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Lübeck ist „Stadt der Wissenschaft 2012“

29. März 2011 (HL-Red-RB) Für Lübeck-TeaTime bedarf es - nach der Meldung des veranstaltenden Stifterverbandes "Stadt der "Wissenschaft" keiner weiteren ernsthaften weiteren Kommentierung der Pressestelle der Hansestadt Lübeck in dieser Stunde. Denn es ist eindeutig in Mainz von der Jury festgestellt worden, dass ausschlaggebend für den Sieg für Lübeck war, wie eng Stadt und Wissenschaft im gemeinsamen Kampf für den Erhalt der Universität zusammengewachsen sind. Damit nicht ein Vergleich "wissenschaftlicher" Eigenheiten. Da sollte man also nicht davon ablenken, auch wenn die Hansestadt Lübeck um ihre Pressestelle dazu schreibt (wann auch immer vorbereitet) und im Grunde vom wirklichen Grund es Erfolges ablenkt. Das soll nicht bedeuten, dass die diesjährige bewrbung hervorragend zu beurteilen ist. Aber der Sieg ist eben nicht "nur" in einem "wissenschaftlichen" Vergleich der drei Finalisten zustande gekommen.

"Infoveranstaltung mit Eindrücken aus Mainz morgen um 18.30 Uhr im Bürgerschaftssaal
Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Die Hansestadt Lübeck ist „Stadt der Wissenschaft 2012“. Die Bewerbung der Norddeutschen überzeugte die Jury des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft beim heutigen Finale in Mainz. Wenige Minuten nach 13.30 Uhr, als fest stand, dass sich Lübeck gegen die Wettbewerber aus Halle und Regensburg durchgesetzt hatte, sagte Bürgermeister Bernd Saxe: „Das ist ein großer Erfolg für unsere Stadt. Ein Erfolg, den sich Lübeck nicht nur verdient, sondern auch hart erkämpft hat. Beim Kampf um den Erhalt der Uni hat sich Lübeck im vergangenen Jahr als Wissenschaftsstadt gezeigt und bewährt. Darum haben wir den Titel verdient erhalten!“ Er danke dem Stiftungsverband für die Auslobung des Wettbewerbs und der Jury für Ihre weise Entscheidung. Besonders dankte er den Lübecker Unterstützern, die die achtstündige Fahrt nach Mainz auf sich genommen hatten.
„Wir“, das ist neben Saxe das Team - bestehend aus Uni-Präsident Prof. Dr. Peter Dominiak, Unternehmerin Dr. Margrit Müller-Ontjes, Direktorin der Gemeinnützigen und Vorsitzende der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung Antje-Peters Hirt und Wissenschaftsmanagerin Dr. Iris Klaßen sowie 120 mitgereiste Lübecker Bürger. Sie sahen, wie das Team auf dem Podium eine moderne Hansestadt präsentierte. Eine Stadt, die ihren Weg zur Wissenschaftsstadt festgelegt hat und unbeirrt verfolgt, ohne dabei die kulturelle Tradition zu verleugnen.
Eindrücke vom Finale und einen Ausblick auf das Wissenschaftsjahr 2012 gibt es bei der öffentlichen Infoveranstaltung am morgigen Mittwoch, 30. März, um 18.30 Uhr im Bürgerschaftssaal des Rathauses.

