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Agentur für Arbeit Lübeck

Soziales Familie&Co Gesundheit

Diskussionsveranstaltung WEISSER RING zu "Gewalt in Lübeck"

22. August 2017 (HL-Red-RB) Detlef Hardt, Leiter der Außenstelle Lübeck des WEISSER RINGs, übermittelte folgenden Veranstaltungshinweis und führt dazu aus: "Gewalt - nicht nur am Beispiel "Jugendlicher brutal auf das Schuldach geschleppt - Todesangst" - Hilfsmöglichkeiten - Öffentlicher Vortrag am Freitag, 25. August 2017, 17.00 Uhr, Gewerkschaftshaus Lübeck, Holstentorplatz, EG - Raum 3/4 - Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Ausufernde Gewalt, auch in Lübeck wenden sich Jugendliche oft an den WEISSEN RING, sind Opfer von brutalen Angriffen geworden. Wie einschneidend muss die Todesangst des Jungen, der auf das Schuldach geschleppt worden war, gewesen sein? Bleibt er jetzt allein mit seiner Qual? Vor einigen Tagen wurden zwei Schüler in Travemünde von einer Gruppe Jugendlicher eingekreist, angegriffen. Welche Folgen
hat das für die Opfer?

Über 60 Prozent der Opfer von Körperverletzungsdelikten sind männlich. Allerdings ist hier die Scham offenkundig, man will "stark und cool" sein, spricht nicht über die Tat, die Folgen. Mobbing, Cybermobbing, Gruppengewalt, Raub, oftmals von Jugendlichen als "Abziehen" verharmlosend dargestellt, Wegschauen von Zeugen, mangelnde Zivilcourage sind alarmierende Anzeichen, hier muss gegengesteuert werden.

Es wird oft vergessen, dass die psychischen Folgen (Kränkung/Bloßstellung/Ausgrenzung) von Mobbing unter Jugendlichen vom Opfer oftmals als weit schwerwiegender empfunden werden und nachhaltiger sind, als ein vergleichsweise rasch wieder verschwindendes "blaues Auge": die Verletzung der Seele verheilt viel schlechter - wenn überhaupt.

Es kann sehr hilfreich sein, wenn sich der Verletzte durch aktives Betreiben der Strafverfolgung (Strafanzeige, Strafantrag, Nebenklage) aus der Opferrolle befreien kann ("Flagge zeigen" - auch vor sich selbst), so rechtmäßige Gegenwehr zeigen, zumal wenn dies auch in therapeutisch Unterstützung eingebettet ist.

Der WEISSE RING wird in einem Vortrag Möglichkeiten der Vorbeugung erläutern, aber auch konkrete Hilfe anbieten, so kostenlose Beratungen bei Rechtsanwälten und Therapeuten, Begleitungen bei Behördengängen und vieles mehr. Kein Opfer darf
allein bleiben. Rechtsanwälte, Therapeuten sind bei der Veranstaltung anwesend.

Eine Möglichkeit, sich aus der Angst-Umklammerung zu befreien, bieten auch Seminare "Selbstverteidigung- Selbstbehauptung", die ein Polizeitrainer in Kooperation mit dem WEISSEN RING anbietet. Auch der Polizeitrainer wird an der Veranstaltung teilnehmen.

Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit von vertraulichen Einzelgesprächen."

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