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BfL: Einstieg in reelle Gleichstellung

30. März 2011 (HL-Red-RB) In der nächsten Bürgerschaft steht der Lübecker Frauenförderbericht zur Beratung an. Diese Gelegenheit nutzen die Bürger für Lübeck (BfL), um ein bisher unterrepräsentiertes Thema anzustoßen. Gleichstellung besteht nicht nur aus Frauenarbeit – zumindest darf sie es nicht, wenn man eine tatsächliche Gleichstellung erreichen will. Dazu müsste nach Auffassung der BfL zunächst das Frauenbüro in Gleichstellungsbüro umbenannt werden; die Leiterin ist Kraft Gesetz ohnehin die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Aber auch inhaltlich muss die Gleichstellungsarbeit ausgeweitet werden, dazu geben die BfL in ihrem Bürgerschaftsantrag mehrere Anregungen. Die Bürger für Lübeck (BfL) beantragen eine konkrete, perspektivische Planung zur Erhöhung der Anzahl von männlichen Bediensteten in von Frauen dominierten Bereichen der Verwaltung. Ein besonderes Augenmerk ist hier nach Ansicht der BfL auf die Ausbildungstätigkeit der Hansestadt zu legen. Die Zielsetzung des Antrags soll auch die gedankliche Loslösung der Lübecker Bürger und Bürgerinnen von der Kategorisierung in Frauen- und Männerberufe sein. In einem anderen Teilbereich der Gleichstellungsthematik wollen die Bürger für Lübeck zunächst, dass eine Bestandsaufnahme in Form eines Berichts der Verwaltung gemacht wird. Sie wollen wissen, inwieweit ein Beratungs- und Hilfsangebot für Männer besteht, die auf Grund ihres Geschlechts Nachteile in von Frauen dominierten Tätigkeitsfeldern der Stadt subjektiv oder objektiv in Kauf nehmen müssen. Es soll aber auch dargestellt werden, wie diese Angebote verbessert und die auf Grund des vorherrschenden Geschlechterbildes vorhandenen Hemmschwellen zur Beratung abgebaut werden können sowie auch welche Maßnahmen bereits durch die Verwaltung für die Zukunft angedacht sind. Die Bürger für Lübeck wollen von der Verwaltung auch wissen, inwieweit es in Lübeck ein Hilfs- und Beratungsnetzwerk für Männer gibt, auch für solche, die häusliche Gewalt erfahren. Mit Blick in die Zukunft soll auch erarbeitet werden, welche Angebote zu schaffen wären, um sicher zu stellen, dass die Betroffenen in ihrer scheinbar ausweglosen Situation nicht alleine gelassen werden. Erfahrungen aus Städten mit funktionierendem Männernetzwerk, wie z.B. Dresden und Hannover, könnten hier einfließen. Die BfL erwarten eine breite Unterstützung in der Bürgerschaft und bei den in der Gleichstellung engagierten Vereinen und Verbänden.

Quelle: BfL - Autoren: Volker Krause, stv. Fraktionsvorsitzender, und Gregor Voht, sozialpolitischer Sprecher

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