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Agentur für Arbeit Lübeck

Natur Umwelt Klima Energie

Heizung gluckert: Zeichen für Schwachstelle am Haus

03. Februar 2010 (Osnabrück/HL-Red.). Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) teilt mit: Energieverluste vermeiden – Kampagne „Haus sanieren - profitieren“ gibt Tipps - Teil 2: Die Heizung gluckert, sie strahlt nicht gleichmäßig Wärme ab oder die jährliche Nebenkostenabrechnung ist sehr hoch? Wer sich für den Klimaschutz einsetzen und dabei Energie einsparen möchte, der sollte jetzt seine Heizung näher unter die Lupe nehmen und bei Bedarf einen Fachmann einschalten. „Private Haushalte verbrauchen rund 80 Prozent ihrer Energie zum Heizen – das Einsparpotenzial ist riesig“, weiß Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die DBU gibt in einer dreiteiligen Serie im Rahmen ihrer
Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ Tipps für Selbsttests. In
wenigen Minuten können sich Hausbesitzer einen ersten Eindruck über den
Zustand des eigenen Hauses verschaffen. Eine weitere Möglichkeit für
mehr Überblick bietet die bundesweite Initiative mit ihrem kostenlosen
Energie-Check, den geschulte Handwerker bei Ein- und
Zweifamilienhausbesitzern durchführen. Dabei bewerten sie alle Bauteile
nach einem Farbschema von rot bis grün und erläutern nächste Schritte.

Heizung blubbert und wärmt nicht richtig? Entlüften hilft
Wenn ein Heizkörper gluckert und sich nicht gleichmäßig über die
gesamte Breite erwärmt, ist das ein Zeichen dafür, dass Luft in der
Leitung ist. Obwohl die Anlage vielleicht voll aufgedreht ist, kommt
nicht ausreichend Wärme an. „Außerdem wird unnötig Energie
verschwendet“, erläutert Andreas Skrypietz von der DBU-Kampagne
„Haus sanieren – profitieren“. Sein Rat: Der Heizkörper sollte
entlüftet werden. „Dafür müssen die Hausbewohner die Anlage voll
aufdrehen“, erklärt Skrypietz. An jedem Heizkörper ist oben rechts
oder links ein Lüftungsventil angebracht. Mit speziellen
Entlüftungsschlüsseln lassen sie sich gegen den Uhrzeigersinn
öffnen. „Oft hören sie ein leichtes Zischen“, betont Skrypietz.
Sobald die Luft aus dem Heizkörper entwichen ist, fließt nur noch Wasser
nach. Um es aufzufangen, sollten Hausbewohner einen Behälter unter den
Schlüssel halten. „Ventil wieder zudrehen – und fertig“, so
Skrypietz.

Heizung nicht im Gleichgewicht? Hydraulischer Abgleich für
Ausgewogenheit

Alle Heizkörper laufen, und dennoch sind die Räume unterschiedlich
stark aufgeheizt? Wenn in manchen Zimmern weniger Wärme ankommt, drehen
Hausbewohner oft die Thermostatventile auf. „Die Heizung erhält das
Signal, auf vollen Touren zu laufen“, weiß Skrypietz. Ist eine Anlage
im Ungleichgewicht, könne nicht nur das Wohnklima leiden, sondern auch
zusätzliche Energiekosten könnten entstehen. Ob das Heizsystem
ausgeglichen läuft, kann jeder Hausbesitzer selbst testen. Dazu müssen
alle Thermostate auf die gleiche Stufe eingestellt werden. Sind die
Heizkörper warmgelaufen, misst der Eigentümer in jedem Zimmer die
Raumtemperatur. Kommt nicht überall die gleiche Wärme an, sollte ein
Experte einen so genannten hydraulischen Abgleich durchführen. Der
Handwerker errechnet dabei den idealen Durchflusswiderstand jedes
Thermostatventils und stellt diesen entsprechend ein. Skrypietz hält
fest: „Ist eine Anlage optimal eingerichtet, beeinflussen sich
Heizkörper nicht gegenseitig, und es gibt kaum Fließgeräusche. Zudem
kann die Leistung der Umwälzpumpe heruntergefahren werden, was
zusätzlich Energie spart.“

Wie gut ist der Heizkessel? Schnelltest gibt Auskunft
Selbst wenn die Heizung die Abgasnorm erfüllt, kann sie viel mehr
Energie verbrauchen als üblich. Bei konventionellen Gas- und Öl-Anlagen
unterscheiden Fachleute drei Typen: „Rund 20 Prozent Energie spart eine
Niedertemperatur-Heizung gegenüber einem alten Konstanttemperaturkessel
ein. Eine Anlage mit Brennwerttechnik verbraucht gegenüber der
Niedertemperatur-Heizung noch einmal rund zehn Prozent weniger
Energie“, sagt Andreas Skrypietz von der DBU-Kampagne „Haus
sanieren - profitieren“. Um welche Anlage es sich handelt, können
Hausbewohner selbst herausfinden. „Niedertemperaturkessel haben einen
Außentemperaturfühler, der oft an der Ost- oder Nordseite des Hauses
in kleinen, meist in weißen Kästchen angebracht ist“, so Skrypietz. Da
bei der Brennwerttechnik auch die Wärme aus den Abgasen genutzt wird,
diese also im Vergleich kälter sind, muss der Schornstein wegen der
früheren Kondensation der Abluft feuchtigkeitsbeständiger sein.
Hausbesitzer könnten an einer Schornsteinklappe sehen, ob im Schacht ein
spezielles Kunststoff- oder auch ein Edelstahlrohr eingebaut wurde.

Weitere Infos und Handwerker, die einen kostenlosen Energie-Check im
Rahmen der Kampagne durchführen, finden Interessierte unter
www.sanieren-profitieren.de .



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