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Wirtschaftsjunioren: Fachkonferenz zu Chancen fester Querung

08. Oktober 2011 (HL-Red-RB) Deutsche und dänische Wirtschaftsjunioren wollen die gemeinsame Zukunft am Fehmarnbelt mitgestalten: Der geplante Bau der festen Fehmarnbelt-Querung hat bereits ein Jahrzehnt vor der Eröffnung des Bauwerkes eine Vielfalt von Aktivitäten in der Wirtschaft, der Politik und auch der Kultur hervorgerufen. „Entscheidend für den Erfolg aller Projekte sind enge Verbindungen und Freundschaften zwischen den Menschen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts“, sagte Johannes Kalläne, Pastpresident und Dänemark-Beauftragter der Wirtschaftsjunioren Ostholstein der IHK zu Lübeck. Seit mehr als drei Jahren organisiert er regelmäßige Treffen mit den Wirtschaftsjunioren der dänischen JCI Guldborgsund. Jetzt trafen sich Deutsche und Dänen zu einer Tagung und einem gemeinsamen Nachmittag im HANSA-PARK in Sierksdorf an der Ostsee.

„Wie schon in den vergangenen Jahren waren unsere Partner und Kinder dabei“, so Kalläne. „Noch sind diese familiären Veranstaltungen etwas Besonderes, aber diese enge freundschaftliche Beziehung sollte Nachahmer finden, damit Deutsche und Dänen in der Fehmarnbelt-Region mehr Gemeinsamkeiten entfalten und eine gemeinsame Identität entwickeln“, sagte Kalläne vor fast 30 Teilnehmern der Konferenz, unter ihnen auch Mitglieder der Wirtschaftsjunioren Lübeck, die sich ebenfalls für mehr Kooperationen im Ostseeraum engagieren.

In der Tagung befassten sich die Wirtschaftsjunioren aus Deutschland und Dänemark mit der Frage, wie die Region von den Impulsen der Belt-Querung profitieren kann. „Wir wollen auf keinen Fall Transitland für Gütertransporte werden, sondern wollen Wertschöpfung in die Region holen“, betonte Sandra Stötzner, Vorstandssprecherin der Wirtschaftsjunioren Ostholstein. Am Beispiel des Positionspapiers „Wirtschaftsachse A1“ der IHK zu Lübeck und der Handelskammer Hamburg diskutierten die Wirtschaftsjunioren über die Möglichkeiten zur Ausweisung und überregionalen Vermarktung von Gewerbegebieten entlang der Achse Hamburg-Lübeck-Puttgarden. Britta Alsgren, Projektleiterin der JCI Guldborgsund, lobte die Vorbereitungen auf deutscher Seite und sagte, auch in Dänemark gebe es bereits intensive Bestrebungen, die Lolland und Seeland nachhaltig zu stärken.

Über die Chancen und Herausforderungen für die Unternehmen informierte Christoph Andreas Leicht. Der Geschäftsführende Gesellschafter des HANSA-PARK und Präses der IHK zu Lübeck schilderte die Aktivitäten seines Familien- und Freizeitparks. „Die Belt-Querung kommt als Geschenk der Dänen auf uns zu. Wir stellen uns auf die Effekte der neuen Verbindung ein, denn diese kann Vorteile für uns bringen“, so Leicht. Nach seinen Berechnungen fahren Tagesausflügler bis zu zweieinhalb Stunden, um den HANSA-PARK in Sierksdorf zu besuchen. In diesem Radius leben sieben Millionen Menschen. Im vergangenen Jahr zählte der Freizeitpark rund 1,3 Millionen Besucher. „Dieses Potenzial können wir durch die Verkürzung der Fahrzeit über den Fehmarnbelt um bis zu 30 Prozent erhöhen.“

Das sei allerdings kein Automatismus. Der HANSA-PARK müsse sich wie alle anderen Unternehmen in der Region langfristig auf die Entwicklung vorbereiten. „Wir müssen aktiv sein, investieren, und mehrsprachig aufstellen“, sagte Leicht. Er ist vom Erfolg des Bauwerkes überzeugt. „Sobald Deutschland und Dänemark am Fehmarnbelt zusammengewachsen sind, will niemand mehr die Querung missen. Es gibt genügend Bauwerke, bei denen es ähnlich war wie zum Beispiel dem Elbtunnel in Hamburg.“

Die Wirtschaftsjunioren rief er auf, die Zukunft mitzugestalten. „Das wirtschaftliche Schwungrad Europas dreht sich im Zuge der Eurokrise immer stärker hier im Norden. Für Investoren sind die skandinavischen Staaten mit ihren geringen Staatsverschuldungen und ihren funktionierenden Volkswirtschaften interessant“, betonte der HANSA-PARK-Inhaber. Der gesamte Ostseeraum prosperiere, dazu trage auch das an Rohstoffen reiche Russland bei. „In diesem Wirtschaftsraum leben 147 Millionen Menschen, das ist ein Riesenmarkt mit einem großen Potenzial“, so Leicht.

Nach der Konferenz gingen die Wirtschaftsjunioren gemeinsam mit ihren Partnern und Kindern in den HANSA-PARK. „Ich freue mich, dass so viele Partner und Kinder mitgekommen sind. Diese persönlichen Beziehungen werden die Freundschaft zwischen deutschen und dänischen Wirtschaftsjunioren weiter festigen.“



BU: HANSA-PARK-Geschäftsführer Christoph Andreas Leicht (vorn, rechts) begrüßte Wirtschaftsjunioren aus Deutschland und Dänemark zur Fachtagung in seinem Freizeitpark.



Quelle inkl. Foto:
Industrie- und Handelskammer zu Lübeck
www.ihk-schleswig-holstein.de

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