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Kiel geht gut positioniert ins Jahr 2012

18. Januar 2012 (Kiel/HL-Red-RB) Die SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG übermittelte folgende Pressemeldung: "Seehafen Kiel schlägt erstmals mehr als 6 Mio. Tonnen Fracht um: Im Kieler Seehafen wurden im vergangenen Jahr erstmals mehr als sechs Millionen Tonnen Fracht verladen bzw. gelöscht. Kiel schließt das Jahr 2011 mit einer Leistung von exakt 6.293.374 Tonnen und einem Plus von 8,5 % gegenüber dem Vergleichszeitraum ab. Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer der SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG: „Durch gemeinsames Engagement der Reedereien und des Hafens haben wir ein Top-Ergebnis erzielt, konnten Marktanteile hinzugewinnen und gehen gut positioniert ins Jahr 2012.“ Getragen wird das Wachstum insbesondere von den Fährlinien nach Skandinavien, Russland und ins Baltikum, die 4/5 des Gesamtumschlages im Hafen ausmachen. Während die Stückgutverkehre stark zulegten (+17,3 %), war der Umschlag von Massengütern rückläufig (-18,0 %). Das Jahresergebnis wurde im Rahmen eines Pressegespräches von Dirk Claus gemeinsam mit den Geschäftsführern der ansässigen Reedereiagenturen Jacob Andersen (DFDS Seaways), Stefan Mathias (Stena Line) und Dr. Jörg Rudolph (Color Line) vorgestellt.

Fährverkehre legen stark zu und tragen 80 % zum Gesamtumschlag bei
Auf den fünf Fährlinien ab Kiel wurden in 2011 gut 5 Mio. Tonnen Fracht befördert (2010: 4,2 Mio. t). Umschlagstärkste Verbindung ist die Linie Kiel - Klaipeda der Reederei DFDS Seaways, während von der Stena Line auf der Route Kiel -Göteborg die größten Zuwächse erzielt wurden. Neu eingerichtet wurde im Mai 2011 die Route Kiel - Ust Luga (Russland), die einmal wöchentlich mit der „Kaunas“ bedient wird. Dirk Claus: „Die neuen RoPax-Schiffe der Stena Line und von DFDS Seaways geben dem Kieler Hafen einen gewaltigen Schub. Wir haben in allen Hafenteilen investiert, um den wachsenden Anforderungen unserer Kunden auch in Zukunft vollständig zu entsprechen.“ Allein in 2011 betrug die Investitionssumme 17,5 Mio. Euro.

Im Fährverkehr via Kiel wurden im vergangenen Jahr erstmals mehr als 250.000 Lkw, Trailer und Container verladen (2010: 205.000 Ladungseinheiten). Dabei ist die Anzahl der unbegleiteten Einheiten besonders stark gestiegen: 24 % mehr Trailer und sogar 80 % mehr Container. Vor diesem Hintergrund hat der Schienengüterverkehr weiter stark an Bedeutung gewonnen. Allein im kombinierten Ladungsverkehr wuchs das Aufkommen von 10.500 in 2010 auf 19.500 Einheiten in 2011. Der Fahlplan des Kombi-Shuttles zwischen Kiel und Hamburg-Billwerder wurde inzwischen auf sechs Abfahrten je Woche und Richtung verdichtet. Dirk Claus: „Das gestiegene Kombi-Volumen macht eine Ausweitung der Transportangebote auf der Schiene möglich. Gemeinsam mit Partnern arbeiten wir nun an Ganzzugverbindungen nach Norditalien.“

Im Passagierverkehr von und nach Kiel wurden knapp 1,94 Mio. Reisende gezählt (-1,9%), davon 1,5 Mio. Passagiere im Fährverkehr. Im Jahr des 50-jährigen Bestehens der Linie Kiel – Oslo konnte die Color Line bei den Passagierzahlen erneut zulegen und weit mehr als 1 Mio. Reisende begrüßen. Auch DFDS Seaways beförderte mehr Passagiere von und nach Klaipeda, während die Stena Line mit den neuen RoPax-Schiffen und der damit verbundenen geringeren Passagierkapazität nicht an das Vorjahresergebnis anknüpfen konnte.


Umgestaltung der Terminalanlage am Schwedenkai abgeschlossen
Am Schwedenkai wurden die Arbeiten zur umfassenden Umgestaltung der Terminalanlage Anfang September 2011 abgeschlossen. Innerhalb von drei Jahren wurde mit einem Investitionsvolumen von mehr als 30 Mio. Euro eine leistungsfähige Kaianlage zur Abfertigung großer Fähr- und Kreuzfahrtschiffe geschaffen. Dirk Claus: „Der Einsatz einer neuen Schiffsgeneration der Stena Line wäre ohne die Umgestaltung des Schwedenkais nicht möglich gewesen. Der Schwedenkai bietet Potenzial für weiteres Wachstum.“ Am Schwedenkai wurden in 2011 etwa 100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und mehr als doppelt soviel Güter umgeschlagen als vor der Umgestaltung – und dies, obwohl die zweite Jahreshälfte im Schwedenverkehr schwächer verlief als noch das erste Halbjahr.

In 2011 wurden auch die Bauarbeiten zur Nordosterweiterung des Norwegenkai zu einem großen Teil abgeschlossen. Hier wurden knapp 9.000 m² zusätzliche Betriebsfläche hergerichtet und hafenwirtschaftlichen Zwecken, vorwiegend als Aufstellfläche für Trailer, zur Verfügung gestellt. Am Norwegenkai wurden mit finanzieller Unterstützung durch das Land Schleswig-Holstein rund 1,5 Mio. Euro investiert.

