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Agentur für Arbeit Lübeck

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MdB Hiller-Ohm fordert Lohngerechtigkeit in der Leiharbeit

21. September 2011 (HL-Red-RB) DEKRA-Report zeigt kaum Tendenz zur freiwilligen Lohnangleichung:
Am Dienstagabend hat die DEKRA-Akademie einen Report zur Leiharbeit in Deutschland vorgestellt. Viele Unternehmen zeigen demnach nur eine geringe Bereitschaft zur freiwilligen Lohnangleichung. Das betrifft insbesondere die Gruppe der Hilfsarbeiterinnen und Hilfsarbeiter. Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD) fordert gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit und einen Mindestlohn gesetzlich zu regeln:

„Zu viele Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sind Beschäftigte zweiter Klasse. Für gleiche oder gleichwertige Arbeit bekommen sie nicht den gleichen Lohn. Das entwertet die Arbeitskraft und entwürdigt die Beschäftigten. Laut DEKRA wollen nicht einmal 20 Prozent der befragten Betriebe einem Hilfsarbeiter genauso viel Lohn wie dem Stammpersonal zubilligen. Selbst bei Fachpersonal oder Hochschulabsolventen liegt die Bereitschaft der Firmen gleichen Lohn zu zahlen nur zwischen 42 und 55 Prozent. Diese Zahlen zeigen: Wir brauchen eine gesetzliche Lohngerechtigkeit für die Leiharbeit.“

Der DEKRA-Report zeigt, dass viele Firmen im Falle eines gleichen Lohns für gleichwertige Arbeit bei der Leiharbeit zum Umdenken gebracht würden. Rund ein Viertel der befragten Unternehmen würde Leiharbeiter schneller in die Stammbelegschaft übernehmen wollen und etwa ein Drittel generell weniger Leiharbeiter beschäftigen. „Leiharbeit hat den eigentlichen Sinn, dass Unternehmen Auftragsspitzen personell gut abdecken können. In den letzten Jahren wird die Leiharbeit aber dazu missbraucht, die Lohnkosten zu drücken. Immer häufiger werden Stammbelegschaften durch billige Leiharbeiter ausgetauscht“, so Hiller-Ohm.

Besonders kritisiert die SPD-Politikerin das Verhalten der Bundesregierung. Diese bleibe nicht nur beim Gleichbehandlungsgrundsatz für Leiharbeiter tatenlos, sondern auch beim versprochenen Mindestlohn für die Leiharbeitsbranche. „Ministerin von der Leyen hatte im April 2011 den Mindestlohn für Leiharbeiter zum 1. Mai fest versprochen. Tatsächlich gibt es diesen Mindestlohn noch immer nicht. Und aller Voraussicht nach wird er auch in diesem Jahr nicht mehr kommen. Frau von der Leyen darf den Mindestlohn nicht weiter verschleppen“, fordert Hiller-Ohm.

Bereits im Februar 2011 hatten die norddeutschen SPD-Bundestagsabgeordneten unter Federführung Hiller-Ohms zusammen mit dem DGB Nord ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet, das klare Forderungen an die Politik formuliert. „Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch, die Bundesregierung braucht nur zugreifen, um Missbrauch in der Leiharbeit zu verhindern“, erklärt Hiller-Ohm.

Quelle:
Gabriele Hiller-Ohm, MdB | SPD-Bundestagsfraktion
Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales
Mitglied im Ausschuss für Tourismus
www.hiller-ohm.de







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