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Agentur für Arbeit Lübeck

Soziales Familie&Co Gesundheit

Pflegezentrum Travetal wurde eingeweiht

01. Dezember 2017 (HL-Red-RB) Seit Frühjahr 2016 wurde gebaut, jetzt ist das Pflegezentrum Travetal der Vorwerker Diakonie fertiggestellt. Am vergangenen Montag ist die Einrichtung in der Fliederstraße eingeweiht worden, am Freitag zogen bereits Bewohnerinnen und Bewohner ein.
178 Pflegeplätze in Einzelzimmern mit jeweils eigenem Sanitärbereich sind entstanden. Außerdem zehn seniorengerechte Mietwohnungen mit Größen bis zu 60 Quadratmetern. "Bauzeit, Kosten und auch die vereinbarte Qualität des Baus sind eingehalten worden", sagt Fred Mente, Geschäftsführer der Vorwerker Diakonie, zufrieden. "Wir freuen uns daher sehr über unser neues Pflegezentrum."

In seiner Ansprache verwies Mente auch auf aktuelle Herausforderungen. "Wie wir als Gesellschaft mit dem Thema Pflege – der Fachkräftesituation, der demografischen Entwicklung und der drohenden Altersarmut – umgehen, halte ich für eine der entscheidenden Zukunftsfragen unserer Gesellschaft", führt er aus. Dabei kritisierte er unter anderem die Komplexität der Pflegegesetzgebung. "Wer nicht vom Fach ist, durchschaut kaum die Möglichkeiten, die die Gesetzgebung bietet. Im Ergebnis nehmen bundesweit leider 60 Prozent aller Pflegebedürftigen nicht alle Leistung in Anspruch, die ihnen eigentlich zuständen."

Lübecks Sozialsenator Sven Schindler beglückwünschte in seiner kurzen Ansprache die Vorwerker Diakonie zu ihrer neuen Einrichtung. Gleichzeitig bestätigte er Mentes Hinweise zur Situation in der Pflege. Mit dem neuen Pflegezentrum sieht er die Vorwerker Diakonie gut aufgestellt. "Meiner Einschätzung nach befinden Sie sich auf dem richtigen Weg", so der Senator.
Das neue Haus an der Fliederstraße bietet auch für demenziell Erkrankte ein spezialisiertes Angebot an.

"Wir sind hier am Standort mitten in der Stadt und doch im Grünen", sagt Doreen Boniakowsky, die als Geschäftsbereichsleitung die "Pflege" in der Vorwerker Diakonie verantwortet. "So haben wir direkt hinter unserem Haus einen parkähnlichen Garten, der von der Hauptterrasse über einen Außenfahrstuhl für alle Bewohner erreichbar ist." Die Idee mit dem Außenfahrstuhl war erst im Verlauf der Baumaßnahme entstanden. "Ich denke, viele Bewohner werden diese Möglichkeit nutzen und genießen."

Gleichzeitig mit dem Start des neuen Pflegezentrums stellt die Vorwerker Diakonie den Betrieb der Seniorenpflegeeinrichtungen Wilhelmine Possehl und Karl-Wagner-Haus ein. "Wir haben allen Bewohnerinnen und Bewohnern angeboten, in das neue Haus zu ziehen", so Boniakowsky. "Nahezu alle haben das Angebot angenommen." Trotzdem sind noch einige Plätze frei, die in den nächsten Wochen je nach Nachfrage belegt werden. Insgesamt werden im Pflegezentrum, das auch über einen Friseur, eine Fußpflege und ein physiotherapeutisches Angebot verfügt, 180 Mitarbeitende tätig.

Das neue Pflegezentrum hat rund 20 Millionen Euro gekostet. Diese Investition wurde seitens der Vorwerker Diakonie mit Zuschüssen, Spenden, Eigenmitteln und Bankkrediten finanziert. Die Umsetzung der Baumaßnahme hat das Lübecker Architekturbüro Heske-Hochgürtel-Lohse gemeinsam mit der Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft übernommen. "Mein Dank gilt allen am Bau Beteiligten", so Mente, "aber auch den Nachbarinnen und Nachbarn, die hier über eine lange Zeit die Belastung einer Großbaustelle ertragen haben."

Lübeck-Teatime hat die Feierstunde besucht und stellt folgenden Bilderbogen vor:







































Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck

Quelle:
Vorwerker Diakonie
/Red.

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