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Agentur für Arbeit Lübeck

Soziales Familie&Co Gesundheit

Impfaktionstag an der Universität zu Lübeck im November

26. September 2014 (HL-Red-RB) Impfangebot des Gesundheitsamtes zur Unterstützung der Masern-Elimination: In Kooperation mit dem Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität zu Lübeck bietet das Gesundheitsamt Lübeck am 25. November 2014 in der Zeit zwischen 9 bis 16 Uhr im Vorraum des Audimax der Universität zu Lübeck eine allgemeine Impfberatung und ein Impfangebot mit den Impfungen Masern-Mumps-Röteln und Tetanus-Diphtherie-Keuchhusten für alle Studierende der Fachhoch- und Hochschulen an.
Für den Impfschutz gegen Masern gilt für alle nach 1970 geborenen Menschen mit unklarem Impfstatus oder bislang nur einer Impfung die Empfehlung der STIKO zur Masern-Mumps-Röteln Impfung. Grund dafür sind die in den letzten Jahren bundesweit immer wieder auftretenden Masernausbrüche, in Schleswig-Holstein zuletzt 2014 im Kreis Segeberg.
Bei der Masernerkrankung handelt es sich um eine hochansteckende Infektionskrankheit, die bereits vor Auftreten von Krankheitssymptomen übertragbar ist und fast jede ungeschützte Person infiziert. Masern sind damit eine der ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen.
Aufgabe des Gesundheitsamtes ist es, die Infektionsketten zu durchbrechen.
Dafür sind neben der Feststellung von Infektionsquellen und der Umsetzung von Infektionsschutzbestimmungen die Impfungen zur Erhöhung der Durchimpfungsraten der Bevölkerung die wirksamsten Maßnahmen.
Das RKI stellt in dem Zusammenhang fest, dass die Impfquoten in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und zum Zeitpunkt der Einschulung zufriedenstellend sind. Um jedoch das Ziel der Masernelimination zu erreichen, ist es dringend erforderlich so schnell wie möglich Impflücken, insbesondere unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu schließen.
Für eine erfolgreiche Elimination der Masern ist eine dauerhafte Immunität bei mindestens 95 Prozent der Menschen in allen Altersgruppen erforderlich. Bei den Jahrgängen bis einschließlich 1970 wird aufgrund ausreichenden früheren Kontakts mit dem Masernvirus von einer Immunität ausgegangen. Ein hoher Anteil der Masernfälle tritt somit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf.
Am häufigsten betroffen sind jedoch weiterhin Kinder im 1. Lebensjahr. Auch in diesem Zusammenhang spielt die Immunitätslage von jungen Erwachsenen eine wichtige Rolle, da der Anteil der Mütter mit ausreichender Immunität und damit einer sogenannten Leihimmunität für deren Kinder sinkt. Um wirksam einer Masernerkrankung für Kinder im 1. Lebensjahr entgegen zu wirken, ist zudem ein indirekter Schutz (sog. Herdenschutz) durch eine immune Umgebung erforderlich. Dies ist umso wichtiger, weil gerade bei Säuglingen und Kindern im 1. Lebensjahr schwere Komplikationen, insbesondere Entzündungen des Gehirns, als Spätfolge auch die sogenannte Subakute Sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), mit tödlichen Verläufen auftreten.
Die Impfungen gegen Mumps und Röteln sind für Jugendliche und junge Erwachsene von besonderer Bedeutung. Rötelninfektionen während der frühen Schwangerschaft führen zu schweren Missbildungen des Ungeborenen, während Mumpserkrankungen zur Unfruchtbarkeit bei Männern führen können.
Neben dem Eigenschutz dienen die Impfungen der Populationsimmunität und leisten damit einen Beitrag für die Gesundheit der Gemeinschaft.
Als weitere Schutzimpfungsmaßnahme wird die Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten angeboten. Nach den aktuellen Empfehlungen der STIKO sollten alle Erwachsenen bei einer nach 10 Jahren erforderlichen Auffrischimpfung gegen Tetanus und Diphtherie wegen des Nachlassens der Immunität einmalig eine Impfung gegen Keuchhusten erhalten.
Das Impfangebot für Studierende vor Ort wird gemeinsam mit den Studenten der Medizin des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität zu Lübeck unter Leitung von Professor Dr. med. Werner Solbach sowie den Ärzten und Arzthelferinnen des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Bereiches Gesundheitsamt unter Leitung von Dr. med. Kaschlin Butt durchgeführt.
Weitere Informationen gibt es bei der Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes, Kristin Gercke, Telefon (0451) 122-5332 oder www.Gesundheitsamt.luebeck.de .

Quelle:
Hansestadt Lübeck / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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