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Staatssekretär: "Brüsseler Fischereibeschlüsse sind Lichtblick"

24. Oktober 2009 (Kiel/HL-red.)Fischereistaatssekretär Ernst-Wilhelm Rabius hat den Beschluss des EU-Fischereirats zur Anhebung der Dorschfangquoten begrüßt. "Damit können die Ostseefischer wieder mit mehr Optimismus in die Zukunft blicken. Wenn sich jetzt die Nachfrage und damit die Preise noch von ihrem Tief erholen, dann bringen uns die verbesserten Fangmöglichkeiten auch wirtschaftlich voran", sagte Rabius in Kiel. Die Anhebung der Fangquoten bewertete er aufgrund der verbesserten Nachwuchssituation als maßvoll und gerechtfertigt.

Der am Montag und Dienstag von den EU-Staaten ausgehandelte Kompromiss sieht vor, dass die Dorschfangquote in der westlichen Ostsee - sie reicht etwa bis zur dänischen Insel Bornholm - um ca. acht Prozent, ostwärts davon sogar um 15 Prozent zunehmen darf. "Der Dorsch ist der Brotfisch unserer Ostseefischerei", sagte Rabius. Allerdings sei die gleichzeitige Kürzung der Heringsquote um 16 Prozent ein Wermutstropfen, da wegen der früher rückläufigen Dorschbestände auch Fischer aus Schleswig-Holstein auf die Heringsfischerei ausgewichen waren.
Positiv bewertete Ernst-Wilhelm Rabius die Heraufsetzung der Maschenweite bei den Fangnetzen auf 120 Millimeter, um so jüngere Fische zu schonen, und die Einschränkungen beim Zurückwerfen von so genanntem Beifang. Beides sei im Sinne einer nachhaltigen Fischerei, wie Schleswig-Holstein sie schon lange befürworte.

Den Beschluss zur "Kontrollverordnung" schätzte Staatssekretär Rabius als Entschärfung gegenüber dem ursprünglichen Entwurf der EU-Kommission ein. Zwar bewertete er kritisch, dass der bürokratische Aufwand bei der Fischereikontrolle und damit die Kostenbelastung für Fischereibetriebe wie auch für die staatlichen Kontrollbehörden zunehmen werde. Immerhin würden aber Binnenfischer, Süßwasser-Aquakultur und Freizeitangler zunächst weitgehend ausgenommen bleiben. Mit dem erzielten Ergebnis habe die Bundesregierung insgesamt erfolgreich verhandelt, so Rabius. "Dafür danke ich der Bundesregierung ausdrücklich", sagte er.


Quelle: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume

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