Die Kreativität und Klasse der Lübecker Bewerbung und Präsentation sah auch die Jury des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Sie hat die Nachhaltigkeit der Bewerbung, die vielfältigen Netzwerke und die systematische Herangehensweise gewürdigt und in Lübeck einen verlässlichen Partner für das Wissenschaftsjahr 2012 gefunden. Denn das Lübecker Konzept blickt weit über das Wissenschaftsjahr hinaus und gewährleistet, dass die zahlreichen Sponsoren mit ihrer Förderung kluge Investitionen in den Standort tätigen. Allein die Stiftungen sind mit 500.000 Euro beteiligt. Hinzu kommen nun das Preisgeld in Höhe von 250.000 Euro, die 200.000 Euro der Stadt und die in Aussicht gestellten Projektmittel von Sponsoren.
Die Bewerbung als Stadt der Wissenschaft ist Teil eines Gesamtkonzepts zur wissensbasierten Stadtentwicklung. „Sie ist eine Bildungsinvestition in unsere Stadt und das nun bevorstehende Wissenschaftsjahr 2012 wird mehr sein als eine Ansammlung von Events“, hebt Renate Menken (O-Ton noch freigeben lassen) hervor. Sie vertritt die Possehl-Stiftung, die seit 2007 die Entwicklung der Wissenschaftsstadt Lübeck maßgeblich fördert und sie damit zukunftsfähig macht.
Im Mittelpunkt der bevorstehenden Planungen für 2012 steht die Umsetzung von Projekten, die zu Lübeck passen und die – im Idealfall - helfen, jede Frau und jeden Mann auf der Straße für Wissenschaft zu begeistern. Insofern wird Wissenschaft in den Alltag gebracht, in den öffentlichen Raum, wo Menschen ihr täglich begegnen.
Ein zentrales Vorhaben im Wissenschaftsjahr ist beispielsweise die Einrichtung von Wissenschaftsspielplätzen in der Stadt. Ausgehend von der Medizintechnik und der Forschung wird an Experimentierstationen im Herzen der Stadt gezeigt, woran die Hochschulen in Lübeck arbeiten, warum das Unternehmen interessiert und wie die Menschen davon profitieren.
Mehr Pflicht als Kür ist für Lübeck die Ausrichtung des Wissenschaftssommers. In dem Punkt ist die Hansestadt Expertin, wie auch die Jury befand. Der Lübecker Wissenschaftssommer dauert fünf Monate. Es wird mit der „Schlauen Strandpartie“ eine Perlenkette von Aktionen geben, die sowohl Lübecker als auch die Gäste begeistern. Und das Schulschiff für junge Menschen, die Alexander von Humboldt II, kommt im September nach Lübeck und nimmt Schulklassen zur Klassenfahrt an Bord. Persönlichkeitsbildung steht ganz oben auf dem Programm!
Die Begegnung von Stadt und Wissenschaft steht im Zentrum aller Aktivitäten. Hanse trifft Humboldt im Rathaus, im Hochschulstadtteil, auf der Altstadtinsel, im Hafen, in den Schulen, im Wissenschaftscampus, am Strand,…. Lübeck hat sie, die reizvollen Orte für die Begegnung mit Wissenschaft und es gibt hier exzellente Forschung, die die Menschen fasziniert.
Mit dem heutigen Titelgewinn ist ein straffes Programm verbunden. Die Federführung liegt beim Wissenschaftsmanagement der Hansestadt Lübeck, das dafür personelle Verstärkung aus den Partnerinstitutionen erhält. „Gemeinsam ist uns diese erfolgreiche Bewerbung gelungen. So wird es uns auch gelingen, für die Menschen aus Lübeck und der ganzen Welt ein faszinierendes Wissenschaftsjahr zu gestalten“, ist Dr. Iris Klaßen überzeugt. Sie setzt auf Teamgeist und das bewährte Engagement der Lübecker.
Mit diesem Konzept hat sich Lübeck durchgesetzt: Es geht um Wachstum des Wissenschaftsstandorts, die Bedeutung von Wissenschaft als Wirtschaftsfaktor und um Beteiligung der Menschen. Beteiligung meint einerseits die Teilhabe über Ausbildung, Arbeitsplätze und Qualifizierung. Andererseits beteiligt man die Bürgerinnen und Bürger, indem man Wissenschaft öffentlich erklärt, verständlich macht und durch interessante Veranstaltungen Neugier weckt.
Das Lübecker Wissenschaftsjahr tragen drei Säulen:
1. Wissenschaftsvermittlung: Veranstaltungen, in denen man Wissenschaft in der Stadt neu entdeckt – zum Beispiel bei Exkursionen durch die Stadt, Unternehmen, Hochschulen oder auch den Stadtwald.
2. Innovationstransfer: Veranstaltungen, in denen erkennbar wird, warum Investitionen in Wissenschaft sich für Unternehmen, die Stadt und die Politik rechnen. Zum Beispiel die Workshop-Reihe „Vitamin W“.
3. Nachwuchs und Qualifikation: Veranstaltungen, in denen deutlich wird, dass Wissenschaft mehr ist, als Auswendiglernen und vor allem Mut, Neugier und Beharrlichkeit belohnt werden. Es geht um Chancen für jede Altersgruppe und die Rolle, die Wissenschaft im Bildungsmanagement einer Stadt spielt. Zum Beispiel die Schülerforschungsgemeinschaft.
Hintergrund und Ausblick
Die Bewerbung als „Stadt der Wissenschaft 2012 ist ein Netzwerkprojekt der Hansestadt Lübeck und dem Initiativkreis „Wissenschaft in Lübeck“. Es besteht seit 2007 und ist auf unbefristete Zeit angelegt. Zusammen mit den Lübecker Wissenschafts-, Forschungs- und Kultureinrichtungen, der Wirtschaft sowie dem Landesministerium für Wissenschaft und Verkehr Schleswig-Holstein wird die Wissenschaftsregion Lübeck nachhaltig profiliert.
Mai 2011: Am 19. Mai startet das Wissenschaftsschiff des Stifterverbands „MS Wissenschaft“ mit Forschung aus Lübeck auf die Reise durch Deutschland. An Bord ist das „Selbstsüchtige Gehirn“ der Lübecker Forschergruppe um Prof. Dr. Achim Peters. Kinder und Jugendliche lernen am Modell, warum es zu Gewichtsstörungen kommt, und dass sie ihren Körper selbst zu gesundem Essen programmieren können. Dieses Modell ist zu Gast beim Wissenschaftssommer 2011 in Mainz und wird im Schuljahr 2011/2012 durch Lübecker Schulen touren und Forschung unterrichtsreif machen.
15. Juni 2011: In Kooperation mit der Zeitung „Die Zeit“ findet eine ZEIT-Dialog-Veranstaltung über die Wissenschaftspolitik statt. „Kampf um die Lübecker Uni - Happy End oder doch nur Atempause?“. Zeit-Redakteur Jan Martin Wiarda wird der Frage im Gespräch mit Politik, Wissenschaft und Wirtschaft auf den Grund gehen und auch das Thema Stiftungsuni ansprechen.
Juni 2011: Bürgerkonferenz zum Thema High Tech-Medizin.
16. bis 20. August 2011: Weltmeisterschaft für autonome Segelbote: World Robotic Sailing Championship 2011. Steuerung, Positionsbestimmung, Kollisionsvermeidung, Kursplanung sind Fragestellungen, die Informatikstudierende von Uni und FH in Vorlesungen bearbeiten. Bei dieser Weltmeisterschaft wird Informatik in der Anwendung für Nichtwissenschaftler und Schüler interessant.
September 2011: Die Alexander von Humbolt II kommt nach Travemünde.
Oktober 2011: Am 29. Oktober ist „Tag der Wissenschaft“ in St. Petri. Im 15-Minutentakt gibt es interessante Vorträge aus Forschung und Lehre, umrahmt von Wissensinseln, an denen experimentiert und ausprobiert wird. Für den zweiten Abschlussjahrgang MiniMasterLübeck gibt es ein besonderes Event: Die Science-Show!"

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