Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Ausbildung&Arbeit für Jugendliche: Netzwerkarbeit unverzichtbar

28. September 2011 (HL-Red-RB) Ministerpräsident Peter Harry Carstensen besucht die Arbeitsagentur Heide - Gemeinsam mit Repräsentanten der Kreise Dithmarschen und Steinburg sowie Vertretern der Arbeitsagentur und des Jobcenters erörtert er die regionale Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation: Ministerpräsident Peter Harry Carstensen hat heute (28.09.2011) die Arbeitsagentur Heide besucht. Im Zentrum seines Besuches stand der Austausch über die aktuelle Lage am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg. Besonders die Situation der Jugendlichen - ihre Chancen, Probleme und Perspektiven - wurden unter dem Thema ‚Startchancen für Jugendliche durch Netzwerkarbeit‘ ausgiebig erörtert.

Ministerpräsident Carstensen stimmt mit seinen Gesprächspartnern - Dithmarschens Kreistags­präsident Karsten Peters, Dr. Dr. Jens Kullik, Landrat des Kreises Steinburg, Jürgen Goecke, Chef der Regional­direktion Nord der Bundesagentur für Arbeit, und Petra Eylander, Leiterin der Arbeitsagentur Heide - darin überein, dass alle Kräfte gebündelt werden müssen, damit jeder arbeitslose Jugendliche eine Einstiegsmöglichkeit erhalte.

Er betonte, dass die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit eine der zentralen Herausforderungen in Schleswig-Holstein sei. "Eine positive gesellschaftliche Entwicklung ist nur dann möglich, wenn junge Menschen ausreichend Chancen bekommen, gemäß ihren Fähigkeiten gefördert und ausgebildet zu werden. Mit dem Zukunftsprogramm Arbeit setzen wir einen Schwerpunkt darauf, die Jugendarbeitslosigkeit zu reduzieren“.

Die Landesregierung will mit dem „Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt“ erreichen, dass die Jugendlichen bereits in der Schule noch besser auf Ausbildung und Beruf vorbereitete werden. Dafür investieren das Land, die Europäische Union und regionale Träger bis zum Jahr 2013 rund 55 Millionen Euro.

Kreispräsident Karsten Peters schloss sich dem an und unterstrich: „Es ist ein klares Signal für die Zukunft unserer Gemüseanbauer, wenn sich der Ministerpräsident eines Landes persönlich für den Absatz des Dithmarscher Kohls einsetzt; denn er weiß, was da drin steckt. Wenn sich der Ministerpräsident darüber hinaus vor Ort im Gespräch mit Experten ein Bild über die aktuelle Lage am Arbeitsmarkt macht, dann ist das für die jugendlichen Arbeitslosen eine Motivation, ihre Potentiale auszuschöpfen; denn sie werden nicht allein gelassen.“

Dem stimmte Petra Eylander, Leiterin der Arbeitsagentur Heide, ausdrücklich zu und ergänzte: „Es ist wichtig für alle Arbeitsmarktpartner, dass sie primär die Potentiale und nicht die Defizite der Jugendlichen sehen. So haben zum Beispiel im Kreis Dithmarschen 75 Prozent der arbeitslosen Jugendlichen keinen Ausbildungsabschluss, doch sie besitzen - und das möchte ich hervorheben - einen Schulabschluss. Damit erfüllen sie eine zentrale Voraussetzung, um doch noch zu einem Berufsabschluss zu kommen. Dieses Potential gilt es zu erkennen und zu nutzen.“

Landrat Dr. Jens Kullik erörterte, dass der Kreis Steinburg den sich schon abzeichnenden Fachkräftemangel offensiv und ‚von allen Seiten‘ angehe. „Unser Regionales Übergangsmanagement (RÜM) für junge Menschen mit Startschwierigkeiten oder das Projekt ‚Steinburger Talente‘ gehen in diese Richtung. Die Arbeitsagentur und unser Jobcenter sind bei der Gestaltung des demografischen Wandels wichtige und zuverlässige Partner vor Ort."

Jürgen Goecke, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, stellt zum Abschluss des Besuchsprogramms fest. „Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Carstensen, wir begrüßen es, dass Sie sich zum wiederholten Male - nun in Heide - die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort anschauen. Besonders Jugendliche mit Handicaps sind auf die Beratung, Förderung und Vermittlung durch die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen und Jobcenter angewiesen. Ich möchte Ihren Besuch nutzen, um ein weiteres Mal daran zu erinnern, dass die Nachwuchssicherung - nicht nur in Schleswig-Holstein - das zentrale arbeitsmarktpolitische Thema ist. Wir müssen alle Schülerinnen und Schüler ermutigen, ihre Talente und Chancen zu erkennen und zu nutzen. Darüber hinaus sind ebenso die Personalverantwortlichen gefordert, auch Jugendlichen mit nicht so guten Noten einen Weg in die Berufswelt zu eröffnen. Über 10.000 Arbeitslosen unter 25 Jahre (August 2011) stellen ein Potential dar, dass Schleswig-Holstein angesichts des demografischen Wandels nutzen muss. Das kann nur im Schulterschluss und durch die Netzwerkarbeit aller Arbeitsmarktpartner gelingen.“


Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord
www.arbeitsagentur.de



Impressum