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Agentur für Arbeit Lübeck

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DGB: Arbeitsmarktinstrumente in Wirtschaftskrise nutzen

28. November 2008 (Lübeck). Der bisher positive Trend auf dem Arbeitsmarkt stagniert. Die Folgen der Finanzkrise haben sich im November jedoch noch nicht deutlich auf den Arbeitsmarkt niedergeschlagen. Nach Angaben der Agentur für Arbeit in Lübeck ist die Zahl der Arbeitslosen in Lübeck geringfügig auf knapp unter 12.000 gesunken. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 % auf 11,5 %. Prognosen gehen davon aus, dass die Finanzkrise erst in den nächsten Monaten voll auf den Arbeitsmarkt durchschlagen wird. Besonders die Branchen und Regionen, die stark exportabhängig sind, werden hart getroffen.

Zu den offiziellen Arbeitsmarktzahlen für Oktober stellt der DGB-Vorsitzende Uwe Polkaehn fest: „Die offizielle Arbeitslosigkeit kann die tatsächlichen Risiken für Beschäftigung nicht widerspiegeln. In vielen Branchen und Unternehmen greifen noch die betrieblichen Spielräume wie Arbeitszeitkonten, die Arbeitsplätze vorübergehend sichern können.“

„Anfang nächsten Jahres wird die Finanzkrise den Arbeitsmarkt erreichen. Schon heute sehen wir die ersten Vorboten in der Leiharbeitsbranche. Betriebe entlassen zuerst ihren Leiharbeitnehmer. Diese Menschen tauchen zwar noch nicht in der Arbeitslosenstatistik auf, verlieren aber erheblich an Einkommen, da sie zurzeit kaum Ersatzmöglichkeiten bekommen können.
Um Entlassungen in der Leiharbeitsbranche einzudämmen, sollten sie das Instrument der Kurzarbeit nutzen.

Darüber hinaus sollten alle Unternehmen ermutigt werden, die Leute nicht raus zu schmeißen, sondern in den Betrieben zu belassen.
Drohende Entlassungen aufgrund der Konjunkturkrise sollten mit Kurzarbeit abgefedert werden. Weiterbildung und Arbeitszeitkonten sollten genutzt werden, um nach der Krise die notwendigen Fachkräfte noch im Betrieb zu haben.

Diese Instrumente dürfen nicht nur in Großbetrieben zum Einsatz kommen. Gerade in Kleinbetrieben müssen Wege eröffnet werden mit diesen Auffanginstrumenten Entlassungen zu umgehen“, fordert der DGB-Chef Polkaehn.

Quelle: DGB Lübeck


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