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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: März 2011

31. März 2011 (HL-Red-RB) Frühjahrsbelebung in Schleswig-Holstein: Saison und gute Konjunktur
sorgen für Beschäftigung - Stellenangebote nehmen im Vorjahresvergleich deutlich zu: + 23,5 Prozent Insbesondere bei jungen Menschen und Männern sinkt die Arbeitslosigkeit Ältere und schwerbehinderte Arbeitslose können von positiver Entwicklung nicht profitieren Aktuell: 112.500 Arbeitslose; 5.000 Arbeitslose weniger als im März 2010 - Arbeitslosenquote liegt bei 7,9 Prozent; niedrigste Quote in einem März seit
18 Jahren.

Deutlicher Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im
Vorjahresvergleich : 17.400 zusätzliche Jobs
„Die Frühjahrsbelebung ist auf dem Arbeitsmarkt Schleswig-Holsteins deutlich zu spüren“,
sagte Jürgen Goecke, Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit,
heute (31. März 2011). „Saison und gute Konjunktur sorgen - im Vergleich zum Vorjahr -
für eine deutlich stärkere Arbeitskräftenachfrage. So wurden den gemeinsamen
Arbeitgeberservice-Teams der Jobcenter und Arbeitsagenturen seit Jahresbeginn 14.700
sozialversicherungspflichtige Stellen zur Vermittlung gemeldet. Das sind 23,5 oder 2.800
mehr als im Vorjahreszeitraum. Besonders im Bereich Soziales und Gesundheit, im
Baugewerbe und im Tourismus werden Leute gesucht.“
Die positive Entwicklung zeige sich nicht nur an der deutlich gewachsenen Zahl offener
Stellen. “Auch die aktuellen Arbeitslosenzahlen für den Monat März unterstreichen dies,
denn sie sind die andere Seite der Medaille. So ist in Schleswig-Holstein die Zahl der
Arbeitslosen im Vorjahresvergleich um 5.000 oder 4,3 Prozent zurückgegangen. Sie
befindet sich mit 112.500 auf dem niedrigsten Stand in einem März seit 1995.“ Die
Arbeitslosenquote liege mit einem Wert von 7,9 Prozent um 0,4 Prozentpunkte unter dem
Vorjahreswert.
Vor allem junge Menschen und Männer profitierten vor der positiven Entwicklung auf dem
Arbeitsmarkt. „Ihre jeweiligen Arbeitslosenzahlen gingen überdurchschnittlich zurück. Bei
den Arbeitslosen unter 25 Jahre sank sie im Vergleich zum Vorjahr um 1.700 oder 12,7
Prozent auf 11.900. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer ging im Vorjahresvergleich
um 4.600 oder 6,8 Prozent auf 62.700 zurück.“ Bei den Männern zeige sich, dass ihre
Arbeitslosigkeit stark saisonal geprägt sei. „Im Frühjahr werden besonders im Baugewerbe
und in den grünen Berufen Kräfte eingestellt. Hier bieten sich für arbeitslose Männer
traditionell zahlreiche Einstiegschancen

Weniger erfreulich sei, dass ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich nicht
für alle Gruppen gemeldet werden könne. „Insbesondere die über 55-Jährigen und die
Gruppe der Schwerbehinderten sind hier zu nennen. Ihre Arbeitslosenzahl ist - gegen
den Trend - sogar gestiegen: Bei den Älteren um 1.800 oder 10,9 Prozent auf 17.900,
bei den Schwerbehinderten um 430 oder 8,5 Prozent auf 5.500. Ich kann nur“ - so
Goecke - „an alle Personalverantwortlichen appellieren: Denken Sie an den
demografischen Wandel. Geben Sie auch diesen Arbeitslosen eine Chance. Angesichtes
des bereits spürbaren Fachkräftemangels müssen wir alle Potentiale nutzen.“*
Bemerkenswert sei der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in
Schleswig-Holstein - es liegen die Januar-Daten vor - im Vergleich zum Vorjahr. „Waren
im Vergleichsmonat des letzten Jahres noch 804.300 Menschen in Schleswig-Holstein
sozialversicherungspflichtig beschäftigt, so sind es aktuell 821.700. Der Anstieg um 2,2
Prozent (+ 17.400) entspricht dem bundesdeutschen Durchschnitt.“
Besonders im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen (+ 6.800), im
Gesundheits- und Sozialwesen (+ 4.200) sowie im Baugewerbe (+ 2.600) wurden
zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Im Bereich private Haushalte (- 1.200) und in der
öffentlichen Verwaltung (- 500) wurde hingegen Beschäftigung abgebaut.
Abschließend betont Goecke, dass er mit einer weiter abnehmenden Arbeitslosigkeit bis in
den Herbst rechne. „Ich gestehe allerdings, dass ich bei dieser Annahme
Arbeitsmarktrisiken, die sich aus internationalen Ereignissen und Entwicklungen ergeben
können - Stichwort: Japan - nicht einbeziehen kann. Sie sind aktuell noch nicht
prognostizierbar.“

Kurz-Info
Arbeitslosigkeit in den Kreisen
Niedrigste Quote: Stormarn mit 4,4 Prozent
Höchste Quote: Dithmarschen mit 9,3 Prozent.
Arbeitslosigkeit in den Städten
Niedrigste Quote: Kiel mit 11,5 Prozent
Höchste Quote: Flensburg mit 12,4 Prozent
*Beim Arbeitgeberservice der regionalen Arbeitsagenturen und Jobcenter können freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze unter
der bundesweiten Service-Nummer für Arbeitgeber - 01801-66 44 66 - gemeldet werden. Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise
höchstens 42 ct/min.

www.arbeitsagentur.de

Quelle:
Bundesagentur für Arbeit
Regionaldirektion Nord

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