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Ministerin fördert Sprachförderung im MERCATOR I-Projekt

25. Januar 2009 (Kiel). Das Land Schleswig-Holstein wird sich auch künftig verstärkt in der Sprachförderung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund engagieren. "Wir tun viel für die Chancengleichheit dieser Kinder, etwa mit unserem Sprachförderkonzept, das schon in den Kitas ansetzt, oder mit dem Programm "Niemanden zurücklassen", das jetzt noch einmal ausgeweitet wird", so Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave dazu in Kiel bei der Übergabe eines Bewilligungsbescheides für das MERCATOR I-Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund".




Foto (LReg): Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave

Das Land Schleswig-Holstein wird sich auch künftig verstärkt in der Sprachförderung für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund engagieren. "Wir tun viel für die Chancengleichheit dieser Kinder, etwa mit unserem Sprachförderkonzept, das schon in den Kitas ansetzt, oder mit dem Programm "Niemanden zurücklassen", das jetzt noch einmal ausgeweitet wird", so Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave dazu in Kiel bei der Übergabe eines Bewilligungsbescheides für das MERCATOR I-Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund".

Initiiert wurde es bundesweit von der Stiftung Mercator in Essen, die insgesamt 10 Millionen Euro für das Projekt zur Verfügung gestellt hat. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Förderunterricht zu einem wesentlichen Bestandteil des Sprachförderangebots entwickelt und wird seit dem laufenden Schuljahr vom Bildungsministerium weitergeführt.

Im Zuge des MERCATOR I-Projekts werden Kinder nichtdeutscher Erstsprache der Sekundarstufe I (5.- 10. Klasse) in allen Bildungsgängen gefördert. Vom Schuljahr 2005/06 bis einschließlich Schuljahr 2007/08 wurde es von der Stiftung Mercator und dem Innenministerium finanziert. "Wir haben diesen Anstoß aufgenommen und werden ihn nun weiterentwickeln, denn Deutschland braucht die Begabungen aller Kinder. Damit ist die Chance verbunden, das Projekt enger mit den schulischen Instrumenten zu verknüpfen, die besonders den Kindern mit Migrationshintergrund das Lernen erleichtern sollen", so Erdsiek-Rave weiter. Hierzu gehöre insbesondere die Arbeit in den landesweit 54 DaZ-Zentren. Die Deutsch-als-Zweitsprache-Zentren sind enge Kooperationen von Schulen, die schulartübergreifend Sprachförderangebote. MERCATOR I wird in diese Netzwerkarbeit eingebunden.

Die Bildungsministerin dankte der Stiftung Mercator und allen Beteiligten, die den Stein für das MERCATOR I-Projekt in Schleswig-Holstein ins Rollen gebracht haben. Träger im nördlichsten Bundesland ist die Landsarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände. An deren Vorsitzenden Georg Falterbaum übergab die Ministerin heute den ersten Bewilligungsbescheid in Höhe von rund 70.000 Euro rückwirkend zum 1.8.2008. Auch für das Jahr 2009 ist die Finanzierung des Projektes gesichert.

"Wir freuen uns, dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Innenministerium und der Stiftung Mercator nun mit dem Bildungsministerium fortsetzen können. Dadurch rückt der Bildungsaspekt des Projektes noch mehr in den Vordergrund", sagte Falterbaum. "Ein Ziel für die Zukunft ist es, die Sprachförderung in der Oberstufe gerade im berufsbildenden Bereich auszubauen."

Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator sagte: "Unser erklärtes Ziel ist es, erfolgreiche Modelle in die Fläche zu tragen Deswegen freuen wir uns sehr über die Entscheidung des Ministeriums, unser Projekt "Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund" weiter fortzusetzen".

Aktuell nehmen mehr als 400 Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund in 50 Schulen in Schleswig-Holstein außerhalb des Regelunterrichts am Sprachförderunterricht des MERCATOR I-Projektes teil. Der Förderunterricht findet in Kleingruppen von 8-10 Schülern statt und ist kostenfrei. Durchgeführt wird er von derzeit 70 von den Universitäten Kiel und Flensburg fachlich ausgebildeten und begleiteten Studentinnen und Studenten (davon ca. 25 Prozent mit Migrationshintergrund) der Universitäten in Flensburg, Kiel, Hamburg und Lüneburg, sowie der Fachhochschule in Kiel. Der Schwerpunkt der Förderung liegt in der Vermittlung der Unterrichtssprache Deutsch in allen Schulfächern. Die Schülerinnen und Schüler werden pädagogisch betreut und gezielt unterstützt, die Eltern werden beraten. Das Projekt wird in intensiver Kooperation mit den beteiligten Schulen und Migrationsberatungsstellen durchgeführt.

Quelle: Ministerium für Bildung und Frauen/Hskultur

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