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Olaf Schulze: Energiewende vor Ort in SH - Holstein anpacken

27. Mai 2011 (HL-Red-RB) Auf der Veranstaltung "kommunale Energiewirtschaft" am 25.Mai 2011 in Timmendorfer Strand führte der energiepolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Olaf Schulze aus, wie konkret in den Gemeinden die Energiewende für Schleswig-Holstein gelingen kann.
Wir stehen spätestens seit den furchtbaren Ereignissen in Fukushima mitten in der Energiewende. Selbst den eingefleischten Befürwortern der Atomkraft und damit der vier großen Stromkonzerne ist klar: Der Ausstieg aus der Atomenergie und möglichst bald auch aus den fossilen Energien steht bevor und ist unumkehrbar. Zentrale Bausteine für eine neue Energiepolitik sind die drei großen "E": Energie einsparen, effizienter einsetzen und die dann noch erforderliche Energie ausschließlich aus Erneuerbaren Energien erzeugen. Auch dazu besteht aufgrund der endlichen Ressourcen der fossilen Energien und den Erfordernissen der Klimaschutzpolitik gesellschaftlicher Konsens.




Foto (Thore Jürgensen): v.li. Olaf Schulze, Astrid Steeger, Sandra Redmann, MdL, Peter Ninnemann


Neben sich inzwischen fast täglich überholenden Energiekonzepten auch von ehemaligen Befürwortern der Atomenergie ist entscheidend, wie die Energiewende konkret vor Ort angpackt werden kann. "Für uns als SPD" so Olaf Schulze, "sind dabei die Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinden zusammen mit kommunalen Unternehmen die Motoren". Damit die Energiewende in kommunaler Trägerschaft voran getrieben werden kann, müssen Energieerzeugung, z.B. über Bürgerwindparks, falls möglich, und vor allem die Übertragung und Versorgung in kommunale Hände kommen. Ein erster Schritt ist die in Schleswig-Holstein laufende Verlängerung oder eigene Übernahme der Konzessionsverträge. Die Gemeinden sollen frei und eigenständig entscheiden, ob dies weiter über die E.ON in ihrer Landesnetzgesellschaft oder mit eigenen bzw. zusammen mit bestehenden Stadtwerken erfolgen soll. Ein auf jede Gemeinde übertragbares Modell gibt es dabei nicht. Wichtig sind eine gründliche Aufbereitung der lokalen Möglichkeiten und eine breite Bürgerbeteiligung bei der Entscheidung.

"Wir werben dafür, dass möglichst viele Bereiche der Daseinsvorsorge, wie die Stromversorgung, in kommunaler und damit öffentlicher Hand bleiben", so Olaf Schulze in seinem Vortrag im Gorch Fock. So kann mit einem in kommunaler Trägerschaft betriebenen Stromnetz der Anschluss der in Schleswig-Holstein stetig wachsender Erneuerbarer Energie gesichert werden und auf dieser Basis insgesamt ein dezentrales, rein auf Erneuerbarer Energie basierendes Energiekonzept schrittweise umgesetzt werden.


Quelle:
SPD-Timmendorfer Strand/Niendorf
Peter Ninnemann




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