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Den Eutinern soll ein Licht aufgehen

17. Dezember 2011 (Eutin/HL-Red-RB) Ausgehend von einem Antrag der Fraktion der „Grünen“ arbeitet die Eutiner Stadtpolitik seit fast zwei Jahren an einem „Klimakonzept“. Generell sollen alle städtischen Immobilien teils durch Umstellung der Heizverfahren, teils durch Sanierung dazu beitragen, dass die Stadt auf mittlere Sicht rund ein Fünftel des bisherigen Energieverbrauchs einspart. Das soll der Umwelt ebenso zugute kommen wie der – vorgeblich – gebeutelten Stadtkasse.

In diesem Zusammenhang soll auch die Straßenbeleuchtung auf Möglichkeiten untersucht werden, den Stromverbrauch zu reduzieren, ohne dass deren Wirksamkeit eingeschränkt wird. Im Gegensatz zu anderen Städten und Gemeidnen hält man vernünftigerweise in Eutin nichts von nächtlichen Abschaltungen oder einer Reduzierung der hier allerdings teilweise sehr üppigen Brennstellen. Die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik bietet sich vielmehr vorzugsweise an.

An der Ausbau der Riemannstraße vor zwei Jahren anstand, hat sich der zuständige Ausschuss mit erheblichem Bauchgrimmen dazu durchgerungen, den Abschnitt von der Holstenstraße bis Fissaubrück mit – zugegebenermaßen nicht sonderlich formschönen – LED-Leuchten zu bestücken Den Altstadt-Abschnitt vom Vossplatz bis zur Holstenstraße hielt man dafür nicht geeignet und hat hier mangels Alternative herkömmliche Modelle aufgestellt.

Inzwischen hat sich die Technik weiter entwickelt. Geeignete Lampen werden von der Industrie inzwischen für alle Verwendungszwecke in der Stadt angeboten. Hinzu kommt, dass die Stadt die Beleuchtung der Innenstadt umstellen möchte. Insgesamt sind in Eutin – historisch bedingt – um die dreißig Lampenmodelle zu finden. In diesem Jahr wurde damit angefangen, in der Stolbergstraße einheitliche Lampen aufzustellen. Die angrenzenden Straßen Stolbergstraße, Am Rosengarten und Lübecker Straße sollen folgen. Auch für den Abschnitt Albert-Mahlstedt-Straße und Stadtgraben steht ein Austausch an. Ob es allerdings möglich sein wird, sich bei solcher Gelegenheit der noch nie als ansprechend empfunden „Senft-Leuchten“ in der Fußgängerzone zu entledigen, wird zu prüfen sein. Immerhin hat der Urheber dieses „Gesamtkunstwerkes“ wohl mit zu reden.

Um den Bürgern und den Stadtpolitikern eine Vorstellung zu vermitteln, was technisch möglich ist, wurde ein „Lampenpark“ mit insgesamt sechzehn Modellen installiert. Ausgehend vom Parkplatz der Kreisverwaltung über die Carl-Maria-von-Weber-Straße, die Vahldiekstraße, den Vahldieksweg und die Weidestraße können diese modernen Typen auf verschiedenen Mastenarten bestaunt werden – auch auf solchen für die schon seit ihren Anfängen vor fünfzig Jahren nie als schön empfunden Peitschenlampen.

Bis zum 31. Januar 2012 können sich die Bürger der Stadt und des Umlandes selbst ein Bild von den Möglichkeiten machen. Die Stadt hat einen Bewertungsbogen herausgegeben, auf dem die Bürger ihre äußerlichen Eindrücke bei Tag und Nacht sowie über die Helligkeit vermerken können. Die Bögen können bis 15. Januar 2012 wieder abgegeben werden. Unter den Einsendern sollen drei Energiespar-Überaschungen ausgelost werden.

Allerdings. Entscheidend wird diese Umfrage nicht sein. Neben den Anschaffungs- und Auswechslungskosten sollen auch Wartungsfreundlichkeit und Lebensdauer berücksichtigt werden. Gerade mit der Wartungsfreundlichkeit hat es in der Vergangenheit arg gehapert. So lassen sich die Lampen im Zaun der Rosenpassage praktisch überhaupt nicht warten….

Der Lampenpark hat in Eutin ein historisches Vorbild: Als die Stadt 1956 begann, die bis dahin jämmerlich schlechte Straßenbeleuchtung auszubauen, wurden in der Albert-Mahlstedt-Straße verschiedene Typen von Überspannungslaternen aufgehängt, Nach einigen Monaten wurde dann eine Entscheidung getroffen. Von dem damals ausgewählten Typ hängen noch zwei in der Lübecker Straße in Höhe des St. Georgs-Hospitals. Sie sind weder sonderlich formschön noch lichtintensiv. Aber sie entsprachen wohl dem Geist der Zeit. Im benachbarten Plön wurden sie fast vierzig Jahre auch als Aufsatzlaternen verwendet...


Von Horst Schinzel
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