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DIE LINKE unterstützt morgigen Streik der Hebammen SH

04. Mai 2011 (HL-Red-RB) Die Lübecker Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE übermittelte folgenden Beitrag: "Morgen werden die Schleswig-Holsteinischen Hebammen landesweit streiken. Sie kämpfen für gerechte Entlohnung und die Sicherung der Versorgung - also für bessere Arbeitsbedingungen. Es wird außerdem eine Demonstration vor dem Landeshaus in Kiel geben.

„Wir begrüßen den Streik und sichern weiterhin unsere volle Unterstützung zu. Meine Bürgerschaftsfraktion hatte die Situation der Hebammen bereits im vergangenen Jahr in Lübeck zum Thema gemacht. Leider mit bisher mäßigem Ergebnis. Die Hansestadt muss sich fragen lassen, was sie gedenkt den Müttern bei der Vor- und Nachbetreuung im Wochenbett, anzubieten. Die Lücke, durch die fehlenden Hebammen muss gedeckt werden. Schon jetzt ist es zu einer erheblichen Reduzierung der Zahl der Hebammen bundesweit gekommen. Deshalb sollte die Frage der Reorganisation der Hebammen schnellstens beantwortet werden, damit die Versorgung aller Mütter und Neugeborenen sichergestellt werden kann.“ sagt Antje Jansen, Landtagsabgeordnete für DIE LINKE. in Schleswig Holstein und Fraktionsvorsitzende der Lübecker Bürgerschaftsfraktion.

Als Antwort auf eine kleine Anfrage der ebenfalls Landesabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der Landtagsfraktion DIE LINKE., Ranka Prante im Juni 2010 (Drucksache 17/582) ist hervorgegangen, dass die jetzige Landesregierung jegliche staatliche Unterstützung der Hebammen ablehne. Somit ist die Existenz der meisten Hebammen und Geburtshelfer akut gefährdet. Der Grund für den drastischen Anstieg der Haftpflichtprämie ist der Anstieg der Klagen bei Geburtsschäden. Auch die medizinische und pflegerische Betreuung ist besser geworden - das kostet mehr. Etliche Hebammen fragen sich jetzt, ob sie bei so geringen Gehälter und den hohen Versicherungskosten ihren Job nicht lieber aufgeben sollten. Einige Hebammen beschränken sich als Alternative, auf die Vor- und Nachsorge oder geben Kurse für werdende Eltern.

Bislang gibt es einen Rechtsanspruch jeder Frau auf Hebammenleistungen. Wenn Hebammen ihren Job aber mangels gerechter Entlohnung aufgeben müssen, ist der Rechtsanspruch nicht aufrecht zu erhalten und die Versorgung in höchster Gefahr. Das ist auch im großflächigen Lübecker Stadtgebiet eine wachsende Bedrohung."


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