Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Nachdenken zum Wohle des Landes und der Wirtschaft

05. Mai 2011 (HL-Red-RB) Halbzeit beim Brainstorming über Zukunftsthemen der Wirtschaft. Nach den Themenworkshops zog der Präsident der IHK Schleswig-Holstein, Christoph Andreas Leicht, gestern in Kiel eine erste Zwischenbilanz. Bei dem Projekt „Schleswig-Holstein 2030“ handelt es sich um eine Art Masterplan mit den wichtigsten Themen des Landes für die Wirtschaftspolitik im Norden. Die drei IHKs in Flensburg, Kiel und Lübeck entwickeln unter dem Dach der IHK Schleswig-Holstein gemeinsam eine umfassende Zukunftsstrategie für das Land, um sich nachhaltig und langfristig in der Liga der dynamischen Wirtschaftsregionen zu positionieren.

„Niemand kann dies besser
formulieren als die Wirtschaft selbst. Die IHK setzt hier voll auf die
Expertise ihrer Mitglieder“, betonte Leicht und fügte an: „Die
Landesinteressen lassen sich von seinen Wirtschaftsinteressen nicht
trennen“. Man könne auch sagen: Nur wenn es der Wirtschaft zwischen Nord-
und Ostsee gut gehe, gehe es auch dem Land gut. Dazu gehört nach Auffassung
der IHK Schleswig-Holstein auch der Blick über die Landesgrenzen hinweg.
Die Potentiale der Region lassen sich nur im Zusammenspiel mit den Nachbarn
heben. „Unternehmen sind es ohnehin nicht gewohnt, sich von
Verwaltungsgrenzen einengen zu lassen.“ Auch ihrem Anspruch, in einer
größeren Wirtschaftsregion zu denken, kommt die IHK hiermit nach.

Insgesamt sind an die 1.900 Unternehmerinnen und Unternehmer im Rahmen des
IHK-Strategieprojektes „Schleswig-Holstein 2030“ zur Bedeutung von rund
dreißig Trends- und Handlungsfeldern befragt worden. Ebenfalls sollten sie
ihre Einschätzung abgeben zur Frage, wie Schleswig-Holstein auf die
künftigen Herausforderungen vorbereitet ist. In den meisten Fällen seien
die Unternehmer aufgeschlossen und positiv gewesen, zitiert Leicht den mit
der Durchführung der Befragung beauftragen Professor Dr. Bernd Eisenstein
vom Institut für Marketing und Tourismus an der Fachhochschule Westküste.
Besondere Bedeutung messen die befragten Wirtschaftsvertreter demnach der
demografischen Entwicklung sowie den Themen Fachkräftesicherung und
Qualität der Ausbildung bei. Zudem kristallisiert sich heraus, dass die
Unternehmen eine leistungsfähige Netzinfrastruktur sowohl in
Kommunikations- wie auch bei den Energie- und Versorgungsnetzen sowie im
Verkehrsbereich für unabdingbar halten.

Ferner wurden alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich in
Schleswig-Holstein in IHK-Gremien engagieren, zu vier Themenworkshops
eingeladen. Die Inhalte dieser Workshops gingen zurück auf die Ergebnisse
der Unternehmensbefragung. Die Themen waren: Lebens-, Lern- und
Arbeitswelten; Technologien für Morgen; Wege in die Zukunft und
Dienstleistungen für den Menschen. Leicht machte deutlich, dass die
Wirtschaft im nördlichsten Bundesland zum weitaus überwiegenden Teil
mittelständisch geprägt ist. Es handelt sich in der ganz großen Zahl um
Familienunternehmen. „Für diese ist das Denken nicht in Quartalsberichten
oder Legislaturperioden, sondern in Generationen üblich“, bekräftigte der
IHK Schleswig-Holstein-Präsident. Daher sei es für diese Unternehmen
besonders wichtig, dass sie Rahmenbedingungen von der Politik definiert
bekämen, die über die Legislatur hinausgingen und auf die sie sich
verlassen könnten. „Die schleswig-holsteinischen Unternehmerinnen und
Unternehmer wissen aus ihrer täglichen Praxis am besten, wo die Stärken
unseres Landes liegen und in welchen Bereichen es Nachholbedarf gibt“,
beschreibt Leicht das Engagement seiner Kollegen an der Mitarbeit in den
Workshops und Beratungen: „Unser Strategieprojekt soll auf dem Input der
Unternehmer-Kollegen aufbauen.“ Was alle Beteiligten hier im Moment
leisten, lässt sich nach den Worten von Leicht als Nachdenken zum Wohle des
Landes und der Wirtschaft bezeichnen.

Als nächstes folgen drei Regionalworkshops, bevor die Vollversammlungen der
drei IHKs im Lande die Inhalte diskutieren. Noch im Sommer wird erstmals
eine gemeinsame Vollversammlung der beteiligten IHKs die Ergebnisse
bewerten und das Strategiepapier „Schleswig-Holstein 2030“ beschließen. Im
Herbst wird es den IHK-Mitgliedern und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Leicht geht davon aus, dass angesichts der bekannten dramatischen
finanziellen Rahmenbedingungen ein Wunschkatalog der Wirtschaft nicht das
Ziel sein kann und darf: „Vielmehr geht es der IHK Schleswig-Holstein
darum, klare Prioritäten für wirtschaftspolitisches Handeln aufzuzeigen und
darauf zu drängen, dass die vorhandenen Mittel auch in diesen benannten
Bereichen investiert werden.“ Hierzu werde es konkrete Vorschläge geben.

Hinweis an die Redaktionen:
Ein Foto von Präsident Christoph Andreas Leicht können Sie unter
www.ihk-schleswig-holstein.de, Bereich Medien, downloaden.

IHK Schleswig-Holstein
Die IHK Schleswig-Holstein ist die Arbeitsgemeinschaft der IHKs Flensburg,
Kiel und Lübeck. Die IHK Schleswig-Holstein ist seit 1. Januar 2006 der
zentrale Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Thema Wirtschaft, die
mehr als nur regionale Bedeutung haben. Zu diesen Themen bündelt sie die
Meinung der drei IHKs in Schleswig-Holstein, so dass diese gegenüber
Politik und Verwaltung mit einer Stimme für die Wirtschaft im Lande
sprechen. Die IHK Schleswig-Holstein nimmt die Interessen von 175.000
Unternehmen mit rund 750.000 Arbeitnehmern wahr.

Quelle:
IHK Schleswig-Holstein


Impressum