoriert. Mit Recht fühlen sich die Bürger und Anwohner übergangen und sie werden auch weiter gegen diese Willkür protestieren. Wir Bürger für Lübeck (BfL) werden sie dabei unterstützen! Solch undemokratische Vorgehensweisen ist man eigentlich nur von sozialistischen Staaten im Osten Europas gewöhnt. Sieht so etwa die von der SPD propagierte Bürgernähe aus? Die BfL-Fraktion wird in der kommenden Bürgerschaftssitzung die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragen.

Autor: Uwe-Jens Iwers (BfL)."

www.bürger-für-lübeck.de

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