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Agentur für Arbeit Lübeck

Soziales Familie&Co Gesundheit

Zweiter Impfaktionstag an der Universität zu Lübeck

12. Mai 2015 (HL-Red-RB) Impfangebot des Gesundheitsamtes Lübeck zur Unterstützung der Masern-Elimination: In Kooperation mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität zu Lübeck bietet das Gesundheitsamt Lübeck am Mittwoch, 3. Juni 2015, in von 9 bis 15 Uhr im Vorraum des Audimax der Universität zu Lübeck erneut eine allgemeine Impfberatung und ein Impfangebot an. Folgende Impfungen für alle Studierende und Beschäftigte der Fachhoch- und Hochschulen werden an diesem Tag angeboten: Masern-Mumps-Röteln und Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten.
Bei der Masernerkrankung handelt es sich um eine hoch ansteckende Infektionskrankheit, die bereits vor Auftreten von Krankheitssymptomen übertragbar ist und fast jede ungeschützte Person infiziert. Masern sind damit eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen.
Es sind in den vergangenen Jahren bundesweit immer wieder Masernausbrüche aufgetreten, zuletzt in diesem Jahr in Berlin. Aufgabe des Gesundheitsamtes ist es, die Infektionsketten zu durchbrechen.
Dafür sind neben der Feststellung von Infektionsquellen und der Umsetzung von Infektionsschutzbestimmungen die Impfungen zur Erhöhung der Durchimpfungsraten der Bevölkerung die wirksamsten Maßnahmen.
Das RKI stellt in dem Zusammenhang fest, dass die Impfquoten in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und zum Zeitpunkt der Einschulung zufriedenstellend sind. Für eine erfolgreiche Elimination der Masern ist eine dauerhafte Immunität bei mindestens 95 Prozent der Menschen in allen Altersgruppen erforderlich. Bei den Jahrgängen bis einschließlich 1970 wird aufgrund ausreichenden früheren Kontakts mit dem Masernvirus von einer Immunität ausgegangen. Ein hoher Anteil der Masernfälle tritt somit bei nicht oder unvollständig geimpften Personen der Jahrgänge nach 1970 auf.
Um das Ziel der Masernelimination zu erreichen, ist es dringend erforderlich, so schnell wie möglich Impflücken, insbesondere unter Personen die nach 1970 geboren sind, zu schließen. Für den Impfschutz gegen Masern gilt für alle nach 1970 geborenen Menschen mit unklarem Impfstatus und Immunität oder bislang nur einer Impfung die Empfehlung der STIKO zur Masern-Mumps-Röteln Impfung.
Am häufigsten von einer Maserninfektion betroffen sind weiterhin Kinder im 1. Lebensjahr. Auch in diesem Zusammenhang spielt die Immunitätslage von jungen Erwachsenen eine wichtige Rolle, da der Anteil der Mütter mit ausreichender Immunität und damit einer sogenannten Leihimmunität für deren Kinder sinkt. Um wirksam einer Masernerkrankung für Kinder im 1. Lebensjahr entgegen zu wirken, ist zu dem ein indirekter Schutz (sog. Herdenschutz) durch eine immune Umgebung erforderlich. Dies ist umso wichtiger, weil gerade bei Kindern im 1. Lebensjahr schwere Komplikationen, insbesondere Entzündungen des Gehirns, als Spätfolge auch die sogenannte Subakute Sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), mit tödlichen Verläufen auftreten.
Die Impfungen gegen Mumps und Röteln sind für Jugendliche und junge Erwachsene von besonderer Bedeutung. Rötelninfektionen während der frühen Schwangerschaft führen zu schweren Missbildungen des Ungeborenen, während Mumpserkrankungen zur Unfruchtbarkeit bei Männern führen können.
Als weitere Schutzimpfungsmaßnahme wird die Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten angeboten. Nach den aktuellen Empfehlungen der STIKO sollten alle Erwachsenen bei einer nach 10 Jahren erforderlichen Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie wegen des Nachlassens der Immunität einmalig eine Impfung gegen Keuchhusten erhalten.
Neben dem Eigenschutz dienen alle Impfungen der Populationsimmunität und leisten damit einen Beitrag für die Gesundheit der Gemeinschaft.
Das Impfangebot für Studierende und Beschäftigte vor Ort wird gemeinsam mit den Studenten der Medizin des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität zu Lübeck unter Leitung von Professor Dr. med. Werner Solbach sowie den Ärzten und Arzthelferinnen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Bereiches Gesundheitsamt unter Leitung von Dr. med. Kaschlin Butt durchgeführt.

Weitere Informationen geben die Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes unter der Rufnummer (0451) 122-5332 und die Internetseite www.Gesundheitsamt.luebeck.de .

Quelle:
Hansestadt Luebeck / Presse- und Oeffentlichkeitsarbeit

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