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Agentur für Arbeit Lübeck

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Der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein: Dezember 2010

04. Januar 2011 (HL-Red-RB) Die Bundesagentur für Arbeit - Regionaldirektion Nord teilt mit: • 104.000: Niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Dezember seit 1992 • 4.100 Arbeitslose weniger im Vorjahresvergleich • Jedoch saisonal bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat November: + 5.100 • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,3 Prozent; 4,0 Prozent in Stormarn • Junge Arbeitslose profitieren besonders. Vorjahresvergleich: - 11,8 Prozent • Deutliches Plus bei den offenen Stellen: + 22,4 Prozent • Auch Vergleich der Jahresdurchschnittswerte 2009 zu 2010 positiv: 3.300 Arbeitslose weniger • „Ich gehe davon aus, dass im Jahr 2011 die Arbeitslosigkeit weiter sinken wird. Im Oktober rechnen ich mit dem niedrigsten Wert: rund 94.000.“ (Jürgen Goecke)
„Die Arbeitslosenzahl ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat November um 5.100
oder 5,1 Prozent gestiegen. Sie liegt nunmehr bei 104.000. Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit
ist zwar für den Wintermonat Dezember saisontypisch, allerdings wurde er in diesem Jahr
durch den ungewöhnlich heftigen Wintereinbruch verstärkt“, sagte Jürgen Goecke, Chef der
Regionaldirektion Nord, heute (04. Januar 2011) in Kiel.
Der Vorjahresvergleich zeige jedoch, dass sich die konjunkturelle Erholung nach der Finanzund
Wirtschaftskrise auch auf dem Arbeitsmarkt Schleswig-Holsteins widerspiegle. „Die Zahl
der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Dezember 2009 um 4.100 oder 3,8 Prozent gesunken.
Mit den bereits genannten 104.000 Arbeitslosen können wir in Schleswig-Holstein den
niedrigsten Wert in einem Dezember seit 1992 melden. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt
bei 7,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 7,6 Prozent.“
Auch der Vergleich der Jahresdurchschnittswerte dokumentiere den wirtschaftlichen Aufwärtstrend.
„Während wir 2009 durchschnittlich 110.600 Arbeitslose in Schleswig-Holstein
registrieren mussten, waren es im Jahr 2010 durchschnittlich 107.300 - ein Minus von
3.300 oder 2,9 Prozent.
Vom Abbau der Arbeitslosigkeit profitieren vor allem die jüngeren Arbeitslosen. Ihre Zahl
sank von 11.800 im Dezember 2009 um 1.400 oder 11,8 Prozent auf nunmehr 10.400.
Sehr erfreulich sei die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung - es
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liegen die Oktober-Daten vor - in Schleswig-Holstein. „Mit 842.500 sozialversicherungspflichtig
Beschäftigten haben wir den höchsten Stand in einem Oktober seit 1999 erreicht.
15.200 zusätzliche Arbeitsplätze sind im Vergleich zum Vorjahr entstanden. Das ist ein Plus
von 1,8 Prozent. Schleswig-Holstein liegt damit im Durchschnitt aller westdeutschen Bundesländer“,
bilanzierte Goecke.
Beschäftigungszuwächse konnten der Bereich Dienstleistungen für Unternehmen (+7.600),
das Gesundheitswesen (+4.600) und das Baugewerbe (+2.900) melden. „Das Baugewerbe
profitiert noch von den Auswirkungen des Konjunkturpaketes II“, so Goecke weiter. Weniger
Beschäftigte gab es vor allem im Bereich Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherung
(-500) im Bereich Information und Kommunikation (-300) sowie im verarbeitenden
Gewerbe ( -300).
Ein weiterer positiver Konjunkturindikator sei für ihn - so Goecke weiter - die Zahl der bei
den regionalen Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldeten offenen Stellen. „Ihre Zahl ist
seit Jahresbeginn kräftig gestiegen. 2010 wurden unseren Arbeitgeberservice-Teams* in
Schleswig-Holstein 56.600 sozialversicherungspflichtige Stellen zur Vermittlung gemeldet.
Das ist ein Plus von 10.400 oder 22,4 Prozent. Wir liegen also deutlich über dem Vorjahresniveau.“
Info: Arbeitslosenquoten in Kreisen und Städten
Die niedrigste Quote unter den Kreisen findet man - wie schon erwähnt - in Stormarn mit
4,0 Prozent, die höchste im Kreis Schleswig-Flensburg mit 8,7 Prozent. Unter den Städten
hat Lübeck mit 10,5 Prozent die niedrigste Quote, Flensburg mit 12,3 Prozent die höchste.

*Freie Arbeits- und Ausbildungsstellen können den örtlichen Arbeitgeberservices unter der
Rufnummer 01801 - 66 44 66 gemeldet werden (3,9 Cent/min. Festnetz; Mobilfunkpreis höchstens 42 Cent/min.).

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