Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

BfL-Fraktionschef Mildner: Rückzug aus der Kommunalpolitik

26. August 2011 (HL-Red-RB) Die Fraktion der Bürger für Lübeck (BfL) teilte mit: "Dr. Raimund Mildner zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück. Der Fraktionsvorsitzende der Bürger für Lübeck in der Lübecker Bürgerschaft gibt seine politischen Ehrenämter aus beruflichen und persönlichen Gründen auf. Seinen Rückzug begründet Mildner, der im Hauptberuf Geschäftsführer des Technikzentrums Lübeck ist, mit der persönlichen Überlastung durch die Vielzahl seiner beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten: „Über nunmehr drei Jahre Bürgerschaftsarbeit konnte ich mit einiger Mühe den Spagat zwischen meinen vielfältigen beruflichen Aufgaben, einem Rest an Privatsphäre und den diversen Anforderungen der Kommunalpolitik einigermaßen in der Balance halten. Auf Dauer kann ich aber so keiner dieser Lebenswelten völlig gerecht werden. Deshalb werde ich mich zukünftig auf meine beruflichen Aufgaben konzentrieren. Meine kommunalpolitischen Positionen und Gestaltungsvorschläge zur Zukunft unserer Stadt sehe ich bei meinen engagierten Fraktions- und Wählergemeinschaftskollegen und -freunden gut aufgehoben.“

In einer persönlichen Erklärung zu seinem Rückzug schreibt er weiter:

„Kommunalpolitisches Engagement und insbesondere ein Bürgerschaftsmandat benötigen viel Zeit für Kommunikation: in der eigenen politischen Vereinigung, in den städtischen Gremien und vor allem gegenüber den Bürgern in der städtischen Öffentlichkeit. Gelassenheit und ein ‚dickes Fell‘ sind regelmäßig gefragt: in kleinen bis durchaus kleinkarierten und größeren, wirklich wichtigen Auseinandersetzungen mit politischen Gegnern und Freundlich-Andersmeinenden im eigenen Umfeld. Das kostet neben Zeit auch Kraft, die zugleich auch auf anderen ‚Baustellen‘ insbesondere des Berufslebens gebraucht wird.

Dies gilt umso mehr, wenn es sich wie in meinem Fall um reale Baustellen des Technikzentrums Lübeck (TZL) handelt. Das TZL wächst gerade in diesen Monaten rasant, was viele Lübecker möglicherweise auch über die Presse verfolgt haben werden: Im Hochschulstadtteil entstehen in den nächsten zwei Jahren vier weitere TZL-Multifunktionscenter-Gebäude für insgesamt rund 20 Millionen Euro, um deren Entstehung und Vermarktung zum Wohle des Wirtschaftsstandorts Lübeck ich mich hauptberuflich zu kümmern habe. Hier wird es neue, innovative Firmennutzungen im Umfeld der Lübecker Hochschulen geben, die sich mit Technologie-Transfer-Projekten ergänzen werden. Mittelfristig harren zwei weitere Baufelder der Beplanung. Hinzu kommt für mich die Grundlast der Betreuung von zehn TZL-Bestandgebäuden und der dort tätigen Unternehmen, Projekte und Ausgründungen.
Vor diesem Hintergrund bitte ich meine politischen Freunde und die Lübecker Öffentlichkeit um Verständnis dafür, dass die beim TZL nunmehr erwachsene berufliche Mehrlast mir keinen Freiraum mehr für verantwortungsvoll-engagierte kommunalpolitische Gremienarbeit lässt. Hier weiterzumachen wäre nicht zuletzt auch meiner eigenen Gesundheit gegenüber unverantwortlich. Ich wünsche meinem Nachfolger in der Fraktion, meinen Mitstreitern in Fraktion und BfL sowie den Kollegen/Innen Bürgerschaftsmitglieder eine glückliche Hand bei der weiteren kommunalpolitischen Gestaltung der Lübecker Geschicke. Ich werde an beruflicher Stelle beim TZL meinen bestmöglichen Beitrag dazu leisten.“

Mildner bleibt BfL-Mitglied und steht der unabhängigen Wählervereinigung weiterhin mit Rat und Tat im Rahmen seiner Beschränkungen zur Verfügung. Um etwaigen böswilligen Unterstellungen zuvor zu kommen, betonen Mildner und die Vorstands- sowie Fraktionsmitglieder der BfL, dass keinerlei persönliche oder inhaltliche Konflikte vorliegen noch ein irgendwie gearteter Zusammenhang betreffend die Bürgermeisterkandidatenauswahl besteht – hier ist seit Monaten klar, dass Mildner nicht zur Verfügung steht. Auch die Nachfolge im Fraktionsvorstand ist höchst einvernehmlich geregelt und mit der einstimmigen Wahl von Oliver Dedow bestätigt worden.

Autor: Dr. Raimund Mildner."

Impressum