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BUNT hält Runden Tisch für Alibiveranstaltung

23. August 2011 (HL-Red-RB) Lübecker BUNT Unabhängige und überparteiliche Bürgervereinigung Lübeck übermittelte folgenden Beitrag: "Hildegund Stamm (Foto): Radwegezustand der Hansestadt verschlechtert sich weiter – Selbstbeschäftigung in Verwaltung und Politik verhindert das Vorankommen. „Der Runde Tisch Fahrradverkehr ist eine reine Alibiveranstaltung und nützt dem Radwegeausbau überhaupt nichts“, kritisiert die Wählervereinigung „Lübecker BUNT“ den Umgang der Bauverwaltung mit den desolaten Radwegen der Hansestadt. „Er zieht keinerlei Fortschritte in der Sanierung oder gar den Ausbau unseres Radwegenetzes nach sich und soll das auch offenbar nicht“, kristisiert BUNT-Bürgerschaftsmitglied Dr. Hildegund Stamm die regelmäßige Zusammenkunft von Radexperten in der Bauverwaltung.

„Während wir in großer Kopfzahl mit vielen engagierten Leuten uns um den Runden Tisch versammeln und viel Zeit in Ihre Vorschläge, Konzepte, Papiere und Pläne stecken, verfällt das reale Radwegenetz weiter und es gelingt Ihnen nicht, diesen Verfall zu stoppen, geschweige denn einen Ausbau zu realisieren“, schrieb Stamm jetzt an den Bausenator und dessen Fahrradbeauftragten. „Seit Gründung des Runden Tisches können wir nicht feststellen, dass der kümmerliche und jeder verantwortlichen Umweltpolitik spottende Radwegezustand unserer Hansestadt in irgendeiner Weise abgemildert worden wäre. Und dabei hätte Lübeck von der Topografie, der geringen Bebauungsverdichtung und dem hohen Anteil der Radfahrenden Bevölkerung, ideale Voraussetzungen für eine Fahrrad-Modellstadt des Nordens. Dies wäre zudem ein glaubwürdiges und konkretes Signet für die Hansestadt - anders als die von uns als lächerliche empfundenen Bezeichnungen wie „Wohlfühlhauptstadt“ oder „Sportstadt Lübeck“ (auch für den Radsport?).

Stamm kritisiert den Zustand der wichtigen Radverbindungen in der Hansestadt, die von besonders vielen Bürgern und Gäste benutzt werden und stellt der Bauverwaltung folgende Fragen.

1. Wann beginnt endlich die Abmarkierung und Einrichtung des Radstreifens auf der Kanalstraße? Der Baubeginn war vor einigen Wochen öffentlich angekündigt worden und ist bis jetzt nicht realisiert.

2. Wann wird der katastrophal schlechte Radweg Kücknitz - Ivendorf entlang der Travemünde Landstraße instandgesetzt, verbreitet oder aufgehoben? Diesen schmalen Teerstreifen teilen sich derzeit Fußgänger - darunter viele mit Hunden an der Leine - und Radfahrer im Gegenverkehr, was ausgesprochen gefährlich ist. Die zahlreichen Wurzelaufbrüche und Frostlöcher lassen keinen erträglichen und zügigen Radverkehr zu. Diesen Radweg könnte man ohne größeren Aufwand mit einer neuen und wesentlich breiteren Teerdecke versehen. Eine Mittelmarkierung könnte dann für einen halbwegs akzeptablen Verkehrsablauf sorgen. Unser Meinung nach sollte dieser Weg im derzeitigen Zustand bis zur Sanierung aus Sicherheitsgründen sofort zu einem Fußweg herabgestuft werden, damit die Radfahrer auf die Straße ausweichen können.

3. Die Ausweichstrecke Waldhusen - Pöpendorf durch den Wald ist größtenteils ebenfalls eine Kraterlandschaft, deren Löchertiefe weiter zunimmt. Wann geschieht hier etwas? Da diese und die vorgenannte Strecke für Radverkehr unzumutbar sind, verfügt das Ostseeheilbad Travemünde und das Weltkulturerbe Lübecker Altstadt derzeit über keine vorzeigbare Radverkehrsverbindung - für die Wohlfühlhauptstadt und Touristikhochburg des Nordens eine unerträgliche Situation.

4. Stark befahren und tausendfach beklagt ist auch der Zustand des Radweges Brandenbaumer Landstraße. Wann geschieht hier etwas? Ist hier eine Verbreiterungsmaßnahme und Mittelmarkierung wegen des starken Radgegenverkehrs geplant?

5. Die Verbindung Eichholz - St.Jürgen/Universität über die Wakenitz ist ebenfalls ein Gefahrenherd und weit entfernt von einem leistungsfähigen oder gar komfortablen Radnetz-Element. Hier fahren und joggen täglich viele Personen. Vor allem direkt neben der Bahnstrecke auf Eichholzer Seite ist die gewölbte und zertrümmerte Teerdecke ein rechter Jammer. Hier ist viele Jahrzehnte lang nichts mehr geschehen. Gibt es Pläne und Zeitpunkte für eine Verbesserung? Und ist auch schon einmal über eine Verbreitung der schmalen Holzbrücke über die Wakenitz nachgedacht worden, die unserer Einschätzung nach wegen des vorhandenen breiten Unterbaus leicht möglich wäre?

Der Lübecker BUNT werde auf weiteres nicht mehr an dem Runden Tisch teilnehmen, solange diese Fragen nicht ausreichend beantwortet seien, sagte Stamm abschließend. [textende]

Weitere Informationen über den Lübecker BUNT: E-Mail info@luebeckerbunt.de ."

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