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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: August 2011

31. August 2011 (HL-Red-RB) • Deutlich mehr Stellenangebote im Vorjahresvergleich: + 4.000 • Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst weiterhin: 15.900 zusätzliche Arbeitsplätze im Vorjahresvergleich • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber Vormonat Juli um 2.400 • Aktuelle Arbeitslosenzahl: 100.600 Arbeitslose; 4.600 weniger als im August 2010 • Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem August seit 16 Jahren • Ausbildungsmarkt: „Es gibt noch zahlreiche Chancen. Eine Ausbildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.“ (Jürgen Goecke).


„Die insgesamt positive Entwicklung des Arbeitsmarkts spiegelt sich besonders in den
43.200 sozialversicherungspflichtigen Stellen wieder, die den gemeinsamen Arbeitgeberservice-
Teams* der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Schleswig-Holstein seit Jahresbeginn
gemeldet wurden. Das sind 4.000 oder 10,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum“,
sagte Jürgen Goecke, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit,
heute (31. August 2011) in Kiel.
„Nachdem krisenbedingt in den letzten beiden Jahren die jeweilige Anzahl der gemeldeten
Stellen deutlich unter dem aktuellen Wert lagen - August 2009: 31.900/ August 2010:
39.100 - haben wir nun wieder das Niveau von vor der Wirtschaftskrise erreicht (August
2008: 44.200).“
Auch ein Blick auf die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zeige, dass sich
die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fortsetze. „So stieg die Zahl der Beschäftigten
- es liegen die Juni-Werte vor - innerhalb eines Jahres um 15.900: von
824.500 auf 840.400.“
Zusätzliche sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse sind vor allem bei
den wirtschaftlichen Dienstleistungen (+5.200), im Gesundheits- und Sozialwesen (+4.600)
sowie im Handel (+3.400) entstanden. Lediglich bei den Dienstleistungen für private
Haushalte (-1.000) und im Bereich der öffentlichen Verwaltung (-700) gingen Arbeitsplätze
im nennenswerten Umfang verloren.
Der Anstieg von 1,9 Prozent bewege sich allerdings deutlich unter dem westdeutschen
Schnitt von 2,6 Prozent. Bei der Einordnung dieser unterdurchschnittlichen Entwicklung -
so Goecke - dürfe allerdings nicht vergessen werden, dass die Auswirkungen der
Wirtschaftskrise in Schleswig-Holstein erheblich schwächer als in anderen Bundesländern
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gewesen seien. „Deshalb sind auch die aktuellen Wachstumsquoten geringer. Legt man
den 3-Jahres-Vergleich zwischen Juni 2008 und Juni 2011 zu Grunde - vor der Krise,
nach der Krise - steht Schleswig-Holstein mit einer Steigerung von 3,4 Prozent oder
27.400 zusätzlichen Arbeitsplätzen sehr gut da.“
Das Plus bei den offenen Stellen und die gestiegene Zahl sozialversicherungspflichtiger
Beschäftigter gegenüber dem Vorjahr sei natürlich mitverantwortlich für die Entwicklung
der Arbeitslosigkeit.
„Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vorjahresvergleich um 4.600 oder 4,4 Prozent zurück
gegangen. Mit 100.600 liegt sie auf dem niedrigsten Stand in einem August seit 16 Jahren.
Auch gegenüber dem Vormonat Juli ist sie gesunken: um 2.400“, erläutert Goecke. Daher
sei er sich sicher, dass auch im September die Arbeitslosigkeit deutlich zurückgehen
werde. „Wir werden im September deutlich weniger als 100.000 Arbeitslose haben“, so
Goecke.
Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt mit einem Wert von 7,0 Prozent um 0,4 Prozentpunkte
unter dem Vorjahreswert von 7,4 Prozent.
Von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt konnten vor allem Arbeitslose mit einem
Ausbildungs- oder Hochschulabschluss profitieren. „Im Vorjahresvergleich ist ihre Zahl
überproportional zurückgegangen. Aktuell sind 4.400 Akademikerinnen und Akademiker in
Schleswig-Holstein arbeitslos. Das sind 350 oder 7,4 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Bei den Arbeitslosen mit einem Ausbildungsabschluss sank die Arbeitslosigkeit um 3.700
oder 7,3 Prozent auf 47.300. Die Zahl der Arbeitslosen ohne Berufsausbildung stagnierte
dem gegenüber bei 45.500.“
Umso wichtiger sei es - mit Blick auf den Lehrstellenmarkt - jede Chance für eine
Berufsausbildung zu nutzen. „Derzeit haben wir noch 2.400 unbesetzte Ausbildungsstellen
im Angebot. Das sind 300 mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Insbesondere
im Verkauf, in der Gastronomie aber auch in Berufen wie Elektriker, Fleischer sowie
Bäcker und Konditor gibt es freie Stellen. Ich rate daher den jungen Menschen, die noch
auf der Suche sind, auch diese Alternativen im Blick zu haben, denn eine Ausbildung ist
noch immer der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit!“
An die Arbeitgeber gewandt bat Goecke, auch schwächeren Bewerbern eine Chance zu
geben. „Wir haben derzeit in der Berufsberatung noch 2.700 gemeldete unversorgte Jugendliche.
Ich bitte Sie, auch Jugendlichen, die keine Traumnoten vorweisen können, eine
Chance zu geben. Mit ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) können wir sie unterstützen.
Der regionale Arbeitgeberservice hilft Ihnen gerne weiter.“*
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Kurz-Info: Entwicklung in den Kreisen und Städten
Die günstigste Entwicklung unter den Kreisen verzeichnet Stormarn mit einer Arbeitslosenquote
von 4,1 Prozent. Die höchste Arbeitslosenquote unter den Kreisen hat Schleswig-
Flensburg mit 8,3 Prozent. Unter den Städten hat Neumünster mit 10,9 Prozent die
niedrigste und Flensburg mit 11,7 Prozent die höchste Arbeitslosenquote.
*Beim Arbeitgeberservice der regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter können freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze unter
der bundesweiten Service-Nummer für Arbeitgeber - 01801-66 44 66 - gemeldet werden. Er hilft Arbeitgebern auch bei Fragen
zu Fördermöglichkeiten weiter. Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min.

www.arbeitsagentur.de

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord

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