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Agentur für Arbeit Lübeck

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Vortrag zum Wi-Nobelpreis: Transparenz am Arbeitsmarkt hilft

24. März 2011 (HL-Red-RB) Gestern fand in der Agentur für Arbeit das 8. FORUM ARBEITSMARKT zum Thema "Wirtschaftsnobelpreis 2010" statt, das u. a. als Fazit "Transparenz am Arbeitsmarkt hilft" empfahl. Lübeck-TeaTime hat diese Veranstaltung besucht und stellt - außer einem Bilderbogen dazu - folgende Pressemitteilung der Veranstalterin vor: "Lübeck bewirbt sich als „Stadt der Wissenschaft 2012“ unter dem Motto „Hanse trifft Humboldt!“ Dass wissenschaftliche Ergebnisse oft auch Auswirkungen auf die Wirtschaft und regionalen Arbeitsmärkte haben, wurde beim 8. FORUM ARBEITSMARKT der Agentur für Arbeit Lübeck dargestellt und mit 80 geladenen Gästen diskutiert.

„Elfenbeinturm – nein danke!“ So lautete der Titel des Vortrags, den Prof. Dr. Gesine Stephan vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hielt. Die Arbeitsmarktforscherin stellte die zentralen Ideen der Wirtschaftsnobelpreisträger 2010 vor. Deren Arbeiten ermöglichten es, die Suchprozesse am Arbeitsmarkt, aber auch in vielen anderen Bereichen angemessen zu beschreiben.

Stephan betonte: „Ihre Theorie schaffte die Grundlagen dafür, Auswirkungen von politischen Veränderungen wie beispielsweise der Hartz-Reformen auf Arbeitslosigkeit, offene Stellen und Löhne zu untersuchen.“ Die Arbeiten der Nobelpreisträger bestätigen auch die wichtige Rolle der Arbeitsagenturen, wie die Arbeitsmarktexpertin ausführte: „Die drei Ökonomen haben gezeigt, dass Maßnahmen und Institutionen, die die Vermittlungsprozesse unterstützen und ankurbeln, die gesamtwirtschaftliche Arbeitsmarktlage verbessern.“

Die Verleihung des Wirtschaftsnobelpreises an Peter Diamond, Dale Mortensen und Christopher Pissarides wurde im Oktober 2010 von der Presse auch als „Nobelpreis für Arbeit“ oder „Die Theorie zu den Hartz-Reformen“ bezeichnet. Peter Diamond vom Massachusetts Institute for Technology (MIT) entwickelte Anfang der 70er Jahre eine Theorie für unvollkommene Märkte, auf denen die Marktteilnehmer nur über ungenügende Informationen verfügen. Auf solchen Märkten spielen Suchprozesse eine ganz zentrale Rolle. Durch längere oder intensivere Suche lässt sich die Passgenauigkeit von Angebot und Nachfrage verbessern. Dale Mortensen von der Northwestern University in Illinois und Christopher Pissarides von der London School of Economics wendeten in den 80er Jahren die Theorie systematisch auf den Arbeitsmarkt an. Sie zeigten unter anderem, dass Arbeitslosigkeit die Folge ist, wenn die Suche nach Stellen und Bewerbern ein kostenintensiver Prozess ist.

„Diese wissenschaftliche Betrachtung macht die Bedeutung der größtmöglichen Transparenz bei Suchprozessen deutlich. Hier kann die Arbeitsagentur mit ihrem Arbeitgeber-Service und der JOBBÖRSE beim Matching unterstützen. In Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs und steigender Arbeitskräftenachfrage werden diese Friktionen besonders spürbar und durch den demografischen Wandel künftig noch verstärkt. Eine bessere Nutzung des vorhandenen Arbeitskräftepotentials zum Beispiel durch die Steigerung der Frauenerwerbsbeteiligung oder die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer wird notwendig sein. Gerne stehen wir Betrieben in allen Fragen der Personalgewinnung und des Arbeitsmarktes zur Verfügung“, erklärte Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Lübeck.

Die Präsentation finden Sie im Internet unter www.arbeitsagentur.de/luebeck > Unternehmen> Weitere Informationen > „FORUM AM Wirtschaftsnobelpreis“




Foto ü/Agentur für Arbeit Lübeck: Prof. Dr. Gesine Stephan


Zur Referentin
Prof. Dr. Gesine Stephan leitet seit dem Jahr 2004 den Forschungsbereich "Arbeitsförderung und Erwerbstätigkeit" am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Seit Mai 2009 ist sie Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Empirische Mikroökonomie, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Arbeitsmarktforschung. Sie beschäftigt sich zurzeit insbesondere mit der Evaluation von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik. Ihre Forschungsergebnisse wurden u.a. in Applied Economics, im Cambridge Journal of Economics, in Economics Letters und in Industrial Relations publiziert.

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Das IAB wurde am 1. April 1967 innerhalb der damaligen Bundesanstalt für Arbeit (BA) gegründet. Damit wollte die Bundesanstalt durch gut fundierte Forschungsergebnisse einen Beitrag zur Beantwortung von Fragen des strukturellen Wandels leisten. Zwischen 1969 und 1998 regelte das Arbeitsförderungsgesetz (AFG) den gesetzlichen Auftrag des IAB. Seit das AFG in das Sozialgesetzbuch Drittes Buch (SGB III) übernommen wurde, sind die Paragrafen 280 und 282 SGB III maßgeblich. Erweitert wurde dieser Auftrag erst in jüngster Zeit. Denn neben dem SGB III wird die Arbeit des IAB nun auch durch den Paragrafen 55 des SGB II bestimmt. Das IAB untersucht jetzt nicht nur die vielfältigen Wirkungen der Instrumente der Arbeitsförderung, sondern auch die Leistungen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Weitere Informationen finden Sie unter www.iab.de ."


Hier der Bilderbogen
- Foto © Reinhard Bartsch, Lübeck - :









































Quelle:
Agentur für Arbeit Lübeck



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