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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: September 2011

29. September 2011 (HL-Red-RB) • Deutlich mehr Stellenangebote im Vorjahresvergleich: + 4.600
• Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst weiterhin • „Im Vergleich 2008 zu 2011 - vor und nach der Wirtschaftskrise - sind in
Schleswig-Holstein 28.500 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Das entspricht der Einwohnerzahl der Stadt Rendsburg.“(Jürgen Goecke)
• Die aktuelle Arbeitslosenzahl liegt bei 96.100; 2.700 Arbeitslose weniger als im September 2010
• Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem September seit 16 Jahren:

„Die insgesamt positive Entwicklung des Arbeitsmarkts spiegelt sich besonders in den
48.400 sozialversicherungspflichtigen Stellen wieder, die den gemeinsamen Arbeitgeberservice-
Teams* der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Schleswig-Holstein seit Jahresbeginn
gemeldet wurden. Das sind 4.600 oder +10,6 Prozent Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum“,
sagte Jürgen Goecke, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für
Arbeit, heute (29. September 2011) in Kiel. „Zuletzt gab es bei uns vor der Finanz- und
Wirtschaftskrise - im September 2007 - mit 48.000 gemeldeten Stellen eine ähnliche
starke Nachfrage.“
Goecke betonte, dass besonders der Vergleich mit dem Krisenjahr 2009 die positive
Entwicklung bei den Stellenmeldungen dokumentiere. „Mit einem Plus von 12.800 liegen
wir in Schleswig-Holstein deutlich über dem Niveau, auf dem wir uns während der Krise im
Jahr 2009 befanden. Damals wurden uns im gleichen Zeitraum nur 35.600 sozialversicherungspflichtige
Arbeitsstellen gemeldet.“
Erfreulich sei auch die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
16.600 zusätzliche Jobs - es liegen die Juli-Daten vor - sind innerhalb eines Jahres
entstanden. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg von 824.000 auf
840.600. Zwar liege im Vorjahresvergleich der Anstieg mit 2,0 Prozent unter dem
Durchschnitt aller westdeutschen Bundesländer von 2,6 Prozent, der langfristige Trend
zeige aber, dass Schleswig-Holstein auf dem richtigen Weg sei.
„Denn im Vergleich 2008 zu 2011 - vor und nach der Wirtschaftskrise - sind in Schleswig-
Holstein 28.500 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden. Das entspricht der Einwohnerzahl
der Stadt Rendsburg“, so Goecke. Lege man den genannten Zeitraum zu Grunde, sei dies
eine Steigerung um 3,5 Prozent. „Damit liegen wir über dem Durchschnitt der
westdeutschen Bundesländer, die im Rahmen dieses Vergleichs ‚nur‘ einen Zuwachs von
3,3 Prozent verzeichnen konnten.“
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Zusätzliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sind im Vorjahresvergleich
vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.700), im Bereich der wirtschaftlichen
Dienstleistungen (+4.300) sowie im Handel (+4.000) entstanden. Lediglich bei den
Dienstleistungen für private Haushalte (-800) und in der öffentlichen Verwaltung (-600)
gingen Arbeitsplätze im nennenswerten Umfang verloren.
Das Plus bei den offenen Stellen und die gestiegene Zahl sozialversicherungspflichtiger
Beschäftigter sei natürlich mitverantwortlich für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, so
Goecke.
„Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vorjahresvergleich um 2.700 oder 2,7 Prozent zurück
gegangen. Mit 96.100 liegt sie auf dem niedrigsten Stand in einem September seit 16
Jahren. Auch gegenüber dem Vormonat August ist sie gesunken: um 4.500.“ Er gehe
davon aus, dass sich die Zahl der Arbeitslosen auch im Oktober weiter reduzieren werde.
„Ich nehme an, dass wir im kommenden Monat die 95.000 unterschreiten.“
Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt mit einem Wert von 6,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte
unter dem Vorjahreswert von 6,9 Prozent.
Insbesondere jüngere Arbeitslose konnten von der aktuellen Entwicklung am Arbeitsmarkt
profitieren. Ihre Zahl ging im Vergleich zum Vorjahr um 700 oder 6,0 Prozent zurück.
„Gegenüber dem Vormonat August verzeichnen wir“ - so Goecke weiter - „sogar ein Minus
von 1.300 oder 11,1 Prozent.“ Allerdings sei dieser Rückgang bei den Unter-25-Jährigen
zum Sommerende normal. „Viele beginnen eine Ausbildung, besuchen weiterführende
Schulen oder finden nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung eine Anschlussbeschäftigung.“
Die Situation der älteren Arbeitslosen über 50 habe sich demgegenüber nicht verbessert.
„Zwar ist ihre Zahl im Vergleich zum Vormonat August um 700 oder 2,6 Prozent zurückgegangen,
im Vorjahresvergleich müssen wir allerdings eine Zunahme von 1.200 oder 4,6
Prozent melden. Angesichts der demografischen Entwicklung und der bereits bestehenden
Fachkräfteengpässe in einzelnen Branchen kann ich die Arbeitgeber nur auffordern:
Nutzen Sie die auch die Potentiale dieser Altersgruppe. Geben Sie älteren Arbeitslosen
eine Chance“, so Goecke.
Kurz-Info: Entwicklung in den Kreisen und Städten
Die günstigste Entwicklung unter den Kreisen verzeichnet Stormarn mit einer Arbeitslosenquote
von 4,0 Prozent. Die höchste Arbeitslosenquote unter den Kreisen hat Schleswig-
Flensburg mit 8,0 Prozent. Unter den Städten hat Neumünster mit 10,4 Prozent die
niedrigste und Flensburg mit 11,3 Prozent die höchste Arbeitslosenquote.

Weitere Info über Übersichten und Grafiken
www.arbeitsagentur.de .

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord

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