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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Aktionsbündnis gegen feste Fehmarnbeltquerung nun Verein

17./18. Juli 2010 (HL-Red-RB) Das NABU Wasservogelreservat Wallnau übermittelte folgenden Beitrag: "Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger, vor gut einer Woche hat sich das Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung als Verein konstituiert. Sinn der Vereinsgründung ist, als so genannter "Träger öffentlicher Belange"(TöB), zu denen Verwaltungen ebenso gehören wie betroffenen Verbände, anerkannt und bei der Projektplanung beteiligt zu werden. Das ist auch wichtig, um für das kommende Planfeststellungsverfahren notfalls juristisch auf den gesamten Genehmigungsprozess Einfluss nehmen zu können. Unser Ziel ist weiterhin, eine nach unserer Auffassung ökonomisch wie ökologisch widersinnige feste Fehmarnbeltquerung zu verhindern. Dazu sehen wir angesichts der desolaten deutschen Staatsfinanzen und der Schuldenbremse des Bundes sowie der erheblichen Risiken für Natur und Umwelt in der sensiblen Fehmarnbeltregion durchaus zahlreiche Ansatzpunkte.

Sollte sich eine feste Querung nicht verhindern lassen, muss es aber selbstverständlich darum gehen, diese so sozial-, umwelt- und tourismusverträglich wie möglich zu gestalten. Daran wollen wir mitarbeiten.

Die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, wie Bund und Bahn mit falschen Zahlen hantiert haben, um das Projekt überhaupt in Bundestag und Bundesrat politisch zustimmungsfähig zu machen. Sie haben auch deutlich gemacht, wie auf dem Rücken einer Region fernab in Berlin und Kiel Entscheidungen getroffen wurden und werden, die mit der Lebensrealität der Menschen vor Ort wenig zu tun haben. Wünsche, Ängste und Sorgen der Betroffenen wurden bisher mit Verweis auf höhere Kosten für alternative Lösungen nicht ausreichend berücksichtigt. Dem erheblichen Druck des Aktionsbündnisses, aber auch zahlreicher Bürgerinitiativen und Umweltvereine zwischen Puttgarden und Bad Schwartau, ist es letztlich zu verdanken, dass viele dieser Fakten heute ein größeres öffentliches Interesse erfahren und eine überfällige kritische Auseinandersetzung mit dem Vorhaben begonnen hat. Unter anderem hat das Land Schleswig-Holstein ein Raumordnungsverfahren (ROV) eingeleitet. Dort soll geprüft werden, ob und welche Alternativen zum, im Staatsvertrag festgeschriebenen, günstigsten Ausbau der bestehenden Bahntrasse gibt. Der Kreis Ostholstein hat zusammen mit den Aktivregionen Wagrien-Fehmarn und Innere Lübecker Bucht eine Betroffenheitsanalyse beauftragt, die ermitteln soll, wo Menschen durch den Bahnverkehr, insbesondere den Bahngüterverkehr, gesundheitlich oder finanziell geschädigt werden. Die IHK hat eine Resolution verabschiedet, in der sie sich angesichts mangelnder Regionalverträglichkeit und wahrscheinlicher Schädigung des Tourismus ausschließlich für eine Neutrassierung ausspricht. Erstaunliche Entwicklungen.

Wir haben festgestellt, dass das Aktionsbündnis als ernsthafter und sachlicher Gesprächspartner wahrgenommen und gehört wird, und dass Politik und Verwaltungen nicht an uns vorbeikommen. Das ermutigt uns und dafür engagieren wir uns mit erheblichem zeitlichen Aufwand - und das ehrenamtlich. Trotzdem sind wir auf finanzielle Unterstützung angewiesen, denn Informationsmaterialen wollen aufbereitet und gedruckt sowie Aktionen und juristischer Rat finanziert werden. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Deswegen bitten wir Sie: Werden Sie Mitglied im Verein Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung. Helfen Sie uns zu vermeiden, was zu vermeiden ist und mitzugestalten, was wir als Betroffene in diesem Prozess noch mitgestalten können. Vielen Dank.

Mitgliedsanträge erhalten Sie auf Anfrage von:

1. Vorsitzender
Malte Siegert
NABU Wasservogelreservat Wallnau
Wallnau 4
23769 Fehmarn
04372 / 1002
malte.siegert@nabu-wallnau.de

2. Vorsitzender
Hendrik Kerlen
Westermarkelsdorf 12 a
23769 Fehmarn
04372 / 1255
h.kerlen@web.de

Den Antrag gibt es in Kürze auch zum Download unter www.beltquerung.info."

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