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Agentur für Arbeit Lübeck

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Agentur für Arbeit HL: Winter erfasst den Arbeitsmarkt

04. Januar 2011 (HL-Red-RB) Im Gesamtbezirk der Arbeitsagentur Lübeck, der die Hansestadt Lübeck und die südliche Umlandgemeinden im Kreis Herzogtum Lauenburg sowie den Kreis Ostholstein umfasst, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat gestiegen und zum Vorjahr zurückgegangen. „Trotz der winterlichen Einflüsse und saisonbedingten Entlassungen waren Ende Dezember nahezu 3.600 Arbeitnehmer weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als noch zu Jahresbeginn. Besonders profitieren konnten dabei jüngere Arbeitnehmer unter 25 Jahren während der Anteil älterer Arbeitsloser zwischen 55 und 65 Jahren ansteigt. Der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter ist unumkehrbar und sinkt in Schleswig-Holstein allein in den nächsten 10 Jahren um 50.000. Damit wäre eine Stadt wie Neumünster ausgestorben. Da die Bevölkerung gleichzeitig immer älter wird, sollte vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung die Beschäftigung Älterer stärker in den Fokus rücken. Unternehmen müssen schon heute umdenken, um auch künftig innovativ und wettbewerbsfähig bleiben zu können und den Wissenstransfer zu sichern“, erklärt Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Im Gesamtbezirk waren 18.769 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 1.186 (6,7 Prozent) mehr als im Vormonat. Der Rückgang zum Vorjahr fällt mit 8,2 Prozent (­1,674) am stärksten in Schleswig-Holstein aus. Niedriger war die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk zuletzt in dem Dezembermonat 1992.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg im Vergleich zum November 2010 auf 9,0 Prozent. Im Dezember 2009 betrug sie 9,9 Prozent. Im Berichtsmonat wurden 766 Stellen neu zur Besetzung gemeldet, 191 oder 33,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Im Rechtskreis SGB III (Betreuung durch die Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 5.549, das sind 683 mehr als im Vormonat und 134 weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III­Arbeitslosenquote lag bei 2,7 Prozent.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch die Arbeitsgemeinschaften, künftig Jobcenter) gab es 13.220 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 503 gegenüber November 2010 und ein Minus von 1.540 zum Dezember 2009. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 6,4 Prozent.

Arbeitsmarkt Regional

Im Vergleich zum Vormonat gab es in allen Agenturen einen Anstieg. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit außer im Bezirk Timmendorfer Strand in allen Regionen zurück.

Im Bezirk der Hauptagentur Lübeck nahm die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 419 (3,6 Prozent) auf 12.098 Personen zu. Das waren 1.050 Arbeitslose (8,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 9,3 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,2 Prozent. Dabei meldeten sich 2.859 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 2.444 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Dezember 488 neue Stellen.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Eutin waren im Dezember 1.776 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 87 oder 5,2 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 213 (10,7 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 7,5 Prozent (Vorjahr 8,6 Prozent). Dabei meldeten sich 454 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 363 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 54 neue Stellen wurden im Laufe des Monats angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Neustadt ist die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 278 (24,5 Prozent) auf 1.415 Personen angestiegen. Das waren 105 Arbeitslose (6,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember 9,2 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,0 Prozent. Dabei meldeten sich 498 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 217 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Dezember 51 neue Stellen.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Oldenburg waren im Dezember 2.324 Arbeitslose gemeldet. Ihre Zahl stieg um 307 oder 15,2 Prozent gegenüber dem Vormonat an und ging um 312 (11,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahreswert zurück. Die Arbeitslosenquote betrug 9,6 Prozent (Vorjahr 11,0 Prozent). Dabei meldeten sich 695 Personen arbeitslos, während gleichzeitig 388 Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten. 105 Stellen wurden im Laufe des Monats neu zur Besetzung angeboten.

Im Bezirk der Arbeitsagentur Timmendorfer Strand ist die Arbeitslosigkeit von November auf Dezember um 95 (9,0 Prozent) auf 1.156 Personen gestiegen. Das waren 6 Arbeitnehmer (0,5 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 7,9 Prozent (Vorjahr 7,8 Prozent). Dabei meldeten sich 320 Personen arbeitslos und gleichzeitig beendeten 225 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Arbeitgeber meldeten im Dezember 68 neue Stellen.

In der Hansestadt Lübeck waren Ende Dezember 11.031 Arbeitslose gemeldet, 373 (3,5 Prozent) mehr als vor einem Monat und 901 (7,6 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte auf 10,5 Prozent (Vorjahr 11,4 Prozent) an.

2.309 Arbeitslose und damit 100 (4,5 Prozent) mehr als im Vormonat und 89 (3,7 Prozent) weniger als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III zuzuordnen.

8.722 Arbeitslose wurden bei der Arbeitsgemeinschaft (künftig Jobcenter) Lübeck geführt. Ihre Zahl nahm innerhalb Monatsfrist um 273 (3,2 Prozent) zu und lag um 812 (8,5 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Im Kreis Ostholstein waren Ende Dezember 7.610 Arbeitslose gemeldet, das waren 810 (11,9 Prozent) mehr als im November und 744 (8,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozentpunkte auf 7,7 Prozent (Vorjahr 8,6 Prozent) zurück.

3.175 Arbeitslose wurden bei den Arbeitsagenturen in Ostholstein im Rechtskreis des SGB III betreut, 583 (22,5 Prozent) mehr als im November und 27 (0,8 Prozent) weniger als vor einem Jahr.

Bei der Arbeitsgemeinschaft (künftig Jobcenter) Ostholstein im Rechtskreis SGB II waren 4.435 Arbeitslose gemeldet, das waren 227 (5,4 Prozent) mehr als im Vormonat und 717 (13,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr.



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