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MdB Hiller-Ohm mit DB bei HEL - kein Diesellok-Museum in HL

14. Februar 2012 (HL-Red-RB) Dem Verein Historische Eisenbahnfahrzeuge Lübeck (HEL) wäre es ein großes Anliegen, mehr Raum für ihre historischen Diesellokomotiven und Wagen zu bekommen. In direkter Nachbarschaft im ehemaligen Werkstattbereich ist eine passende, leerstehende Halle vorhanden. Außerdem schwebt dem Verein die Schaffung eines Norddeutschen Diesellok-Museums vor. Problematisch in dem Zusammenhang eine öffentliche Zuwegung. Anliegen, die die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, an sie herangetragen, aufgegriffen hat. Heute traf sie sich vor Ort mit VertreterInnen der DB, der Lübecker SPD Bürgerschaftsfraktion und den Vereinsvorsitzenden des HEL, um die Möglichkeiten einer Verwirklichung der Vorhaben zu erörtern.

So erhält der Verein auf dem Lübecker Bahngelände zwei der ersten Großdiesellokomotiven, die nach dem zweiten Weltkrieg gebaut wurden, sowie mehrere historische Reisezugwagen. Mehrmals im Jahr haben Lübeckerinnen und Lübecker bereits die Möglichkeit, diese Wagen zu sehen und auch mit ihnen zu fahren, da der Verein Tagesfahrten mit den historischen Fahrzeugen anbietet. Um die historischen Wagen noch häufiger einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen würde der Verein die Wagen gerne auch an anderen Tagen präsentieren – Ziel ist der Aufbau eines norddeutschen Diesellokmuseums in Lübeck. Anlass für die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, sich mit Vertretern der Deutschen Bahn, der SPD Lübeck und denen des Vereins heute zu einem Gedankenaustausch zu treffen und die Örtlichkeiten einschließlich der dort bereits vorhandenen Reisezugwagen und Diesel-Lokomotiven in Augenschein zu nehmen. So waren der Einladung der Bundestagsabgeordneten seitens der DB - begleitet von Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis - Dr. Petra Johnen, Leiterin der Niederlassung DB Services Immobilien Hamburg, Rolf Harder und Harro Rhenius, 1. und 2. Vorsitzende des Vereins HEL sowie Harald Quirder von der Lübecker SPD - Bürgerschaftsfraktion gefolgt.















Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Schon vorab war klar, dass die Vorhaben sich schwierig gestalten würden. So bräuchte der Verein für den Aufbau eines Museums einen größeren Schuppen, um seine sowie weitere historische Wagen zu präsentieren. Derzeit stehen die Eisenbahnfahrzeuge zum Teil im sogenannten „LEU-Schuppen“. Einige Wagen – wie die Reisezugwagen – stehen allerdings ungeschützt im Freien. Eine gemeinsame Lösung mit der Deutschen Bahn zum Schutz der Wagen und zum Aufbau eines Museums konnte leider bislang leider nicht gefunden werden. So war unabhängig von Einstellmöglichkeiten in vorhandenem, ungenutzten Werkhallenbereichen leider rasch klar, dass die Einrichtung ein öffentlich zugänglichen Museums allein schon an den Zuwegungen scheitert. Vom Güterbahnhof her führt zwar ein Tunnel als „Arbeitsweg“ an die Vereinsflächen heran. Aber bis dahin müssen auch Gleise überschritten werden, die keinesfalls öffentlichen Zugang möglich machen. Auf der anderen Seite – von Richtung Ziegelstraße - ist ebenfalls u. a. wegen der Gleisanlagen Hauptstrecke nach Hamburg ein Überqueren nicht möglich. Ein spezielles Museum für Diesel-Lokomotiven in Lübeck dürfte zudem an der Auffassung der DB scheitern, es wäre bereits ein Bahn-Museum in Süddeutschland vorhanden und diese zentralen Form nur zweckmäßig. Die Frage nach weiterem Werkhallen-Raum dürfte somit vielleicht noch Sinn machen, zumal die nachbarliche Halle zwar unbenutzt ist, wahrscheinlich auch nicht wieder „aktiviert“ wird. Instandsetzungskosten sind dennoch entstanden. Zu erwarten ist im Fall, diese nicht mehr tragen zu wollen, eher ein Abriss. Theoretisch also käme vielleicht doch eine Vermietung ein Frage, wobei dann aber mit erheblichen Kosten zu rechnen wäre – ganz abgesehen ggf. von einer Mietzahlung. Wahrscheinlich also wenig Aussicht für beide Vorhaben. Wobei man wissen muss, dass bereits Wartung, Instandsetzung und Hauptuntersuchungen der für Fahrten eingesetzten Loks und Wagen beträchtliche Kosten erfordern. Kosten, zu denen dankenswerterweise beispielsweise die Possehl-Stiftung und auch die Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck bereits beigetragen haben.

Der Verein Historische Eisenbahnfahrzeuge Lübeck (HEL) ist aus der Gruppe V 200 007 der Stiftung
Bahn-Sozialwerk hervorgegangen und war Außenstelle des Museums der Deutschen Bahn in
Nürnberg.

Quelle:
MdB Hiller-Ohm/red.

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