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LHG: Minus bei Trailer-Pkw-Papier, Plus bei Container-Passagier

25. Januar 2009 (Lübeck). Im Lübecker Hafen wurden 2008 mit 31,74 Millionen Tonnen rund 2,7 Prozent (900.000 Tonnen) weniger umgeschlagen als 2007 (32,6 Millionen). Im Jahr 2006 lag der Umschlag bei 30,5 Millionen Tonnen. Grund für das erste leicht rückläufige Jahr seit 2001 ist die allgemeine Konjunkturkrise, die sich besonders im letzten Quartal 2008 deutlich bemerkbar machte. Lübeck hat trotzdem seine Stellung als Deutschlands mit Abstand größter Ostseehafen gehalten.

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) hatte an den 31,74 Millionen Tonnen einen Anteil von 28,50 Millionen (minus 2,5 Prozent).

Rückgänge an den 5 LHG-Terminals gab es insbesondere bei den unbegleiteten Trailern/Lkw, beim Im- und Export von Neufahrzeugen sowie beim Papier. Steigerungen wurden bei begleiteten Trailern/Lkw, bei Containern und bei Passagieren erreicht.

Bei den unbegleiteten Trailern, in denen auch beispielsweise Produktionsteile für die in der Krise befindliche Autoindustrie befördert werden, ging die Zahl um 6 Prozent auf 434.000 Einheiten zurück. Bei den begleiteten Einheiten stieg die Zahl um 1 Prozent auf 422.000.

Rund 157.000 Ex- und Import-Fahrzeuge wurden 2008 bei der LHG umgeschlagen, 22 Prozent weniger als 2007. Grund ist überwiegend der allgemeine Rückgang beim Kauf von Neufahrzeugen.

Die Zahl der Container stieg um rund 4 Prozent auf 96.000 Einheiten (ca. 150.000 TEU). Beim Papier sank die Menge um rund 5 Prozent auf 3,57 Millionen Tonnen.

Die Zahl der Fähr-Passagiere stieg um rund 3 Prozent auf 360.000. Auch der Kreuzfahrtbereich nimmt in Lübeck wieder Fahrt auf. Im Jahr 2008 gab es 12 Anläufe, für 2009 werden knapp 30 erwartet.

Umschlagstärkstes Terminal war wie immer der Skandinavienkai mit 21,5 Millionen Tonnen, gefolgt vom Nordlandkai mit 3,2 Millionen, dem Terminal Schlutup mit 1,7 Millionen, dem Seelandkai mit 1,5 Millionen und dem Konstinkai mit knapp 600.000 Tonnen.

„Bevor es wieder aufwärts geht, ist mit weiteren negativen Auswirkungen der Konjunkturkrise auf den Lübecker Hafen zu rechnen,“ befürchtet LHG-Geschäftsführer Heinrich Beckmann. „Wir steuern neben der engen Abstimmung mit unseren Kunden mit einem strikten Kostenmanagement und einer Verstärkung unserer Akquisitionsbemühungen dagegen.“ Notwendig sei ebenso eine möglichst hohe Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Hafen-Beschäftigten. Beckmann: „Alle sinnvollen und notwendigen Investitionen und Ausbaumaßnahmen für die Zukunft der LHG werden selbstverständlich angegangen.“

Quelle: LHG

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