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Agentur für Arbeit Lübeck

Soziales Familie&Co Gesundheit

Bürger für Lübeck: 2010: Eigeninitiative und Solidarität

02. Januar 2010 (HL-Red.) Die "Bürger für Lübeck -unabhängige Wählergemeinschaft in der Hansestadt Lübeck - teilt mit: "Ungeachtet aller Globalisierung findet gesellschaftliches Leben in der Kommune statt, in Stadtvierteln, Nachbarschaften und Hausgemeinschaften sowie Familien. Unser Sozialsystem stellt am Ende ab auf die Organisation des Wohlfahrtsstaates auf kommunaler Ebene. Allein ist Stadt – und zumal Lübeck – zunehmend überfordert, ihre sozialen Aufgaben umfassend wahrnehmen zu können; und sich dabei womöglich um Schwächere noch im besten Sinne „kümmern“ zu können.

Aber ist unsere Anspruchshaltung gegenüber dem Sozialstaat nicht auch überzogen? Haben wir es nicht zu guten Teilen verlernt, eigene Initiativen zu ergreifen, statt zunächst nach dem Staat bzw. der Stadt zu rufen? Und dabei auch ein Stück Selbstverantwortung und Selbstständigkeit – andere nennen es Freiheit und Selbstbestimmung – verloren?
Jeder Einsparvorschlag aus Politik und Verwaltung – völlig egal in welchem kulturellen, sozialen und auch wirtschaftlichem Bereich - wird in Lübeck jedenfalls erst einmal rundweg abgelehnt. Jede neue Problematik wird vom Ruf nach städtischer Finanzierung begleitet. Im besseren Fall können noch unsere Stiftungen einspringen. Zuwendung und Zuschuss sind bzw waren so einfach – und werden von mancher Bürgerschaftsfraktion nach wie vor ohne Sinn und Verstand gefordert.
Unsere soziale Marktwirtschaft wird aber getragen vom Grundgedanken, dass die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft der Wirtschaft, basierend auf der Selbstständigkeit und Eigeninitiative sowie personellen Solidarität der Menschen, auch die Voraussetzungen für kollektive Solidarität in unseren Sozialsystemen schafft – nicht umgekehrt. Statt notwendiger Aufbruchstimmung und positiver gesellschaftlicher Dynamik wird allerdings noch immer vor allem nach dem Staat als Reparaturbetrieb für gesellschaftliche Probleme gerufen.
Der mühsame Königsweg liegt vor uns Allen: Bürger – zumal wenn sie objektiv Zeit und Muße wirklich aufbringen können, was bei Vielen der Fall ist - müssen wieder und noch mehr persönliche Solidarität üben, Eigeninitiative im persönlichen Umfeld entwickeln, beim Kümmern um die eigene Familie, aber auch um die alte Nachbarin, im Kindergarten und in der Schule, bei der Förderung von Jugendlichen, der Unterstützung alleinerziehender Mütter, u.v.a.m., auch insbesondere im Bemühen um die wirtschaftliche Entwicklung im eigenen Unternehmen. Insoweit gehören Eigeninitiative und Solidarität selbstverantwortlich zusammen. Staat und Stadt sollen, müssen und können hier unterstützen; ersetzen dürfen sie unsere Selbstverantwortlichkeit nicht.
In diesem Sinne wünscht BfL alles Gute und Beste für das Neues Jahr 2010.

Autor: Raimund Mildner".

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