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Der Löwenzahn - heimlich entwickelt zur Insektenfalle

01. April 2010 (HL-Red/RB). Bekanntermaßen leitet Lübeck-TeaTime gerne den neuen Tag mit der Vorstellung einer blühenden Pflanze ein. Auch heute ist bzw. war das nicht anders. Die Osterglocke machte den Anfang, aber Lübeck-TeaTime darüber hinaus auf eine weitere Pflanze aufmerksam, die millionenfach dominiert. Wird auch versucht, ihrer Herr zu werden, indem sie gekappt wird, zaubert sie rasch eine neue Blüte hervor. Selbst Ausstechen nützt oftmals nichts, weil es zumeist genügt, dass ein Wurzelstückchen in der Erde bleibt. Berüchtigt auch ihre Fallschirm ähnlichen Flugsamen, die gerne weggepustet wird - daher auch im Volksmund der Name "Pusteblume".

Unauffällig ihre evolutionäre Entwicklung, dafür aber umso bemerkenswerter nun zu einer Pflanze, die sich von kargen oder auch ausgemergelten Böden unabhängig macht, indem sie - ähnlich dem bekannten Sonnentau - Insekten mit ihrer Blüte einschließt, um aus deren Zersetzung Nährstoffe zu gewinnen, sich also daraus mit zu ernähren.





Foto (© Reinhard Bartsch): Hier hat die neuartige, mutierte Löwenzahnblüte rasch erkannt, dass es sich um ein Insekt handelte, das sich in ihr laben wollte - und blitzschnell die Reaktion mit dem Schließen ihrer Blüte. Die Floristen nennen sie übrigens wissenschaftlich "Taraxacum officinale musca)


Für den Menschen ungefährlich, auch wenn man - etwa Kinder - ihren Finger Spaßes halber in die geöffnete Blüte hineinstecken. Die Pflanze reagiert darauf nicht, da sie leicht zu unterscheiden weiß, ob es sich um ein "Ärgern" handelt oder ein leckeres Insekt.


Nach dem "Hairing" im vergangenen Jahr erneut eine Aufsehen erregende Entdeckung, die offensichtlich lange unentdeckt geblieben ist, weil man vielleicht dieser und weil äußerst häufigen Pflanze wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. Denn eine Orchidee ist der Löwenzahn nunmal nicht...





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