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Stabile Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein

03. September 2009 (HL-red.) Die IHKs in Schleswig-Holstein (Flensburg, Kiel und Lübeck) haben bis Ende August 9.541 neue Ausbildungsverträge registriert. Das ist ein leichter Rückgang von 821 Verträgen oder 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr mit 10.362 Verträgen. Anlässlich der zweiten Welle beim Ausbildungsstart 2009 erklärte Margarete Böge, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein:

»Wir haben momentan eine stabile Lage
auf dem Ausbildungsmarkt. Bei spürbar geringeren Bewerberzahlen (-15,1 Prozent)
und leicht rückläufigen Ausbildungsangeboten (-5,8 Prozent) bieten sich den
Jugendlichen in unserem Land viele gute Chancen für den Start ins Berufsleben.
Die Angebots-Nachfrage-Relation ist günstiger als im Rekordjahr 2008. Damit
werden wir die Zusage der Wirtschaft, allen ausbildungsgeeigneten Bewerbern
Chancen für eine Ausbildung oder eine Einstiegsqualifizierung zu eröffnen, in diesem
Jahr erneut erfüllen.«
Böge dankte allen Ausbildungsbetrieben, die ihr Ausbildungsengagement auch in
der schwierigen Konjunktursituation auf hohem Niveau halten. Sie hätten erkannt,
dass die Fachkräftegewinnung eine existenzielle Frage für die Zukunft sei. Denn
nach der absehbaren Konjunkturerholung werde der Wettbewerb um gutes Personal
deutlich härter werden.
Zur Stabilisierung der Vertragszahlen hätten auch die Einwerbe- und Vermittlungsaktionen
der IHKs beigetragen. Sie hätten in diesem Jahr, auch mit Hilfe der
vom Land geförderten Akquisiteure, schon 883 neue Ausbildungsbetriebe mit
1.300 neuen Ausbildungsplätzen gewonnen.
Probleme bereite der Mangel an interessierten Bewerbern in einigen Bereichen.
So seien in Dienstleistungsberufen und bei Hotellerie und Gastronomie noch zahlreiche
Stellen unbesetzt.
Zwar seien die meisten Ausbildungsverträge für dieses Jahr bereits abgeschlossen,
dennoch bestünden gute Chancen, in den kommenden Monaten weitere
Ausbildungsverträge zu schließen. In der IHK-Lehrstellenbörse stünden derzeit
478 Angeboten der Unternehmen 139 Nachfragen von Bewerbern gegenüber.
Besorgt zeigte sich Böge über das schlechte Abschneiden Schleswig-Holsteins
beim IW-Bildungsmonitor 2009: »Es gibt zwar positive Schritte in Schleswig-
Holstein, aber andere Länder überholen uns, weil sie konsequenter und schneller
sind. Vor allem die rote Laterne für unser Land bei der Betreuungsrelation ist ein
Alarmsignal an die Schulpolitik. Das ist mit dem Anspruch auf individuelle Förderung
nicht vereinbar.« Das korrespondiere mit Erfahrungen der Betriebe, die in
mangelnder Ausbildungsreife das zentrale Ausbildungshemmnis sehen.

Die IHKs empfehlen, alle unbesetzten Lehrstellen der Agentur für Arbeit und den
Internet-Lehrstellenbörsen der IHKs (www.ihk-schleswig-holstein.de) zu melden:
Telefon (0431) 5194-221

Quelle: IHK Schleswig-Holstein

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