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Agentur für Arbeit Lübeck

Arbeit Wirtschaft H'werk Politik

Heute schon an morgen denken

09. September 2010 (HL-Red-RB) Regionales Übergangsmanagement Schule- Arbeitswelt im Kreis Ostholstein: Die Prognosen für Deutschland sind unmissverständlich: Im Jahr 2050 werden rund 15 Millionen Fachkräfte fehlen. Doch der demografische Wandel ist keinesfalls ein reines Zukunftsthema. Die Überalterung ist im Kreis Ostholstein bereits jetzt höher als im Bundes- und Landesschnitt. Der Anteil der Bevölkerung über 50 Jahre beträgt in Ostholstein 44,9 Prozent; im Bund sind es 39,3 Prozent und im Landesschnitt 40,0 Prozent. Gleichzeitig ist der Anteil Jüngerer unter 25 Jahren in Ostholstein geringer, so dass bei der Jugend-Alter-Relation 51 Jüngere auf 100 Ältere entfallen. Im Bundes- und Landesvergleich sind es 64.

„Diese Entwicklung stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon jetzt vor völlig neue Herausforderungen. Die Fachkräfte von morgen müssen bereits heute ausgebildet und in der Region gehalten werden. Dafür, dass der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt, tragen wir alle eine Mitverantwortung. Wir dürfen keine Zeit verlieren. Deshalb haben wir heute gemeinsam mit dem Kreis Ostholstein, den beruflichen Schulen und dem Schulamt des Kreises Ostholstein zum „Regionalen Übergangsmanagement Schule – Arbeitswelt“ eingeladen. Wir stellen Politikern, Vertretern von Gemeinden, Kammern, Schulen und Verbänden die bereits vorhandene Vielzahl von Aktivitäten an der sogenannten 1. Schwelle vor. Wir wollen mit ihnen diskutieren, welche weiteren Möglichkeiten in Ostholstein nötig sind, um in unserer Region den gravierenden demografischen Wandel auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu bewältigen und vor allem auch schwächere Jugendliche in die Arbeitswelt zu integrieren. Keiner darf verloren gehen!“ erklärte Wolfgang Werner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

Präsentiert wurden an Ständen zum Beispiel Projekte zur Berufseinstiegsbegleitung, vertieften Berufsorientierung, ausbildungsvorbereitenden Jahren oder berufsvorbereitenden Maßnahmen. „Wir stellen heute auch unser neues regionales Internetangebot vor. Unter www.ausbildungslotse-oh.de wird Lehrern, Eltern, Schüler/innen und allen, die in der Ausbildung Jugendlicher engagiert sind, ein interaktives Hilfsmittel angeboten. Schnell und gezielt erhält man hier einen ersten Überblick über Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten. Mit der „Lotsenkarte zur beruflichen Ausbildung in Ostholstein“ haben wir außerdem ein Plakat gestaltet, das den Weg zur Ausbildung darstellt. Dieses Plakat werden wir an alle Ostholsteiner Schulen verteilen.
Gemeinsam mit den Partnern auf dem Ausbildungsmarkt werden wir in drei Arbeitsgruppen bis zum Jahresende Handlungsfelder bearbeiten, um den Übergang Schule - Arbeitswelt in Ostholstein weiter zu verbessern. Dabei geht es darum die Ausbildungs- und Berufsreife der Jugendlichen zu optimieren, mehr Schulabgänger in die duale Ausbildung zu bewegen und die Zahl der Ausbildungsabbrüche weiter zu reduzieren“, erläutert Karsten Marzian, Geschäftsführer für den operativen Bereich in der Arbeitsagentur Lübeck.


Quelle:
Agentur für Arbeit Lübeck


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