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Lübecks neue Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen

26. Februar 2011 (HL-Red-RB) Am Donnerstag machte die Bürgerschaft den Weg frei, am 1. März nehmen sie ihr Amt auf: Karl-Heinz Denker wird Lübecks erster Beauftragter für Menschen mit Behinderungen, Erika Bade wird seine Stellvertreterin. Beide übernehmen die Aufgabe ehrenamtlich.

Rund 28.300 Menschen mit Behinderungen leben in der Hansestadt Lübeck. Sie haben jetzt feste Ansprechpartner, die alle städtischen Angelegenheiten regeln: Ist ein Kantstein ein unüberwindliches Hindernis für Rollstuhlfahrer? Stehen Blinden und Sehbehinderten Hinderniss im Wege? Sind alle Behörden auch gut erreichbar? Karl-Heinz Denker und Erika Bade sollen als Mittler zwischen den Betroffenen und dem Senat tätig werden. Sie nehmen Anregungen auf und leiten sie an die entsprechenden Stellen weiter.

Und die Beauftragten können auch Tipps im Umgang mit Behörden geben. Viele Stadtteilbüros bieten zum Beispiel an, die Kunden zu Hause zu besuchen, wenn diese nicht selbst ins Amt kommen können, um zum Beispiel den Personalausweis zu verlängern. Bedarf sehen Denker und Bade jedenfalls genug. Die Zahl der Menschen mit Behinderungen werde bei der alternden Bevölkerung weiter steigen.

Sozialsenator Sven Schindler sagte am Freitag zu, dass die Beauftragten ein Büro im Verwaltungszentrum bekommen werden. Dort können dann wöchentlich Sprechstunden abgehalten werden. Bis dahin sind Karl-Heinz Denker unter Tel. 0451/623104, 0451/8884137, 0163/3693363 und bdh.reha-denker@gmx.de, und Erika Bade, Tel. 0451/503034, Fax 0451/503526 und erika.bade@dgm.org, tagsüber erreichbar.





Foto (HL-live/JW): Erika Bade und Karl-Heinz Denker.


Die Beauftragten sind ehrenamtlich tätig. Die Bürgerschaft hat für Anschaffungen und Auslagen im ersten Jahr rund 1000 Euro bereit gestellt.


Quelle:
HL-live (mit freundlicher Genehmigung)


Dazu ein hier vorliegender Beitrag
von Erika Bade:

Ein Meilenstein ist geschafft: Behindertenbeauftragte der Hansestadt Lübeck erstmals gewählt

Bereits 1979 wurde die „Projektgruppe Behinderter Mitbürger“ in Lübeck unter der Federführung des (damalig so bezeichneten) Sozialamtes gegründet. Schon damals war uns bewusst, dass der Hansestadt eine Behindertenbeauftragte, bzw. ein -beauftragter dringend fehlte. Versuche, das Amt des Behindertenbeauftragten zu initiieren scheiterten mehrfach.
Im September wählte 2003 die Projektgruppe den „SprecherInnenkreis“. Das erklärte Ziel einen Behindertenbeirat für die Stadt zu schaffen, konnte nicht erreicht werden. Stattdessen wurde am 26. 09. 2009 der „Sprecherinnenkreis“ in die „Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen der Hansestadt Lübeck (Behindertenrat)“ auf eigene Initiative hin umbenannt.
Im selben Monat noch wurde die vom Behindertenrat erstellte Satzung für das Amt eines Behindertenbeauftragten durch die Bürgerschaft anerkannt und als „Richtlinien“ in die Satzung der Stadt eingefügt. Nach einer öffentlichen Ausschreibung für das Amt des Behindertenbeauftragten wurden der Behindertenbeauftragte und die Stellvertreterin nominiert. Nach Durchlauf der erforderlichen Gremien wurden in der Bürgerschaftssitzung am 24. 02. 2011 der erste Behindertenbeauftragte der Hansestadt Lübeck Herr Karl-Heinz Denker und die stellvertretende Beauftragte Frau Erika Bade / Behindertenrat HL - in ihrem Amt erstmals bestätigt.

Ein wesentliches Ziel ist damit nach nunmehr 32 Jahren aktiver Behindertenarbeit erreicht. Weitere Ziele stehen nun noch aus, die es jetzt aus der Position des Behindertenbeauftragten mit tatkräftiger Unterstützung des weiter existierenden Behindertenrates der Hansestadt Lübeck umzusetzen gilt.

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