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IHK SH und UV Nord: SH muss Hochschulpakt erfüllen!

16. Dezember 2010 (HL-Red-RB) Die IHK Schleswig-Holstein und der UV Nord appellieren an die Landesregierung, den Verpflichtungen aus dem Hochschulpakt unbedingt nachzukommen. Denn die Wirtschaft des Landes ist dringend auf hoch qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Die Hochschulen des Landes sind in der Lage, das entsprechende „Angebot“ zu liefern, wenn man sie denn lässt.

Schleswig-Holstein hat den Hochschulpakt II unterschrieben. Er sieht vor, dass bis zum Jahr
2015 knapp 10.000 zusätzliche Studienplätze im Lande geschaffen werden sollen. Dabei ist
noch unberücksichtigt, dass mit dem Wegfall der Wehrpflicht wahrscheinlich ab Mitte 2011
noch mehr Studieninteressierte auf den Markt für Hochschulausbildungen drängen werden.
Für Schleswig-Holstein werden dies pro Jahr zusätzlich zwischen 1.000 und 1.500 junge
Menschen sein. Im Jahr 2016 kommt außerdem ein doppelter Abiturientenjahrgang hinzu.
Schleswig-Holstein muss sich somit auf steigende Studierendenzahlen einstellen. Dazu hat
es sich auch verpflichtet.
Bereits heute kommt das Land Schleswig-Holstein seinen Verpflichtungen für die
Hochschulausbildung junger Menschen nicht in ausreichendem Umfang nach. Denn für nur
rund 60 Prozent der zum Studium berechtigten Schleswig-Holsteiner hält das Land
Studienplätze vor. Mit dem nun in Rede stehenden „Export“ von Studienplätzen in andere
Bundesländer wie zum Beispiel Niedersachsen wird dieses Missverhältnis noch verstärkt.
Zudem ist zu befürchten, dass in Schleswig-Holstein viele zum Studium Berechtigte kein
Studium anfangen werden – zum einen weil die Fachhochschulen, die ihre Studierenden
zum weitaus überwiegenden Teil aus der umliegenden Region rekrutieren, zu wenige
Studienplätze vorhalten, und zum anderen, weil mit einem Studium außerhalb des Landes
zusätzliche Kosten verbunden sind.
Die Wirtschaft im Lande Schleswig-Holstein erwartet von der Landesregierung, dass trotz
aller notwendigen Sparbemühungen die wirtschaftliche Zukunft nicht verspielt wird. Die
zusätzlichen Studierenden werden dringend im Lande benötigt, wenn wir die zukünftigen
Nr. 50/2010
Ihr Ansprechpartner:
Michael Legband
Telefon:
0431 5194-224
E-Mail:
legband@kiel.ihk.de
03.12.2010
IHK Schleswig-Holstein | Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern zu Flensburg, zu Kiel und zu Lübeck
Postanschrift: Industrie- und Handelskammer zu Kiel | 24100 Kiel | Büroanschrift: Bergstraße 2 | 24103 Kiel
Internet: www.ihk-schleswig-holstein.de 2|2
Herausforderungen bewältigen wollen. Wenn Studierende bzw. Absolventen erst einmal das
Land verlassen haben, kommen sie in den seltensten Fällen zurück. Eine Entscheidung für
den Export von Studienplätzen in andere Bundesländer im Rahmen des Hochschulpaktes II
kommt einer Beschneidung der wirtschaftlichen Entwicklungspotentiale des Landes
Schleswig-Holstein gleich. Wenn wir uns wirtschaftlich im Wettbewerb mit anderen Regionen
behaupten wollen, benötigen wir die zusätzlichen Studienplätze im eigenen Land und nicht
woanders, so die IHK Schleswig-Holstein und der UV Nord.

Quelle:
IHK Schleswig-Holstein

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