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„kulturLINK“: auf Weg zu gemeinsamer Kulturregion D / DK

16. Februar 2011 (HL-Red-RB) Das deutsch-dänische Projekt „kulturLINK Fehmarnbelt-Region“ nimmt Fahrt auf. In ihrer konstituierenden Sitzung heute im Fuglsang Kunstmuseum auf Lolland wählten die Mitglieder der Steuerungsgruppe Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, zum Vorsitzenden und Kim Christoffersen Dawartz, Leiter der Abteilung “Kultur und Freizeit“ der Næstved Kommune, zum stellvertretenden Vorsitzenden. „Der Bau der festen Fehmarnbelt-Querung gibt viele Impulse für das Zusammenwachsen der Regionen auf beiden Seiten des Fehmarnbelts. Mit ‚kulturLINK‘ knüpfen wir an alte kulturelle Verbindungen zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein an und schaffen zugleich neue. Die Kultur wird zu einem immer wichtigeren Treiber bei der Entwicklung einer gemeinsamen starken Wirtschaftsregion jenseits und diesseits des Fehmarnbelts“, sagte Schulz-Kleinfeldt nach der Wahl.
Ziel des aus Interreg-Mitteln finanzierten Projekts „kulturLINK“ ist es, gemeinsam Strukturen zu schaffen, um grenzüberschreitende Kulturprojekte zu identifizieren, aufzubauen und zu ermöglichen. In diesem Jahr wählt das Projekt bereits existierende Kulturprojekte aus, die auf beiden Seiten des Fehmarnbelts als „Botschafter“ für „kulturLINK“ werben, kündigte der Vorsitzende an. Außerdem werde es einen Wettbewerb zur Förderung neuer Ideen sowie einen Kulturatlas als virtuelle Informationsbörse zur Vernetzung und Unterstützung grenzüberschreitender Projekteideen geben.




Foto ü/u.a. Quelle: Mitglieder der Steuerungsgruppe kulturLINK Fehmarnbeltregion (von links nach rechts): Birthe Held, Kluturregion Storstrom, Peter Jacobsen, Region Sjaelland, Hanne Pigonska, Kulturregion Midt- og Vest, Annette Borns, Hansestadt Lübeck, Manfred Hoffmann, Aktivregion Wagrien-Fehmarn e.V., Horst Weppler, Kreis Ostholstein, und Matthias Schulz-Kleinfeldt, IHK zu Lübeck.


Weitere Mitglieder der Steuerungsgruppe sind Reinhard Sager, Landrat des Kreises Ostholstein, Annette Borns, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck, Manfred Hoffmann, Vorsitzender der LAG Aktivregion Wagrien-Fehmarn e.V., Peter Jacobsen (Region Seeland), Hanne Pigonska (Kulturregion Midt-Vestsjælland) und Birthe Helth von der Kulturregion Storstrøm. Die Hauptaufgabe des Gremiums ist die Steuerung des Projektes, erläuterte Kim Christoffersen Dawartz. Zudem genehmigt die Steuerungsgruppe den jährlichen Statusbericht über die Fortschritte des Projektes und die halbjährliche Darlegung der Verwendung der Mittel, und sie fördert und sichert die strategische Entwicklung und Verankerung von „kulturLINK“.

Die Leitung des auf drei Jahre angelegten und mit 1,1 Millionen Euro (8,2 Millionen Dänischen Kronen) geförderten Projektes liegt bei der IHK zu Lübeck. Partnerin ist die dänische Kommune Næstved, die stellvertretend für die Partnerkommunen Holbæk, Kalundborg, Lejre, Odsherred, Ringsted, Roskilde, Slagelse, Sorø, Næstved, Faxe, Vordingborg, Guldborgsund, Lolland und Stevns steht. Auf deutscher Seite tragen der Kreis Ostholstein, die Hansestadt Lübeck sowie die AktivRegion Wagrien-Fehmarn e.V. zur Finanzierung bei. Bei der IHK zu Lübeck verantwortet Marketingmanagerin Nicola Lucas das Projekt. Die Projektkoordination auf dänischer Seite liegt bei Kulturscout Helen Sværke.

