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"Bewegung auf Rezept": Attraktives Angebot auch für Lübeck

16. Mai 2011 (HL-Red-RB) Sport ist gesund und fördert die Heilung: Seit zehn Jahren gibt es bei vielen Ärzten "Bewegung auf Rezept". In Lübeck können diese Rezepte inzwischen bei zehn Vereinen eingelöst werden: "Rezept für Bewegung": So heißt das in Kooperation mit der Ärztekammer Schleswig-Holstein und dem Sparkassen- und Giroverband in Schleswig-Holstein im August 2010 gestartete innovative Projekt des Landessportverbandes (LSV), mit dem Ärzte und Sportvereine in der Gesundheitsförderung noch enger zusammenarbeiten können. Ärzte können ohne großen Aufwand über eine vom LSV eingerichtete Datenbank für jede Patientin und jeden Patienten ein geeignetes Bewegungs- und Sportangebot in einem Verein in der Nähe heraussuchen und detaillierte "Rezepte für Bewegung" ausstellen. Das Projekt wird vom Institut für Sport und Sportwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wissenschaftlich begleitet.

Aus Lübeck wirken bereits zehn Vereine an dem Projekt mit, die insgesamt 32 gesundheitsorientierte Sportangebote angemeldet haben, davon 25 Präventionsangebote und sieben Rehabilitationsangebote. Insgesamt umfasst die LSV-Datenbank bereits mehr als 720 Angebote. Über 430 Ärztinnen und Ärzte haben sich bis heute beim LSV zurückgemeldet und signalisiert, zukünftig in ihrer Praxis das "Rezept für Bewegung" verschreiben zu wollen. Aus Lübeck sind es bereits 58 Ärzte und drei Kliniken.

"Mit diesem Projekt haben wir gute Chancen, auch Zielgruppen zu erreichen, an die wir mit den herkömmlichen Kommunikationsmethoden nicht herankommen", betont der beim Landessportverband für den Breitensport zuständige Geschäftsführer Thomas Niggemann. "Das von Medizinern ausgestellte 'Rezept für Bewegung' verleiht der reinen Aufforderung, sich mehr zu bewegen mehr Nachdruck als nur allgemeine Empfehlungen nach dem Motto: ?Sie sollten sich etwas mehr bewegen!", so Niggemann weiter.

Seit Anfang 2011 ist Marie Schmidt beim LSV mit dem Projekt betraut und pflegt die Datenbank, in der alle qualitätsgesicherten Sportangebote enthalten sind. Die ausschließlich von speziell ausgebildeten Übungsleitern durchgeführten Sportangebote richten sich an Menschen aller Altersgruppen.

Ob es um das Herz-Kreislauf-System, das Muskel-Skelett-System, Stressbewältigung und Entspannung, Gesundheitsförderung für Ältere oder Koordination und motorische Förderung von Kindern geht: In ganz Schleswig-Holstein gibt es mittlerweile eine Vielzahl von gesundheitsorientierten Sportangeboten in den Vereinen, die für die an dem Projekt beteiligten Mediziner mit geringem Aufwand abrufbar und einfach auszudrucken sind.

"Den Patientinnen und Patienten kann in der Arztpraxis ein auf ihr eigenes Profil zugeschnittenes Bewegungsangebot mit allen notwendigen Vereins-Kontaktdaten an die Hand gegeben werden. Die Vereine bekommen Zulauf und können langfristig auf mehr Mitglieder hoffen", beschreibt Schmidt den unmittelbaren Nutzen für die Patienten und die Sportvereine.

Für die Finanzierung des Projektes hatte der Sparkassen- und Giroverband in Schleswig-Holstein 40.000 Euro im Jahr 2010 zur Verfügung gestellt, für dieses Jahr 20.000 Euro - jeweils aus den PS-Spar-Ausschüttungen. Diese Mittel wurden und werden für die Einrichtung und Pflege der Datenbank, die Erstellung von Informationsmaterial und die Durchführung von Informationsveranstaltungen eingesetzt.




Sie stellten das Projekt in den Räumlichkeiten der Lübecker Turnerschaft (LT) heute vor: (hinten v.li.) Joachim Giesenberg und Sandra Böttger (TSB HL), Wolfgang Pötschke (Sparkassen- und Giroverband SH), Thomas Niggemann (LSV), Petra Feix (TSB) und Dietrich Wiedenhof (LT), (vorn v. li.) Dr. Michael Lohmann (Ärztekammer SH), Marie Schmidt (LSV), Dr. Uebe, Ärztin in Lübeck, sowie Wiebke Damiani und Sabine Kock (LT).













Klicken Sie doch einmal
www.lsv-sh.de/rezept
an. Da wird ganz genau erläutert, "wie die ganze Sache läuft". Das gilt nicht nur für interessierte "Aktive", sondern auch für Ärztinnen und Ärzte, die sich über das Projekt informieren und ggf. einbinden wollen.





Ein Beispiel von vielen Angeboten: die Rückenschule. Auch für diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer "finanziell" interessant: Ihre Gesundheitskassen übernehmen etwa 80 Prozent der "Kurs-Kosten". Nach beispielsweise einer Reha sinnvoll, sich auch auf solchem Weg fit zu halten.


Fotos © Reinhard Bartsch, Lübeck


Quelle:
Landessportverband SH
www.lsv-sh.de/rezept







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