Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren. Klicken Sie hier für weitere Informationen.
Hier klicken, um diese Nachricht nicht mehr anzuzeigen.



Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

IHK: Aufbruch in die deutsch-dänische Zukunft

23. Januar 2011 (HL-Red-RB) Gewisser Nachhall vom Neujahrsempfang der IHK zu Lübeck: "Haben Schleswig-Holstein und Dänemark das Potenzial für eine gemeinsame Zukunft? Diese Frage beantwortete Schleswig-Holsteins Ministerpräsident mit einer klaren Antwort: „Schauen Sie doch einmal, wie wir alle heißen: Poulsen-Hansen, Jessen, Carstensen. Diese Namen sagen alles.“ Der Regierungschef diskutierte auf dem Neujahrsempfang der IHK zu Lübeck in der Lübecker Musik- und Kongresshalle mit dem dänischen Botschafter in Berlin, Per Poulsen-Hansen, dem deutschen Botschafter in Kopenhagen, Dr. Christoph Jessen, dem Vizepräses der Handelskammer Hamburg, Dr. Karl-Joachim Dreyer, und dem Lübecker IHK-Präses Christoph Andreas Leicht, über das Thema „2030 – Potenziale einer dänisch-deutschen Zukunft“.

Vor 1.700 Zuhörern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung sagte Dreyer, die Hansestadt Hamburg unterhalte enge wirtschaftliche Beziehungen zu Dänemark. „Mit 250 dänischen Firmen ist Hamburg der größte Wirtschaftsstandort des Königreiches im Ausland“, sagte er. „Aber allein werden wir das nicht schaffen. Wir müssen die großen Wirtschaftsräume im Norden zusammenführen – das lohnt sich.“ Botschafter Jessen sieht ebenfalls ein großes Potenzial für beide Länder, weil sie historisch eng miteinander verflochten sind, wie die Verbreitung von Namen wie Carstensen, Jessen oder Hansen auf beiden Seiten belegt.

Präses Leicht rief dazu auf, die Chancen, die sich aus dem Bau der festen Querung über den Fehmarnbelt ergeben, zu nutzen. „Die Zentrumslage unserer Region wird auch Vorteile für andere Landesteile haben“, sagte er. Der dänische Diplomat Poulsen-Hansen erwarte ebenfalls Impulse für Wirtschaft, Kultur und das Zusammenwachsen der Regionen. Sein Land habe positive Erfahrungen mit dem Bau und der Nutzung von Brücken gemacht. Die Erfolge in der Öresund-Region und am Großen Belt seien eindeutig.

Auf die Frage von Moderatorin und NDR-Landeskorrespondentin Kerstin Tewes, ob damit auch die Zeit für die Gründung eines Nordstaates aus Hamburg und Schleswig-Holstein gekommen sei, entgegnete der Ministerpräsident: „Wir können den Nordstaat nicht verordnen, wir müssen dafür sorgen, dass die Menschen begreifen, was wir schon gemeinsam leisten.“ Das würde das Zusammenwachsen fördern. Leicht riet ebenfalls von einer reinen Strukturdebatte ab. Vielmehr gehe es darum, mehr Service für Bürger und Unternehmen zu schaffen. Dabei könnten die Deutschen viel von den Dänen lernen. Dort gebe es keinen bedrohlichen demografischen Wandel, weil die Geburtenrate stabil ist. Auch die Rückkehr von Müttern ins Berufsleben sei im Königreich einfacher als in Deutschland. Videos von der Diskussion und die Reden vom Neujahrsempfang finden Sie im Internet unter www.ihk-schleswig-holstein.de(Dokumenten-Nummer: 80724)."


Quelle:
Industrie- und Handelskammer zu Lübeck

Impressum