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Belt-Querung: Bau- und Hafenwirtschaft müssen Chancen nutzen

08. Januar 2010 (Kiel/Kopenhagen/HL-Red.) Wirtschaftsminister Jost de Jager nach Treffen mit Femern-A/S-Vorständen: "Bau- und Hafenwirtschaft müssen Chancen der Beltquerung nutzen: Als eine gewaltige Chance, aber auch als enorme Herausforderung für die Bau- und Hafenwirtschaft in Schleswig-Holstein hat Wirtschaftsminister Jost de Jager die bevorstehende Errichtung der Fehmarnbeltquerung bezeichnet. "Wir müssen uns auf diese Mammut-Aufgabe rechtzeitig vorbereiten, um das Querungsprojekt in Aufträge, Ansiedlungen und damit Arbeitsplätze zu verwandeln", sagte de Jager heute (7. Januar) nach einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der dänischen Projektgesell-schaft Femern A/S, Peter Lundhus, sowie Projektleiter Claus Dynesen. Hinsichtlich der künftigen Produktionsstätten für den Bau der rund 20 Kilometer langen Querung findet nach den Worten von de Jager bereits in diesen Wochen eine Bestandsaufnahme und Eignungsprüfung aller in Frage kommenden schleswig-holsteinischen Häfen statt.

Bis 2018 wird mit der Fehmarnbeltquerung das größte Infrastrukturprojekt Nordeuropas als Verbindung zwischen den Boom-Regionen Hamburg und Malmö/Kopenhagen realisiert. Derzeit laufen mehrere Untersuchungen, unter anderem zu Baugrund, Umweltverträglichkeit und Navigationsfragen. Parallel werden verschiedene Brücken- und Tunnelvarianten untersucht. Der Zeitplan sieht folgende Stationen vor:

* 11. Januar 2010: Femern A/S präsentiert (intern) die technischen Anforderungen an die Produktionsstätten und die Baustellen auf Fehmarn und Lolland
* 21. Januar 2010: Präsentation der Trassen-Varianten für die Schienen-Hinterlandanbindung zwischen Lübeck und Puttgarden durch die DB AG
* Erstes Quartal 2010: Bestandsaufnahme und Eignungsprüfung aller als Produk-tionsstätten in Frage kommenden schleswig-holsteinischen Häfen.
* Erstes Quartal 2010: Festlegung der Intensität der Umwelt-Untersuchungen
(so genanntes Scoping)
* Erstes Quartal 2010: Bauentwurf für die Straßen-Hinterland-Anbindung (B 207)
* Frühjahr 2010: Voraussichtliche Entscheidung über die Vorzugs-Variante für die Schienen-Hinterland-Anbindung durch den Bund.
* Sommer 2010: Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Straßen-Hinterlandanbindung
* Ende 2011: Angestrebter Planfeststellungsbeschluss für Straßen-Hinterland-Anbindung
* 2012: Voraussichtlicher Baubeginn der Straßen-Hinterlandanbindung
* 2012: Entscheidung des dänischen Parlaments über ein Baugesetz zum Bau der Beltquerung sowie auf deutscher Seite angestrebter Planfeststellungsbeschluss für das Querungsbauwerk (Brücke oder Tunnel).
* 2013: Endgültige Entscheidung über Standort der Produktionsstätten in Schles-wig-Holstein im Rahmen einer internationalen Ausschreibung über Bauleistungen
* Permanente Begleitung und Information der Bürger und Entscheidungsträger in den betroffenen Kommunen durch Femern A/S und die Landesregierung.

Nach den Worten von de Jager ist davon auszugehen, dass in der sechsjährigen Bau-phase für die gesamte Querung jährlich 6.000 bis 7.000 Arbeitskräfte benötigt werden.
Nach Angaben der Geschäftsführung von Femern A/S wird sich über die in der kom-menden Woche vorzulegenden technischen Anforderungen entscheiden, welche Häfen in Schleswig-Holstein als Produktionsstätten in die engere Auswahl kommen. "Ohne der Präsentation vorgreifen zu wollen ist klar, dass es sich bei den Produktionsstätten, in denen die Brücken- bzw. Tunnelelemente gefertigt werden, um Standorte mit Tiefwasser-Häfen und ausreichenden Landflächen handeln muss", so de Jager.

De Jager bestätigte, dass die Planungen für den Bau der Hinterlandanbindungen im Zeit-plan liegen. Mit der Fertigstellung des Ausbaus der B 207 rechne er im Jahr 2015. "Da-mit erledigt das Land diese Aufgabe drei Jahre vor der Eröffnung der festen Querung", so der Minister.


Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr

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