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Hiller-Ohm: Soziale Ungleichheit schwächt Wirtschaftskraft

06. Dezember 2011 (HL-Red-RB) Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm übermittelte folgenden Beitrag: "ECD-Studie zur Einkommensungleichheit bestätigt SPD-Politik: Zur gestern vorgestellten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), in der Einkommensungleichheiten der 34 Mitgliedsländer untersucht wurden, erklärt die Lübecker Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der AG Verteilungsgerechtigkeit der SPD-Bundestagsfraktion Gabriele Hiller-Ohm:

„Die OECD-Studie zeigt einmal mehr, dass die soziale Schere in Deutschland weiter auseinander klafft. Wir nähern uns amerikanischen Verhältnissen. Das liegt vor allem an der immer größer werdenden Einkommenskluft zwischen Arm und Reich. Verantwortlich dafür sind niedrige Löhne sowie die Zunahme prekärer Beschäftigung wie Teilzeitarbeit, Minijobs und befristete Verträge. Davon sind junge Menschen und Frauen besonders betroffen.“

Laut der OECD-Studie verdienten die obersten zehn Prozent der deutschen Einkommensbezieher im Jahr 2008 durchschnittlich 57.300 Euro netto und damit rund achtmal so viel wie die untersten zehn Prozent, die im Schnitt lediglich auf 7.400 Euro kamen. Demnach ist die Einkommensungleichheit in Deutschland stärker gewachsen als in den meisten anderen OECD-Ländern.

„Vor allem Frauen haben zwar vermehrt einen leichteren Arbeitsmarktzugang erhalten, jedoch überwiegend in schlecht bezahlte und unzureichend sozial abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse. Wegen fehlender Kinderbetreuungsmöglichkeiten bleiben sie oft in schlecht entlohnten Teilzeit- oder Minijobs kleben. Der Sprung in reguläre Vollzeit-Jobs mit größeren Einkommens- und Karrierechancen scheitert oft. Darüber hinaus werden Frauen auch bei gleicher und gleichwertiger Tätigkeit nach wie vor im Durchschnitt mit wesentlich weniger Gehalt abgespeist als Männer. Insbesondere Alleinerziehende trifft das hart.“

„Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wollen dem mit einer ausgewogenen Verteilungs- und Umverteilungspolitik im Arbeits-, Steuer- und Sozialbereich begegnen. Das empfiehlt übrigens auch die OECD, die damit die SPD-Politik bestätigt. Zudem weist die OECD darauf hin, dass zunehmende Ungleichheit die Wirtschaftskraft schwächt. Das wird häufig ignoriert. Wir brauchen also in Deutschland dringend einen flächendeckenden Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro, eine Begrenzung von prekärer Beschäftigung, mehr Kinderbetreuungsangebote anstatt ‚Herdprämien‘ sowie einen höheren Spitzensteuersatz und stärkere Abgaben auf Besitz, Erbschaften und Vermögen“, so Hiller-Ohm abschließend."

Gabriele Hiller-Ohm, MdB | SPD-Bundestagsfraktion
www.hiller-ohm.de

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