Im umschlagstärksten der Kieler Hafenteile, dem Ostuferhafen, hat die SEEHAFEN KIEL im vergangenen Jahr zwei große Schuppen sowie weitere überdachte Flächen angekauft, um der stark gestiegenen Nachfrage nach geeigneten Lagermöglichkeiten zu entsprechen. Insgesamt kann die SEEHAFEN KIEL jetzt ca. 30.000 m² überdachte Lagerfläche anbieten.

In 2012 werden die Fracht- und Logistikkapazitäten des Ostuferhafens weiter ausgebaut. Dieses Projekt umfasst auch die Herrichtung von Liegeplatz 1 zur Abfertigung großer Kreuzfahrtschiffe. Bis zur Saison 2013 soll der Ostuferhafen dahingehend ausgebaut werden, dass Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von 300 m und mehr dort zum Passagierwechsel anlegen können. Das Investitionsvolumen zur Ertüchtigung des Ostuferhafens beträgt 4,8 Mio. Euro und umfasst Kai- und Liegeplatzanpassungen, Sicherheitseinrichtungen, einen Umbau des heutigen RoRo-Anlegers Nr.1 sowie verbesserte Abfertigungsanlagen im Gate-Bereich. Zusätzlich wird in diesem Jahr ein neues EDV-gestütztes Terminalmanagement, die Yard-IT, in Betrieb gehen.

140 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen in 2012, darunter 9 Kiel-Premieren
Insgesamt wurde der Hafen im vergangenen Jahr 120-mal von neunzehn verschiedenen Luxuslinern angelaufen. 377.205 Passagiere gingen an oder von Bord eines Kreuzfahrtschiffes. Gegenüber dem Jahr 2010 stieg die Zahl der Passagiere um 10,4 %. Die Gesamttonnage der abgefertigten Schiffe lag in Summe erstmals bei 7,49 Mio. BRZ (+8,7 %). Dirk Claus: „Damit war Kiel auch in 2011 der beliebteste deutsche Reisewechselhafen für Kreuzfahrten mit den höchsten Passagierzahlen.“

Für 2012 sind derzeit 140 Anläufe von 27 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen avisiert. Die Saison beginnt bereits am 31. März mit einem Anlauf der „AIDAcara“ und damit früher als in den Jahren zuvor. Häufigste Gäste sind die Schiffe der Reedereien AIDA, Costa, MSC und TUI Cruises, die Kiel - ebenso wie die Schiffe zahlreicher namhafter klassischer deutscher Anbieter - regelmäßig zum Reisewechsel anlaufen. Erstmals wird MSC Crociere Kiel gleich mit drei Schiffen, nämlich mit der „MSC Magnifica“, der „MSC Poesia“ und der „MSC Lirica“, anlaufen. Während der Kieler Woche vom 16. bis zum 24. Juni werden dreizehn Kreuzfahrtschiffe sechzehn Mal Kiel anlaufen, so auch die „Star Flyer“ unter Segeln. In diesem Jahr geben nicht weniger als neun Kreuzfahrtschiffe ihre Kiel-Premiere, darunter Cunards „Queen Elizabeth“, die am 24. Juli am Ostseekai erwartet wird.

In erster Linie ein Start- und Zielhafen von Kreuzfahrten, gewinnt Kiel auch als Anlaufhafen für Tagesausflüge an Bedeutung. Dirk Claus: „Die Zahl der Schiffe, die Kiel mit internationalen Gästen an Bord besuchen, steigt in diesem Jahr stark an. Unsere Aktivitäten zur Vermarktung der touristischen Destination Schleswig-Holstein tragen erste Früchte. Dieser Marktbereich bietet aber noch enormes Potenzial, das wir zusammen mit den Touristikern des Landes heben müssen.“ Zu den Schiffen, die Kiel in diesem Jahr während einer laufenden Kreuzfahrt ansteuern, gehören etwa die „Eurodam“ und die „Rotterdam“ der Holland-America Line. Letzter Gast des Jahres ist die „Black Watch“ der Reederei Fred. Olsen, die Kiel am 02. Dezember anlässlich einer Adventskreuzfahrt besucht.


Die SEEHAFEN KIEL GmbH & Co. KG betreibt den Kieler Handelshafen im öffentlichen Auftrag der Landeshauptstadt Kiel, deren 100%-ige Tochter sie ist. Zum Unternehmen zählt auch ein Eisenbahnverkehrsunternehmen mit eigenen Gleistrassen und dem Rangierbahnhof Kiel. In unmittelbarer Innenstadtlage verfügt Kiel mit dem Ostseekai, Norwegenkai und Schwedenkai über insgesamt drei moderne Terminalanlagen für Fähr- und Kreuzfahrtschiffe. Im Güterverkehr ist Kiel Drehscheibe im Handel mit Norwegen und Westschweden sowie mit den baltischen Staaten und Russland. Logistik­zentrum Kiels ist der Ostuferhafen, in dem die Verkehre Richtung östliche Ostsee konzentriert sind. Neben der internationalen Transit­funktion übernimmt der Hafen wichtige Funktionen bei der Versorgung des regionalen Marktes mit Massengütern."

www.port-of-kiel.com

Hinweis:
Der Teil-Beitrag zur Übernahme der Kieler Flughafengesellschaft durch SEEHAFEN KIEL wird als eigene Meldung in Lübeck-TeaTime gestellt.

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