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Fotoausstellung Stadtbibliothek zeigt Schönheit des Schellbruchs

29. Januar 2010 (HL-Red.). Von fernen Galaxien zur Artenmannigfaltigkeit eines Lebensraumes. Nach dem Jahr der Astronomie kürt die UNESCO 2010 zum Jahr der biologischen Vielfalt. Dieses Motto greift die Stadtbibliothek Lübeck in ihrer ersten Ausstellung des Jahres auf. Den Artenreichtum eines besonderen Lebensraumes auf dem Stadtgebiet der Hansestadt, dem Schellbruch, dokumentieren die Fotos von Ralf Germer, von denen eine Auswahl vom 6. bis zum 27. Februar 2010 im Foyer der Bibliothek in der Hundestraße zu sehen ist.

Der Schellbruch ist ein etwa anderthalb Quadratkilometer großes Niederungsgebiet an der Untertrave, nordöstlich der Lübecker Altstadt. Eine grobe Begrenzung dieses Gebietes bilden die Ortsteile Karlshof, Israelsdorf und das alte Fischerdorf Gothmund sowie der an der Trave entlang verlaufende ehemalige Treidelpfad. Vielfältige Wasservorkommen und damit verbundene ausgeprägte Schilfbereiche dominieren das Gebiet. In diesem Feuchtlebensraum sind es vor allem die Große und Kleine Lagune, die Medebek sowie der westlich gelegene Süßwasserteich, die unter anderem über 200 verschiedenen Vogelarten Schutz und Nahrung bieten. Zusätzlich tragen Bruchwald- und Feuchtwiesenbereiche zum Artenreichtum bei.
Ende 1975 sollten Bauarbeiten zur Nutzung des Schellbruch-Areals als Spülfeld für eine geplante Vertiefung des Travebettes beginnen. Ohne die damals intensiven Bürgerproteste würde dieses naturräumliche Kleinod heute in dieser Form nicht existieren. Im Jahre 1981 wurde ein Großteil des so genannten „Schellbruch“ als Naturschutzgebiet (NSG) ausgewiesen.





Karte (Landesamt für Natur und Umwelt SH): Schellbruch





Foto (Reinhard Bartsch) Brücke Treidelpfad - gerne von Spaziergängern und Radwanderern genutzt


Um diesen Schonraum für die Natur nicht zu gefährden, bewegte sich Ralf Germer beim Fotografieren mit seiner Digitalkamera nur auf den ausgewiesenen Wegen. Zu zeigen, was sich „vor der Haustür“ befindet, das ist dem studierten Diplombiologen ein besonderes Anliegen.
Die Ausstellung kann von Montag bis Freitag von 10 bis 19 und sonnabends 9 bis 13 kostenlos im Foyer der Stadtbibliothek Lübeck, Hundestrasse 5-17, besucht werden.


Hinweis Lübeck-TeaTime:
Schon um 1905 machte man sich Gedanken um die weiteren Planungen zum Lübecker Hafengebiet. Wäre damals der sogenannte Rehder - Plan verwirklicht worden, gäbe es heute kein Naturschutzgebiet Schellburch.



Foto (© Reinhard Bartsch, Lübeck): Der Blick auf den Original-Plan zeigt Hafenbecken anstelle u. a. von Wald und Lagune



Quelle: LÜBECK PRESSEDIENST

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