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Agentur für Arbeit Lübeck

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FDP: Regionale Kooperation stärken!

03. Januar 2012 (HL-Red-RB) Die Bürgerschaftsfraktion der CDU übermittelte folgenden Beitrag: "Die Hansestadt ist in vielerlei Hinsicht regional eingebunden, und das ist auch gut so! Wir müssen weg von gestrigen Kirchturmdenken und Nabelschau und uns selbstbewusst, aber auf Augenhöhe, auf unsere Partner in der Region zu bewegen. Wie weit der Weg noch ist, zeigt das jüngste Votum des Lauenburgischen Kreistages, in der die Aufnahme Lübecks in die Metropolregion Hamburg nur unter dem Vorbehalt einer Einigung beim Thema ÖPNV zugestimmt wurde. Es gilt hier, teilweise berechtigte Vorbehalte und Blockaden unserer Partner im Umland abzubauen und gemeinsam den Weg der Kooperation im Interesse der Menschen in der Region zu gehen. Das betrifft nicht nur unsere Einbindung in die Metropolregion, sondern auch unsere Mitarbeit in der Fehmarnbeltregion.

Je aktiver sich die Hansestadt in die Diskussion um die feste Fehmarnbeltquerung einbringt,
um so mehr kann sie von der Anbindung an diese Achse zwischen den Metropolen Hamburg
und Öresund profitieren. Da haben die Verantwortlichen noch großen Nachholbedarf! Auch
hier gilt es, die kommunalen Scheuklappen abzulegen und proaktiv auf das Umland
zuzugehen und z.B. mit den Nachbargemeinden interkommunale Gewerbegebiete zu
entwickeln.
Lübeck sollte die regionale Kooperation nicht als Bedrohung, sondern als Chance begreifen.
Die verschiedenen Teile der Region könnten sich bei einer zielführenden Koordination ideal
ergänzen und dadurch tatsächliche Synergieeffekte realisieren. Das Angebot oder die
Infrastruktur des einen Nachbarkreises könnte auch dem anderen Nachbarkreis zugute
kommen. Die jüngste Diskussion um eine gemeinsame Leitstelle der Feuerwehren in der
Region zeigt auf: Ein Inseldenken schadet der Hansestadt nur. Für das unsinnige Beharren
auf der Forderung, die gemeinsame Leitstelle in Lübeck anzusiedeln, zahlt die Hansestadt
jetzt einen hohen Preis: Entweder muss sie die Lübecker Leitstelle für stolze 700.000 EURO
auf eigene Kosten sanieren oder sie tut das einzig Vernünftige: Der gemeinsamen Leitstelle
der Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Stormarn beizutreten. Es ist schon ein
Schildbürgerstreich: Während alle Kreise nördlich, südlich und westlich der Hansestadt sich
auf eine Feuerwehrleitstelle einigen konnten, steckt die Verwaltung den Kopf in den Sand
und beharrt dickköpfig auf einer Ansiedlung in Lübeck. Die Verwaltung muss sich endlich
offen zeigen für eine kreisübergreifende Infrastruktur bei den Rettungsdiensten. Im Sinne
einer besseren Versorgung von Notfallopfern und einer sach- und bedarfsgerechten
Einsparung knapper öffentlicher Mittel.
Das Thema regionale Kooperation muss zur Chefsache in Lübeck werden. In unseren
Nachbarkreisen ist sie es bereits, und dort geht es voran.
Autorin: Jana Lange."

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