Statements der Mitglieder der kulturLINK Steuerungsgruppe:
Reinhard Sager, Landrat der Kreises Ostholstein: „Die Intensivierung besonders der kulturellen Beziehungen über den Fehmarnbelt hinweg ist für den Kreis Ostholstein von besonderer Bedeutung. Außer dem Bau eines Tunnels lassen sich so auch mentale Verbindungen schaffen. So hat beispielsweise die Kreismusikschule schon die Initiative ergriffen und gemeinsam mit dänischen Partnern für dieses Jahr einige Konzerte organisiert.“
Hanne Pigonska, Vorsitzende der Kulturregion Midt-Vestsjælland: „Ich erwarte, dass wir die Bänder zwischen den dänischen und den deutschen Kulturinstitutionen stärken, um in höherem Maße Verbundenheit, Wissensteilung und gegenseitiges Lernen zwischen den Institutionen zu ermöglichen. Im Zusammenspiel erreichen beide Seiten viel mehr. Des Weiteren gehe ich davon aus, dass das Zusammenführen der Kulturpolitiker von jeder Seite der Grenze neue und gute Initiative zur Folge haben wird, die ohne diesen Dialog nicht möglich gewesen wären.
Das Potenzial der Kooperationen im Kulturbereich wird hauptsächlich den vielen Kulturinstitutionen auf Seeland und in Norddeutschland zu Gute kommen. Ich bin aber auch der Meinung, dass diese Zusammenarbeit den Weg für weitere Kooperationen von deutscher Seite aus mit den übrigen nordischen Ländern und von dänischer Seite aus mit anderen Regionen in Deutschland frei machen wird. Kulturelle Barrieren können abgebaut werden, und es wird möglich sein, neue Maßnahmen bisher unbekannter Dimensionen zu initialisieren.
Ich bin Mitglied der Steuerungsgruppe, um dazu beizutragen, dass das in einer engeren Zusammenarbeit liegende Potenzial auch genutzt wird und Wurzeln fasst. Deutschland und Dänemark sind seit jeher in guten wie in schlechten Zeiten miteinander verbunden. Mit einer kulturellen Zusammenarbeit sind wir daran beteiligt, einen weiteren Schritt zu einem Europa in engerer Verbundenheit zu machen.“
Annette Borns, Kultursenatorin der Hansestadt Lübeck: „Lübeck ist die Kulturstadt zwischen Hamburg und Kopenhagen. Lübeck und Dänemark verbindet eine bis heute lebendige, wechselvolle wirtschaftliche und kulturelle Beziehung. Das kulturelle Profil der Stadt spiegelt die Orientierung nach Norden, nach Skandinavien wider, zum Beispiel durch die Nordischen Filmtage. Wirtschaft und Kultur sind die Grundlagen der Lübecker Stadtentwicklung gestern und morgen.“
Peter Jacobsen (Region Seeland): „Betrachten wir die Erfahrungen aus der kulturellen Zusammenarbeit über den Øresund hinweg, und das Projekt namens ‚Kulturbro 2000‘, besteht kein Zweifel, dass kulturelle Partnerschaftsprojekte nicht nur für ein besseres Kennenlernen den Weg frei machen, sondern auch dafür, dass die Kulturinstitutionen ein neues und größeres Publikum bekommen werden.“ Die Kulturbrücke habe eine große Rolle für die Integration um den Øresund gespielt. Die beiden Seiten von Øresund haben wegen dieser Kulturbrücke beträchtliche Fortschritte erzielen können. Jetzt gehe es um die Fehmarnbelt-Querung und die Vermittlung der Botschaft, dass ein Tunnel auch regionale Entwicklung bedeutet, die sich positiv auf die Menschen auswirken wird. Hier werde die Kultur ein beträchtlicher Treiber für die Region sein. „Die Fehmarnbelt-Querung hat eine sehr große Bedeutung für die Region Sjælland. Meine Hauptaufgabe in der Steuerungsgruppe ist es, die Fortschritte des Projekts festzuhalten und dafür zu sorgen, dass wir bei der Eröffnung des Tunnels im Jahre 2020 Dänemark und Deutschland einander näher gebracht haben, nicht nur physisch, sondern auch im Kulturbereich.“

Quelle:
Industrie- und Handelskammer zu Lübeck

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