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„BeltTrade“: Chancen und Perspektiven für Unternehmen in Region

08. Dezember 2011 (HL-Red-RB) Aufbruchstimmung in der Wirtschaft am Fehmarnbelt: „Die Unternehmen beginnen, sich für die Feste Fehmarnbelt-Querung als Auftragsquelle zu interessieren und bereiten sich auch darauf vor. Das registrieren wir besonders am Interesse und den steigenden Teilnehmerzahlen am ‚BeltTrade‘-Projekt.“ Rüdiger Schacht, Leiter des Geschäftsbereichs Standortpolitik bei der IHK zu Lübeck, sagte in einem ‚BeltTrade‘-Pressegespräch in Lübeck, dass sich bereits mehr als 300 deutsche und dänische Unternehmen aus der Fehmarnbelt-Region an dem ‚BeltTrade‘-Seminarprogramm beteiligt hätten. Das deutsch-dänische Kooperationsprojekt „BeltTrade“ möchte sicherstellen, dass Unternehmen der Fehmarnbelt-Region für die Auftragsvergabe der Querung gerüstet sind, um erfolgreich an einem der größten Infrastrukturprojekte Europas zu partizipieren.

Eine erste Erfolgsgeschichte, die sich unter anderem mit Unterstützung durch das ‚BeltTrade‘-Seminarprogramm entwickelt hat, ist auf deutscher Seite die Entstehung der Firma Baltic Facility Solutions in Gründung (Baltic FS i. Gr.). Dieses ist aus einem Joint-Venture der Unternehmen Gollan in Beusloe und den beiden Lübecker Unternehmen Grothe Bau und Lübecker Wachunternehmen hervorgegangen. „Baltic FS hat es sich zum Ziel gesetzt, dem Baukonsortium, das den Zuschlag für den Bau der Festen Fehmarnbelt-Querung erhalten wird, ein Rundum-Sorglos-Paket für alle Arbeiten, die neben dem eigentlichen Bau der Verbindung anfallen werden, aus einer Hand anbieten zu können“, sagte Mirko Schönfeldt, Geschäftsführer der Baltic FS.

Als Beispiele führte Schönfeldt Tätigkeiten für die Baustelleneinrichtung, die Baustellenbewachung, das Errichten und Betreiben von Unterkünften für die am Bau der Querung tätigen Arbeiter an. Auch Entsorgung und Recycling sind große Bereiche, mit denen Baltic FS ein verantwortliches und nachhaltiges Wirtschaften auf der großen und über mehrere Jahre bestehenden Baustelle unterstützen könne. Das Interesse an diesem Firmen-Zusammenschluss ist groß. Sechs weitere Unternehmen wollen mitarbeiten, darunter auch Betriebe auf Fehmarn.

„Das BeltTrade-Seminarprogramm unterstützt deutsche und dänische Unternehmen in der Region dabei, sich gezielt auf diese zukünftigen Anforderungen und Herausforderungen während der Vergabephase von Aufträgen im Zuge des Baus der Festen Fehmarnbelt-Querung vorzubereiten“, betonte Lars Wewstädt, ‚BeltTrade‘-Projektmanager bei der Wirtschaftsförderung LÜBECK GmbH. In den halbtägigen, abwechselnd auf deutscher und dänischer Seite des Fehmarnbelts angebotenen Seminaren, erhalten die Teilnehmer wertvolle Informationen zu den wichtigen Themenfeldern „Promotion, Qualitätsmanagement, Ausschreibungsprozesse, Projektmanagement und Aufbau grenzüberschreitender Joint-Ventures“. Wewstädt: „Deutsche und dänische Unternehmen vernetzen sich während der Seminarreihe und tauschen sich gezielt aus, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren.“

Ziel des „BeltTrade“-Projektes ist es, die Unternehmen nicht nur kurzfristig auf den Bau der Querung vorbereiten, sondern schon jetzt Impulse für die langfristige Zusammenarbeit in der Fehmarnbelt-Region geben, sagte Rüdiger Schacht von der IHK. „Wir sind der Überzeugung, dass sich die deutsch-dänische Region zwischen den Metropolregionen Hamburg und Öresund mit ihren spezifischen Stärken positionieren muss. Dann kann sie aktiv dafür sorgen, dass sie nicht zur ‚Durchfahrts-Region‘ wird, sondern von der Querung profitiert.“ Um die wirtschaftlichen Stärken der Region genau zu identifizieren, bereiten die Projektpartner zurzeit die erste grenzüberschreitende Clusteranalyse in der Fehmarnbelt-Region vor.

Eine Erfahrung aus der Region Flensburg-Süddänemark ist, dass es zunächst relativ lange dauert, das notwendige Vertrauen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit aufzubauen. „Chancen gibt es beispielsweise in Bezug auf den Technologietransfer- und Wissensaustausch gerade bei Unternehmen im Wettbewerb“, so Schacht. „Umso mehr erkennen wir die Notwendigkeit, frühzeitig mit der Netzwerkbildung zu beginnen, obwohl die Eröffnung der Querung erst für 2020 geplant ist.“

Mehr Neuigkeiten finden Sie im Newsroom der IHK zu Lübeck: www.ihk-schleswig-holstein.de/newsroom-ihkluebeck.

Quelle:
Industrie- und Handelskammer zu Lübeck
www.ihk-schleswig-holstein.de

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