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Agentur für Arbeit Lübeck

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Familienfreundliche Unternehmen meistern demograph. Wandel

10. Oktober 2010 (HL-Red-RB) Der demographische Wandel führt zu einer strukturellen Schieflage auf dem Arbeitsmarkt. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein Lösungsansatz, um die großen Herausforderungen zu bewältigen. Zu diesem Ergebnis kamen Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 5. Oktober 2010 in Hammoor im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft und Familie“ der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck.

„Idee dieser Veranstaltungen ist es, Politik und Wirtschaft ins Gespräch zu bringen, aber auch Unternehmen untereinander. Denn gemeinsam können wir einfache und schnell umsetzbare Lösungen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege besser realisieren.“ sagte Theda Greisner, Leiterin der Beratungsstelle „Wirtschaft und Familie“ in der IHK zu Lübeck, „Fakt ist, dass familienfreundliche Unternehmen die besten Voraussetzungen haben, die Herausforderungen des demographischen Wandels zu meistern.“

Prof. Dr. Annekatrin Niebuhr vom Kieler Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung stellte in ihrem Vortrag die aktuelle und zukünftige Bevölkerungsentwicklung Schleswig-Holsteins dar. Besorgniserregend ist der zukünftige Mangel vor allem an hochqualifizierten Fachkräften, Laut ihrer Darstellung ist ein Bevölkerungsrückgang von derzeit 1,8 Millionen auf 1,3 Millionen bis 2050 zu erwarten. Deshalb sei es bereits heute dringend geboten, ungenutzte Personalreserven zu aktivieren und in den Arbeitsmarkt zu integrieren, zum Beispiel durch die Verlängerung der Jahres- und Lebensarbeitszeit oder die Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, so Niebuhr.

In der anschließenden Podiumsdiskussion betonte Cord Wöhlke, Geschäftsführer der Iwan Budnikowsky GmbH & Co. KG aus Hamburg: „Die Menschen sind für uns der Schlüssel zum Erfolg!“. Gerade die Unterstützung bei der Betreuung von Mitarbeiterinnenkindern könne helfen, Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. „Da die Kinderbetreuung das Vorhandensein von Ressourcen voraussetzt, müssen vor allem kleinere und mittlere Unternehmen auf diesem Gebiet verstärkt miteinander kooperieren und Netzwerke schaffen“, fügte Prof. Niebuhr hinzu. An der Diskussion nahmen Gerhard Horn, Bürgermeister der Stadt Reinfeld, Wolfgang Herzog vom Verein „Alt hilf Jung“ und Margrit Janke, Norddeutsche Diakoniedienste für Senioren GmbH auf dem Podium teil.

Die Veranstaltungsreihe „Wirtschaft und Familie“ in Stormarn fand in Kooperation mit dem Kreis Stormarn, der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe und mit Unterstützung der Wirtschafts- und Ausbildungsgesellschaft Stormarn mbH statt. Auch 2011 wird die Beratungsstelle „Wirtschaft und Familie“ interessante Veranstaltungsangebote machen. Weitere Informationen finden Sie unter www.wirtschaftundfamilie.de. Ansprechpartnerin ist Projektleiterin Theda Greisner, Telefon: 0451 6006 142 oder greisner@ihk-luebeck.de.


Quelle:
Industrie- und Handelskammer zu Lübeck

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