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Stifter für Salzmarschenforschung besucht Nat.-Park Wattenmeer

27. September 2009 (Tönning/HL-red.) „BASSIA“ heißt ein Forschungsprojekt, das die Bauer-Hollmann-Stiftung im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer fördert. Um sich über den Stand der Forschungen zu informieren, besuchten der Stifter Niels Hollmann und Dr. Marilen Macher vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft die Nationalparkverwaltung und ließen sich die Salzmarschen auf der Hamburger Hallig und am Festland zeigen. „Die raue Schönheit der Landschaft überzeugt von der Wichtigkeit, in die Zukunftsforschung des Wattenmeeres zu investieren“, erklärten sie.




Foto (MStock): (von li.) Niels Hollmann (Bauer-Hollmann-Stiftung), Cynthia Erb (Universität Hamburg), Dr. Marilen Macher (Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft), Frauke Müller, Prof. Dr. Kai Jensen und Dr. Veit Henning (Universität Hamburg) und Rainer Rehm (Nationalpark-Ranger) auf der Hamburger Hallig.


Das Projekt „BASSIA“ wird gemeinsam von der Universität Hamburg und der Nationalparkverwaltung Tönning durchgeführt. Der Projektname steht für „Biodiversität, Management und Ökosystemfunktionen von Salzmarschen im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“. Ziel ist, die wissenschaftliche Basis für Entscheidungen über Managementstrategien des Nationalparks weiter auszubauen. Drei Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Hamburg untersuchen hierfür verschiedene Aspekte in den Salzmarschen.

Dr. Antonia Wanner versucht herauszufinden, welchen Einfluss das Salzwiesenmanagement auf die Vegetationszusammensetzung hat und unter welchen Bedingungen es zur Dominanz einzelner Pflanzenarten kommt. In den vergangenen 20 Jahren wurde in vielen Bereichen des Nationalparks die Beweidung durch Schafe aufgegeben oder die Beweidungsintensität verringert. Heute gibt es Teilflächen mit unterschiedlicher Nutzung, Flächen mit intensiver und extensiver Schafbeweidung genauso wie Flächen, in denen die Natur sich frei entfalten kann. Von der Entwicklung der Vegetation sind auch die Brutvögel betroffen. Tierökologin Cynthia Erb analysiert erstmals großräumig die umfangreichen und langjährigen Monitoringdaten und sucht Erklärungen für Veränderungen der Brutvogelbestände. Die Landschaftsökologin Frauke Müller interessiert sich vor allem für die Frage, ob die Vorlandflächen mit ihrem Höhenwachstum dem steigenden Meeresspiegel gewachsen sein werden und welche Rolle dabei die Art der Flächennutzung spielt.


Quelle:
Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark
und Meeresschutz Schleswig-Holstein
Kommunikation und Nationalpark-Partner
Nationalparkverwaltung

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