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Konjunkturentwicklung in SH im vierten Quartal 2011 stabil

09. Februar 2012 (HL-Red-RB) Kein Grund für Schwarzmalerei: Die Konjunktur in Schleswig-Holstein ist auch zum Jahreswechsel 2011/2012 weiterhin robust. Mit einem Wert von 117,0 Punkten liegt der Konjunkturklimaindex, der einen Wert zwischen 0 und 200 annehmen kann, nur geringfügig unter dem Wert des Vorquartals von 118,1 Punkten. Wegen der gestiegenen konjunkturellen Risiken wie der Schuldenkrise im Euroraum und der weltweiten Wachstumsabschwächung wird das Spitzenergebnis des entsprechenden Vorjahreswertes von 130,1 Punkten allerdings nicht erreicht.

Dazu erklärt Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK
Schleswig-Holstein: „Unternehmen und Verbraucher werden derzeit nahezu
täglich mit Krisenmeldungen aus der Eurozone konfrontiert. Angesichts
dieser Verunsicherung zeigt sich unsere Wirtschaft in erstaunlich guter
Verfassung.“

Dies sei der positiven Entwicklung von Investitionen und Konsum im Inland
zu verdanken. Insgesamt beurteilen 42,4 Prozent der befragten Unternehmen
ihre Geschäftslage als gut, 49,5 Prozent als befriedigend und nur 8,1
Prozent als schlecht (Vorquartal: 44,4 Prozent; 44,9 Prozent; 10,6
Prozent). Dies ergab die von der IHK Schleswig-Holstein durchgeführte
repräsentative Umfrage bei rund 2.000 Unternehmen.

Zu den einzelnen Branchen:
Die Industriekonjunktur wird weiterhin von gut gefüllten Auftragsbüchern
und der regen Investitionstätigkeit der Unternehmen getragen. Allerdings
kann sich auch das verarbeitende Gewerbe Schleswig-Holsteins den
verschlechterten Bedingungen auf einigen Exportmärkten nicht entziehen. Die
Bauwirtschaft berichtet überwiegend von einer befriedigenden Geschäftslage.
Sie erhält positive Impulse aus dem Bereich des Wohnungsbaus. Der Handel
hat sich zu einer konjunkturellen Stütze entwickelt. Er profitiert von
einer spürbaren Belebung der Verbrauchernachfrage und der gesunkenen
Arbeitslosigkeit. Die Lage in der Verkehrswirtschaft ist überwiegend
befriedigend. Die Kreditwirtschaft berichtet weiterhin von guten
Geschäften, wenngleich sich die Turbulenzen auf den Finanzmärkten negativ
auf die Einschätzungen der weiteren Geschäftsentwicklung auswirken. Rundum
positiv stellt sich die Konjunkturlage in der Dienstleistungswirtschaft
dar. Besonders gut laufen die Geschäfte bei den unternehmensbezogenen
Dienstleistern.

Die schleswig-holsteinische Wirtschaft blickt insgesamt verhalten
optimistisch in die Zukunft. 20,2 Prozent der Unternehmen erwarten eine
Verbesserung ihrer Situation, 61,6 Prozent eine gleich bleibende und 18,2
Prozent eine schlechtere Lage (Vorquartal: 22,4 Prozent; 59,4 Prozent; 18,2
Prozent). Die Beschäftigungspläne der Unternehmen sind insgesamt weiterhin
auf Wachstum gerichtet, Fachpersonal wird insbesondere in der Industrie, im
Einzelhandel und bei den unternehmensbezogenen Dienstleistungsunternehmen
gesucht. Die Investitionstätigkeit entwickelt sich weiterhin dynamisch.

Das Fazit von Christoph Andreas Leicht: „Für konjunkturelle Schwarzmalerei
besteht in Schleswig-Holstein kein Anlass. Steigende Investitionen und die
positive Beschäftigungsentwicklung lassen erwarten, dass der Konjunkturzug
auch im Laufe dieses Jahres in Fahrt bleibt. Voraussetzung dafür ist aber,
dass die Schuldenkrise im Euroraum nicht weiter eskaliert.“

Quelle.
IHK Schleswig-Holstein
Die IHK Schleswig-Holstein ist die Arbeitsgemeinschaft der IHKs Flensburg,
Kiel und Lübeck. Die IHK Schleswig-Holstein ist seit 1. Januar 2006 der
zentrale Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Thema Wirtschaft, die
mehr als nur regionale Bedeutung haben. Zu diesen Themen bündelt sie die
Meinung der drei IHKs in Schleswig-Holstein, so dass diese gegenüber
Politik und Verwaltung mit einer Stimme für die Wirtschaft im Lande
sprechen. Die IHK Schleswig-Holstein nimmt die Interessen von 175.000
Unternehmen mit rund 750.000 Arbeitnehmern wahr.

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