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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Januar 2012

31. Januar 2012 (HL-Red-RB) • Aktuell 109.900 Arbeitslose; niedrigster Stand in einem Januar seit 1993 • Vorjahresvergleich: Rückgang der Arbeitslosenzahl gegenüber Januar 2011
um 7.300 oder 6,3 Prozent; Arbeitslosenquote sinkt im Vorjahresvergleich von 8,2 auf 7,7 Prozent • Saisonal bedingt: Jedoch 11.100 Arbeitslose mehr als im Vormonat Dezember
• „Der Anstieg gegenüber dem Vormonat Dezember ist saisonal üblich und nicht konjunkturell bedingt. Aufgrund des milden Winters fällt er jedoch deutlich geringer aus als im Vorjahr.“(Margit Haupt-Koopmann) • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt weiter an: 21.100 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse im Vorjahresvergleich • Auch Zuwachs bei den gemeldeten Stellen im Januar: + 19,9 Prozent im Vergleich zum Januar des Vorjahres:

„In Schleswig-Holstein ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar - im Vergleich zum Januar
2011 - um 7.300 oder 6,3 Prozent gesunken. Sie liegt nun bei 109.900“, sagte Margit
Haupt-Koopmann, neue Leiterin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit,
heute (31.01.2012) in Kiel. „Das ist der niedrigste Januar-Wert seit 1993."
Das Minus von 7.300 Arbeitslosen zeigt sich auch in der Arbeitslosenquote. Sie liegt
nunmehr bei 7,7 Prozent. Im Januar 2011 lag sie noch bei 8,2 Prozent.
Haupt-Koopmann erinnerte daran, dass vor sieben Jahren - im Januar 2005 wurde Hartz
IV eingeführt - 180.000 Menschen in Schleswig-Holstein arbeitslos gemeldet waren.
„70.000 mehr als heute. Das entspricht - um die Dimension des Rückgangs auf
Landesebene deutlich zu machen - der Gesamtbevölkerung einer Stadt wie Norderstedt."
Auch der Vergleich mit dem Vormonat Dezember sei - trotz der Zunahme um 11.100 oder
11,3 Prozent - kein Grund zur Beunruhigung.
„Der Anstieg gegenüber dem Vormonat Dezember ist saisonal üblich und nicht konjunkturell
bedingt. Aufgrund des milden Winters fällt er jedoch deutlich geringer aus als im Vorjahr.
Insbesondere im Wohnungs-, Straßen- und Gartenbau müssen wir im Januar - wie in
jedem Jahr - Zuwächse bei der Arbeitslosigkeit verzeichnen.“ Das erkläre die
überproportionale Zunahme männlicher Arbeitsloser (+13,7 Prozent). „Für die
Tourismusregionen des Landes, etwa Nordfriesland (+20,8 Prozent), Rendsburg-
Eckernförde (+15,7 Prozent) und Ostholstein (+ 15,5 Prozent), sind überdurchschnittlich
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steigende Arbeitslosenzahlen im Januar wenig überraschend", sagte Haupt-Koopmann. Sie
gehe allerdings davon aus, dass sie bereits im übernächsten Monat - bei der Bekanntgabe
der März-Zahlen - einen Abbau der Arbeitslosigkeit nicht nur gegenüber dem Vorjahr,
sondern auch gegenüber dem Vormonat melden könne.
Dafür spreche, neben der saisonalen Komponente, die weitere Zunahme der
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Im Vergleich zum Vorjahr ist ihre Zahl um 21.100
oder 2,5 Prozent gestiegen*. „Mit 859.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten
erreichen wir den höchsten Stand im Vergleichsmonat seit 1999", betonte sie.
Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.600), im Bereich der unternehmensnahen
Dienstleistungen (+4.500) sowie im Handel (+3.600) sind zusätzliche Arbeitsplätze
entstanden. Lediglich in der öffentlichen Verwaltung (- 200) wurde Beschäftigung abgebaut.
Haupt-Koopmann unterstrich abschließend, dass auch der aktuelle Stellenzugang die
ungebrochene Dynamik am schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt dokumentiere. „Bisher
sehen wir keine Auswirkungen der Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt. Allein im Januar
wurden uns 4.600 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das sind 19,9 Prozent
mehr als im Januar des letzten Jahres. Ein positives Signal zum Jahresbeginn 2012." Sie
appelliert an alle Personalverantwortlichen. „Nutzen Sie den Arbeitgeberservice Ihrer
regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter. Melden Sie dort weitere freie Ausbildungs- und
Arbeitsplätze.“**
Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Die niedrigste Quote unter den Kreisen findet man in Stormarn mit 4,3 Prozent, die höchste
in Nordfriesland mit 9,5 Prozent. Unter den Städten hat Kiel mit 10,9 Prozent die niedrigste
Quote, Flensburg mit 12,0 Prozent die höchste.
* Es liegen die November-Daten 2011 vor.
** Freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze können dem Arbeitgeberservice der regionalen Arbeitsagentur unter der bundesweiten
Service-Nummer für Arbeitgeber - 01801-66 44 66 - gemeldet werden. Festnetzpreis 3,9 ct/min: Mobilfunkpreise höchstens 42
ct/min.

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de



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